Redaktionstipp: Erasing Hate


Tätowierungen kann man aus unterschiedlichen Gründen anfangen zu bereuen - besser ist es natürlich immer, wenn das nicht passiert, weil man sich vorher gut überlegt hat, was man mit seinen Hautbildern ausdrücken will, weil man weit genug ist, zu entscheiden, ob man den Rest seines Lebens damit leben kann. Sollte man dennoch irgendwann beschließen, sich lieber von Jugendsünden und schlecht gestochenen Tattoos trennen zu wollen, gibt es heutzutage einigermaßen zuverlässige Wege wie Laserbehandlungen.

Das Filmplakat zu Selbstverständlich sind diese aber auch keine 100-prozentige Garanten für eine vollständige Entfernung - abhängig von der individuellen Hautdicke, der Größe des Tattoos und der Farbe. Wofür aber ziemlich sicher garantiert werden kann ist, dass die Behandlung einigermaßen schmerzhaft ist.

Wie schmerzhaft tatsächlich, darüber könnte der US-Amerikaner Bryon Widner ein Buch schreiben. Hat er aber nicht. Stattdessen hat er seine Laserbehandlung von einem Kamerateam begleiten lassen - zwei Jahre lang.

Der Grund, warum sich Widner dieser jahrelangen Tortur unterzogen hat? Er konnte sich nicht mehr länger mit seinen Tätowierungen in seinem Gesicht, auf seinem Hals und seinen Händen identifizieren.

Diese Tattoos waren nämlich Zeuge seiner Zeit als Anhänger der White-Pride-"Bewegung" in den USA: rassistische Slogans, neo-nazistische Symbole, Bekenntnisse zu Hass von Andersartigem und der Bereitschaft für die "weiße Rasse" zu töten.

Erst mit der Geburt seines Sohnes besann sich Widner eines Besseren, kehrte - unter massivster Bedrohung für Leib und Leben seiner gesamten Familie durch seine ehemaligen Gesinnungsgenossen - den angeblichen Vertretern der "Herrenrasse" den Rücken und fand mit Hilfe einer amerikanischen Nazi-Aussteiger-Organisation die Möglichkeit, sich die farbigen Zeugen dieses dunklen Kapitels seines Lebens entfernen zu lassen.

Die faszinierende und ergreifende Dokumentation über diese körperliche und ideologische Lossagung wurde bei Filmfestivals überall in den Vereinigten Staaten gezeigt und Preise gewonnen. "Erasing Hate" ist in voller Länge für jeden auf DVD über die dazugehörige Website erhältlich.



Man kann jeder seine Einstellung zur Entfernung von Tätowierungen haben, aber in diesem Fall ist die Entscheidung zum Weglasern ohne Zögern zu unterstützen.

Text: RNR
Bilder: © Erasing Hate The Movie / MSNBC Film




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22.01.2013
Text: RNR Bilder: © Erasing Hate The Movie / MSNBC Film
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