TITEL: So bekommst du dein Traumtattoo (TS 3_08)


TraumtattooEine Anleitung in acht Schritten, damit du das Tattoobekommst, das du verdienst!


Wenn man sich Dokus wie L.A. Ink, London Ink Miami Ink, »Die Loniens – Eine Familie sticht zu« und »Die Jungluths« anschaut stellt sich möglicherweise der Eindruck ein: Jeder ist tätowiert, nur ich nicht! Aus diesem entsetzlichen Mangel heraus jetzt in das nächste Studio um die Ecke zurennen und dir deine »Eintrittskarte« in die Gemeinschaft der Tätowierten abzuholen, geht sicherlich in die Butz sprich Hose. Du sollst ein Hautbild bekommen, das zu dir gehört wie deine rechte Hand, denn ein Tattoo ist ein Teil von dir und wird es bis zu deinem Lebensende bleiben. Aber: Eine Tätowierung macht dich nicht zu einem besseren Menschen, sondern ist nur ein »Bild«, das auf dir zu sehen ist und möglicherweise ein »Abbild« von dem, was dir wichtig ist, was du als schön empfindest, was du von dir nach Außen tragen möchtest. Ein Tattoo ist etwas sehr Schönes, hoffentlich auch wichtig für dich, aber es ist und bleibt »nur« ein Tattoo.
Übereile nichts, lass dich von nichts und niemand unter Druck setzen und sei nicht ungeduldig – die Zeit von der Idee bis zur Umsetzung ist richtig spannend und macht unglaublich Spass.

Die ausführliche Anleitung  in TattooStyle 03_2008, Mai / Juni-Ausgabe

Extra: Die TM/TS-Redaktion berichtet von ihren Tattoofehlern!

Jan TattooStyle TätowierMagazinJan, Redaktion TätowierMagazin

Durch das Musik-Fernsehen und Tattoo-Magazine wurde ich auf Tätowierungen aufmerksam und entschied im Alter von 18 Jahren, dass ich zum Kreis der Hautbebilderten gehören möchte. Infos und Anregungen sammelte ich bereits vorher aus Magazinen wie TattooStyle und TätowierMagazin. Außerdem ging ich in die Tattoo-Studios und sprach Leute auf der Straße an, wenn sie ein geiles Tattoo trugen. Auch das Internet war und ist ungemein hilfreich.
Meine ersten drei Tätowierungen erdachte ich alle selbst, und Rick vom Art & Soul hat sie sehr gut umgesetzt. Ich war sehr pingelig und wurde nicht müde ihm genauestens zu erklären, was ich haben möchte, und er nahm sich seinerseits aufopferungsvoll die nötige Zeit.
Ich war also angefixt und als dann feststand, dass die nächste Tätowierung meinen ganzen Arm bedecken soll, begab ich mich auf die Suche nach den großen Namen. Da ich in Mannheim lebe, stieß ich binnen kurzer Zeit auf Marcuse vom renommierten Smilin’ Demons Tattoo. Erneut hatte ich eigene Ideen. Marcuse allerdings auch! Er schlug mir ein Motiv aus der Kategorie Japanese-Traditional vor. Ab diesem Moment tauchte ich zum ersten mal tiefer in die Materie der Tattoo-Motive und ihrer Bedeutungen ein. Ich beschaffte mir zahlreiche Bücher wiebeispielsweise »Alles über Japanische Tätowierungen« von Dirk-Boris Rödel. Erst ein halbes Jahr später, nach gründlicher Recherche, nahm ich meinen Termin bei Marcuse wahr und wir begannen mit der Arbeit.
Ich würde davon abraten auf gut Glück in ein Studio zu gehen, ohne sich vorher informiert zu haben und sich ganz ungeduldig und günstig tätowieren zu lassen. Das endet aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Disaster. Wer zu einer anspruchsvollen Klausur unvorbereitet erscheint, wird auch mit einer Fünf oder Sechs nach Hause gehen. Macht eure Hausaufgaben, dann stimmt auch das Ergebnis. Lasst euch von den hohen Investitionen was Zeit und Geld anbelangt nicht abschrecken. Das gehört dazu. Unter 1a-Qualität braucht man sich meiner Meinung nach gar nicht erst inken zu lassen!
 
Dirk-Boris TätowierMagazinDirk-Boris TätowierMagazin Cheffe

Eigentlich habe ich glücklicherweise keine wirklich großen Fehler beim Tätowieren gemacht. Selbst die Tattoos, die nicht ganz so gelungen sind, waren ein Stück weit beabsichtigt; ich habe öfters mal Lehrlingen verschiedener Tätowierer die Möglichkeit gegeben Erfahrungen zu sammeln, indem ich mir von ihnen kleinere Tattoos stechen ließ. Ich wusste in diesen Fällen natürlich schon vorher, dass die Tätowierungen dann nicht dem Niveau erfahrener Tätowierer entsprechen werden. Aber es ist ganz lustig heute »Anfängertattoos« von Tätowierern zu tragen, die inzwischen teilweise sehr bekannt sind.
In einem Fall hätte ich mich allerdings mit einem kleineren Lehrlings-Tattoo begnügen sollen; ich ließ mir vom Azubi eines Tätowierers ein alemannisches Ornament-Band ums Fußgelenk tätowieren, was wirklich ziemlich daneben ging. Es lässt sich auch kaum noch restaurieren, da die Zwischenräume zwischen den schwarzen Bereichen ohnehin schon zu schmal und zugelaufen sind. Dieses Tattoo bedauere ich ein wenig, da ich das Motiv schon gern an dieser Stelle hätte, nur eben in schön ...
 
Heide TattooStyleHeide TattooStyle-Redaktion

Es gibt keine Tätowierung, die ich heute nicht nochmal stechen lassen würde, vielleicht würde ich mit mehr »Konzept« an die Sache rangehen – vielleicht aber auch nicht!
Alles kein Problem sondern meine Tattoo-Geschichte. Was mich aber richtig ärgert ist eine verpasste Gelegenheit: auf der Frankfurt Convention hatte ich bei Horiysohi III noch den letzten Termin am Sonntag ergattert und was lass ich mir stechen? Flammen. Flammen, um eine andere Tätowierung zu vervollständigen. So blöd und auch respektlos kann doch kein Mensch sein, oder? Doch, aber das habe ich auch schon dutzendemal bereut und damit hoffenlich für diesen Fehler genug gelitten. Tätowierer sollte man wirklich das machen lassen, was sie gerne machen. Dan leben sie auf und sind glücklich und du mit dem Ergebnis sicherlich auch!
 
   
   


Text: Heide
Bilder: Archiv TattooStyle




17.06.2008
Text: Heide Bilder: Archiv TattooStyle
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tattoo motive

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