Nordkap Tour


Eine lange Fahrt zum Nordkap schweißte die Member verschiedener Clubs zusammen
 
Die Member verschiedener Clubs fahren zusammen
Die Member verschiedener Clubs fahren zusammen

Zwei MCs, eine MF, ein Ziel: Das Nordkap. Gerd hatte die Idee, die anderen schlossen sich an. So verschieden wie ihre Kutten waren auch ihre Motorräder. Gerd: Iron Horses MC Nürnberg, Suzuki Intruder 1500. Lapp: Iron Horses MC Schweinfurt, Road King. Walter: Gremium MC Schweinfurt, Street Glide. Peter: MF High Voltage, FJR 1300. Adi: MF High Voltage, Z-1000SX.
 
Iron Horses MC, MF High Voltage, Gremium MC

Der Ride beginnt

An einem Donnerstag im Juni trafen die Nürnberger sich beim Iron Horses MC, die zwei Schweinfurter stießen auf einem Autobahnrastplatz dazu. Der Ride begann.
 

Es ging schnurgerade nach Norden, erstmal  bis Travemünde, um auf der Fähre nach Malmö feucht-fröhlich durchzufeiern. Die ersten Kilometer am nächsten Morgen waren bitter. Das Regenwetter war pünktlich wie bestellt, und es regnete die nächsten sieben Tage fast ununterbrochen durch. Auf ein Navi hatten die Biker verzichtet. Sie schlugen sich mit Karten über die Landstraßen durch. Jeden Tag mussten sie 700 Kilometer runterspulen. Sie übernachteten in den landesüblichen Holzhütten nicht nur preiswert, sondern auch bequem. Die Rocker versorgten sich selbst. Und die Menschen in Skandinavien sind ja auch noch gastfreundlich und hilfsbereit. So gabelten Lasse und Linda von den Holy Riders die durchgefrorenen Biker auf einem McDonalds-Parkplatz auf und luden sie in ihr Haus ein. Nach einem gemütlichen Abend begleitete Lasse die Rocker aus Deutschland sogar noch ein Stück mit seinem Gespann.
 
Es ist Juni,  und in Norwegen liegt noch Schnee neben den Straßen
Es ist Juni, und in Norwegen liegt noch Schnee neben den Straßen

Endlich am Nordkap

Über Lappland verließen sie Schweden und enterten Norwegen. Hier kreuzten sie den Polarkreis. Die wilde karge Landschaft würden sie nicht vergessen. Nachts glühte immer noch die Mitternachtssonne. Es war fast immer hell. Schon deshalb war an längeres Schlafen nicht zu denken. Die Seen aber waren noch teils zugefroren, und neben der Straße lag Schnee. Kaum wuchsen noch Pflanzen. Nur Felsen, Schnee und Eis. Der Dauerregen blieb den Reisenden treu. In Hammerfest fanden sie keine bezahlbare Unterkunft. Bei Kälte und strömendem Regen mussten sie weitere Kilometer zurücklegen. Am nächsten Tag erreichten sie ihr Ziel, das Nordkap.

Am Nordkap: Peter (MF High Voltage), Lapp (Iron Horses MC Schweinfurt),  Walter (Gremium MC Schweinfurt), Adi (MF High Voltage),  Gerd (Iron Horses MC Nürnberg)
Am Nordkap: Peter (MF High Voltage), Lapp (Iron Horses MC Schweinfurt),
Walter (Gremium MC Schweinfurt), Adi (MF High Voltage),
Gerd (Iron Horses MC Nürnberg)
 

Stechmücken greifen an

Einige Erinnerungsfotos später fuhren sie Richtung Finnland weiter. Hinter der finnischen Grenze hörte der Regen auf. Jetzt kamen die Stechmücken. Schon das Pinkeln am Straßengraben wurde gefährlich. Tausende Mücken griffen sofort an.
Im Norden Finnlands ereilte sie die einzige Panne. Der Schlauch des Vorderreifens der Road King platzte. Die Jungs suchten Hilfe auf einem Bauernhof. Der Bauer schickte die Biker zum Nachbarn. Und der stammte aus der Schweiz, deshalb hatten sie keine Probleme mit der Kommunikation. Die Panne ereignete sich am Samstagabend. Da waren die Werkstätten schon geschlossen. Zufällig vermietete der Schweizer Zimmer. Mit riesigem Schaschlik und russischem Wodka gingen zwei Tage schnell vorüber. Am Montagmorgen ließen sie den Schlauch in Rovaniemi flicken.
 
Auch im Programm:  Ein Abstecher mit der Fähre über den Vestfjord zu den Lofoten
Auch im Programm: Ein Abstechermit der Fähre über den Vestfjord zu den Lofoten

Rückweg durchs Baltikum

Die Reise führte schnurgerade nach Süden weiter. Von Helsinki mit der Fähre nach Tallinn, Estland. Hier begannen die baltischen Länder: Estland, Lettland, Litauen. Polen ließ sich nicht so einfach durchqueren, die Grenzkontrollen waren lästig. Aber bei Görlitz hatten sie wieder festen deutschen Boden unter den Reifen. Ein letzter Kick im Erzgebirge: Die beiden High Voltage-Member konnten gerade noch ausweichen, als ein Bus die Kurve schnitt. Mit 7800 Kilometern auf den Tachos hatten sie eine Reise hinter sich gebracht, die alle Member über die Clubgrenzen hinaus zusammenschweißte.

von Nürnberg zum Nordkap und wieder zurück



Text: Bikermessenger Zoltan


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BIKERS NEWS 25.02.2013
Text: Bikermessenger Zoltan
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