T-Shirt Reaper schwarz
T-Shirt Reaper schwarz
24,90€
14,90€
T-Shirt Off the Wall III schwarz
T-Shirt Off the Wall III schwarz
34,90€
24,90€
Handschuhe Death Grip braun
Handschuhe Death Grip braun
59,90€
24,90€
Sweatshirt Skull Cross grau
Sweatshirt Skull Cross grau
59,90€
44,90€
BIKERS NEWS 21.10.2011
Text: Michael Ahlsdorf
BIKERS NEWS 11/11 bestellen
BIKERS NEWS Abonnieren
auf Facebook teilen

szene politik

Verwandte Artikel

Gremium MC
Clubverbot

Am 3. Juli verkündeten gleich drei Innenminister das Verbot der sächsischen Chapter des Gremium MC Clubverbote kommen überraschend. Das ist die öffentlich verkündete Strategie der Innenminister. Die Possenspiele des letzten Jahres, …

Zehn Jahre Hells
Angels MC Reutlingen

In diesem Jahr feiern die Reutlinger Hells Angels ihr zehnjähriges Bestehen. Der Charter blickt auf eine bewegte History zurück. Acht Männer wechselten kurz vor der Jahrtausendwende die Farben und schlossen sich dem Hells Angels MC an …

Hells Angels-Colour

Die Hells Angels zeigen wieder ihr Colour. Seit letztem Jahr blieb das Hells Angels-Colour in vielen Bundesländern unter Verschluss. Denn im Mai 2014 hatten erste Staatsanwaltschaften eine schon zum Anfang des Jahrtau …

Clubverbot – was
tun?

Clubverbote sind juristisch eine komplizierte Angelegenheit. Was ist zu bedenken, und wie lassen sie sich womöglich im Vorfeld verhindern? Ein Jurist klärt uns auf Im Jahr 2010 einigten sich die Innenminister von Bund und Ländern auf …
Newsletter bestellen
weiter
Welche Themen interessiern dich?
Bike Auto Tattoo Musik

Clubverbote in Frankfurt


Am 30. September wurden die Frankfurter Charter der Hells Angels verboten



Am Donnerstagabend war es noch die Meldung über eine ganz normale Razzia. Im Frankfurter Raum hatten die Hells Angels während des letzten Jahres noch ein paar mehr Razzien kassiert. Erst der nächste Morgen warf uns aus der Routine: Am Freitag, dem 30. September 2011, veröffentlichte das hessische Innenministerium eine Meldung über das Verbot der Hells Angels-Charter Frankfurt und Westend.
Nach Flensburg zu Beginn des letzten Jahres und Pforzheim zu Beginn dieses Jahres wurden nun die nächsten zwei Hells Angels-Charter verboten. Und dieses Verbot hat eine neue Dimension. Es handelt sich um die Charter einer echten Metropole. Nur das allererste Verbot des Charters von Hamburg im Jahr 1983 betraf eine ähnlich bedeutende Stadt.


Ehemalige Chapter des Bones MC


Beide Frankfurter Charter sind ehemalige Chapter des Bones MC, der im Jahr 1999 komplett zum Hells Angels MC wechselte. Frankfurt war sogar das allererste Chapter des Bones MC, gegründet von amerikanischen GIs im Jahr 1968. Es führte lange ein ganz eigenes Dasein, denn im folgenden Jahr gründete sich das zweite Bones-Chapter. Dieses Mannheimer Chapter wurde im Lauf der Jahrzehnte zum heimlichen Haupt-Chapter der Bones. Das führte zu der pikanten Situation, dass wir Ende der 90er Jahre zweimal das 30-jährige Bestehen der Bones feierten: Im Jahr 1998 das des Bones MC Frankfurt, im darauf folgenden Jahr das des Bones MC Mannheim. Mit dem Wechsel aller Bones zum Hells Angels MC im gleichen Jahr waren wir dieses Problems enthoben.
Im Jahr 1997, zwei Jahre vor dem Patchover, war aus dem Bones MC Frankfurt noch das Chapter Westend hervorgegangen. Es war das erste Bones-Chapter, das keinen Städtenamen trug, da es sich im Westen von Frankfurt niedergelassen hatte. Das Chapter Frankfurt blieb auf seinem legendären Gelände in Seckbach. Der Hells Angels Charter Westend zog im Jahr 2005 um. Er tauschte die alte Bude im Westend gegen ein repräsentatives Gebäude in der Mainzer Landstraße, mitten in der Frankfurter City, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hauptbahnhof und Rotlichtbezirk.
Den Hells Angels von Frankfurt wurde stets nachgesagt, dass sie ein gewichtiges Wort im Rotlichtmilieu sprechen würden. Beide Charter richteten darüber hinaus jährlich den „Crime City Run“ aus, einen Korso durch die Stadt, an dem stets rund 1000 Biker teilnahmen. Treffpunkt war dann die „Harley Factory“, der offizielle Harley-Dealer von Frankfurt.


Prognosen und Verdachtsmomente

Das ist nun Vergangenheit. Das hessische Ministerium des Innern hat die Vereinsverbote ausgesprochen, aber Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) begründete das Verbot recht vage: „Die beiden verbotenen Charter der Hells Angels verstoßen gegen Strafgesetze. Sie bestehen keineswegs nur aus harmlosen Motorradfahrern, viele Mitglieder sind wegen Gewalt-, Drogen-, oder Waffendelikten polizeibekannt. Gegen einige Mitglieder laufen derzeit staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren.“ Mehr muss Rhein auch nicht sagen, zumal den staatsanwaltlichen Verfahren nicht unbedingt rechtskräftige Urteilssprüche folgen müssen. Im Gefahrenabwehrrecht reichen im Gegensatz zum Strafrecht auch Prognosen oder Verdachtsmomente zur Begründung einer Maßnahme aus.
Beide Seiten, hessisches Innenministerium und Hells Angels, verhalten sich nun wie vor einem großen Turnier: Sie geben sich bedeckt und verraten nichts über anstehende Taktiken oder Maßnahmen. Das hessische Innenministerium war nicht bereit, uns ein Interview zu geben.
Ziemlich sicher ist, dass die Hells Angels den Rechtsweg gegen das Verbot einschlagen werden. Das verkündeten sie in einer Pressemitteilung vom 5. Oktober, hier der volle Wortlaut:…



Hessens Innenminister Boris Rhein: „Die beiden verbotenen Charter der Hells Angels verstoßen gegen Strafgesetze.“

… weiter geht’s in der BIKERS NEWS 11/11


Text: Michael Ahlsdorf


BIKERS NEWS 11/11 bestellen
BIKERS NEWS Abonnieren
auf Facebook teilen

Stand:17 December 2018 18:55:35