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BIKERS NEWS 18.06.2010
Text: Ahlsdorf Bilder: Volker Rost
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szene clubleben

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Friedensschluss


In Hannover wurde Biker-History geschrieben. Bandidos und Hells Angels reichten sich öffentlich die Hände

Am Nachmittag des 26. Mai reichten die Vorzimmerdamen in der Kanzlei des Promi-Anwalts Götz-Werner von Fromberg Kaffee und Gebäck. Zugreifen durften Journalisten, denen breitschultrige Türsteher zuvor Einlass gewährt hatten. Die Männer von der Security hatten jeden Journalisten anhand einer Liste überprüft. Und die Männer von der Security trugen graue Anzüge. Sie gaben sich damit clubpolitisch farbneutral.

Das Ereignis hatte über 50 Fernseh-, Radio-, und Presseleute zusammengebracht, die am Vortag davon in Kenntnis gesetzt wurden: Hier würden Bandidos und Hells Angels sich öffentlich die Hände reichen und miteinander Frieden schließen.

Wir blicken weit zurück

Wir müssen weit zurückblicken. Im November des Jahres 1999 waren die Karten der deutschen Clublandschaft neu gemischt worden. Damals wechselte der Bones MC zum Hells Angels MC. Eine Woche später wechselte der Ghostrider’s MC zusammen mit einigen Chaptern anderer Clubs zum Bandidos MC. Er etablierte damit einen neuen World-Club in der deutschen Szene.

Beide MCs hatten ein paar Jahre zuvor einen spektakulären Rockerkrieg ausgefochten und Ende des Jahres 1997 ebenfalls mit einem öffentlichen Handschlag beendet. Sie erklärten anschließend, dass dieser Krieg zuletzt auch durch Polizei und Behörden provoziert worden wäre.

Um so wachsamer gaben sich Polizei und Behörden in Deutschland. Es hagelte Razzien und ein erstes Verbot des neuen Hells Angels-Charters Düsseldorf. Das Gerangel um die German Bike Week der Hells Angels und das Verbot ihres Abzeichens zu Anfang des neuen Jahrtausends ist eine eigene Geschichte, über die wir oft genug aufgeklärt hatten.

Gleichzeitig kam es immer wieder zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen Bandidos und Hells Angels, und schließlich gab es die ersten Toten. Das machte in der bürgerlichen Presse dicke Schlagzeilen. Parteien und Politiker profilierten sich mit Rufen nach weiteren Clubverboten. Am 27. April dieses Jahres verkündete Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie das Verbot des Bandidos MC Probationary Neumünster und des Hells Angels MC Flensburg. Im Interview mit BIKERS NEWS drückte er offen den Wunsch nach weiteren Verboten aus. Die Szene schien gebannt auf das Ergebnis der Konferenz aller Innenminister vom 28. bis zum 29. Mai zu warten.

Dem kamen Bandidos und Hells Angels nun mit der Ankündigung ihres Friedensschlusses zuvor. In einer gemeinsamen Presseerklärung erklärten sie allerdings deutlich, dass ihr öffentlicher Handschlag in keinem Zusammenhang mit der anstehenden Innenministerkonferenz stehen würde. Die Verhandlungen zwischen beiden Clubs hätten schon Wochen und Monate zuvor begonnen.

Welten prallen aufeinander


Die 50 Journalisten drängten sich nun im engen Zimmer der Anwaltskanzlei in Hannover …

... weiter geht’s in der aktuellen Ausgabe der BIKERS NEWS 07/2010






„Ehre und Respekt sind keine altmodischen Begriffe“


Wir sprachen mit den Pressesprechern von Hells Angels und Bandidos. Die Sensation: Sie beantworteten unsere Fragen gemeinsam

BN: Erstmal herzlichen Glückwunsch, dass es Euch gelungen ist, einen Weg zur Koexistenz zu finden. Nun habt Ihr Euch einen Tag vor der der Innenministerkonferenz die Hände gereicht. Es stand zu befürchten, dass auf dieser Innenministerkonferenz bundesweite Clubverbote ausgesprochen werden könnten.
Ihr betont, dass Euer Handschlag in keinem zeitlichen Zusammenhang mit der Konferenz stehen würde. Aber das Schema lief im skandinavischen Rockerkrieg trotzdem ähnlich ab: Es kam erst zu einem Friedensschluss, als Behörden und Polizei die Clubs entsprechend drangsalierten.
Hat Euch das drohende Verbot Eurer Clubs zum Friedensschluss bewegt?


Hells Angels & Bandidos: Die Einigung vor schon viel früher vorgesehen. Leider hat sich der Verhandlungsprozess in die Länge gezogen, weil bei den früheren Absprachen kein Konsens aller beteiligten Mitglieder erreicht werden konnte. Damit meinen wir nicht nur Absprachen zwischen den Clubs, sondern auch in den Clubs. So etwas realisiert man nicht von heute auf morgen.

BN: Wir hatten uns lange zurückgehalten, das Wort „Rockerkrieg“ auszusprechen, weil wir wissen, wie viele wachsame Behörden unsere BIKERS NEWS mitlesen. Wie würdet Ihr Euren Konflikt bezeichnen? War das eine Medien-Hysterie, oder gab es tatsächlich einen Krieg?

Hells Angels & Bandidos:
Wir sprechen von regionalen Konflikten, nicht von Krieg. Diese Konflikte wurden teilweise sehr intensiv geführt und in anderen Gegenden – das bestätigen auch die Behörden – gab es überhaupt nichts. Die Medien sind natürlich wieder voll auf das Thema eingestiegen und einige haben die Sache sogar noch gepusht.

BN: Was waren die Hintergründe der Auseinandersetzungen? Die Sensationspresse schreibt gerne von Verteilungskämpfen im Rotlichtmilieu und der Türsteher-Szene. Wenn wir uns aber zum Beispiel Verlauf und Urteile der „Rockermord“- Prozesse anschauen, war davon nie die Rede. Ging es also tatsächlich um altmodisch erscheinende Werte wie Ehre und Respekt?

Hells Angels & Bandidos: Diese ganzen Geschichten um Waffenhandel, Drogenhandel und Prostitution sind sowieso Quatsch, das weiß jeder, der die Szene kennt und das wissen auch die ermittelnden Behörden ganz genau. Darum ging es nie. Im Gegenteil, die Clubs haben sich von solchen Sachen immer öffentlich distanziert. Nicht selten kannten sich die Beteiligten persönlich, und den Taten gingen eben persönliche Geschichten voraus. Dass die Gangart teilweise übertrieben wurde, ist ja keine Frage.

BN: Habt Ihr jetzt Respekt voreinander? Erkennt Ihr Euch gegenseitig als gleichwertige Biker-Clubs an?

Hells Angels & Bandidos: Ehre und Respekt sind keineswegs altmodische Begriffe. Es sind vielmehr die Hauptgründe, warum die Clubs den enormen Zulauf der letzten Jahre erfahren haben. Ohne Respekt voreinander wäre es nicht möglich gewesen, sich die Hände zu reichen, und ohne Respekt voreinander wird es nicht möglich sein, sich an die Vereinbarung zu halten und eine Koexistenz zu realisieren.

BN: Wie ist es zur Kontaktaufnahme zwischen Euch gekommen? Gibt es Rote Telefone? Wo und wie und wie oft hattet Ihr Euch zu Gesprächen getroffen?


... weiter geht’s in der aktuellen Ausgabe der BIKERS NEWS 07/2010

Text: Ahlsdorf
Bilder: Volker Rost


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Stand:22 October 2019 23:41:10 Warning: fopen(cache/59a4b0d4548c37f501a9459fb2cd967e.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165