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Leserbriefe 09/07

Ein Auszug aus den veröffentlichten Leserbriefen in der aktuellen BIKERS NEWS Ausgabe Könner Hallo BN, Ihr schreibt auf Seite 8 in Heft 8/07, dass ihr nur Joghurtbecher im Straßengraben liegen seht und keine Chopper oder Custombikes. Aber wenn ich dann sechsmal weiter blättere, kommt ein Bericht über eine Testfahrt, in der Euer Chefredakteur mit einer Custom-Harley auf die Fresse fliegt!

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Bandidos
distanzieren sich

Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Berichte mehren, die eine Verbindung der deutschen Rockerszene zur NSU-Terrorzelle unterstellen, hat einer der bekanntesten deutschen Motorradclubs, der Bandidos MC, nun ausdrücklich Stellung bezogen.

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Die Original-Bikers-Urne soll ein Tribut an die Lebensphilosophie und den Lifestyle überzeugter Biker sein.
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Bikers News = Biker-Bravo


Immer wieder wird uns vorgeworfen, daß wir eine bessere „Biker-Bravo“ wären. Im Mai 2001 hatten wir deshalb zu deutlicheren Wortmeldungen aufgerufen. Es erreichten uns drei Leserbriefe, und die machen wir hiermit öffentlich - nicht ohne unseren Senf

Im Mai 2001 hatte Doc Baumanns Senf ein Thema aufgegriffen, zu dem sicher jeder Leser was zu sagen gehabt hätte. Doc stellte sich den immer wieder geäußerten Vorwürfen, daß BIKERS NEWS zur „Biker-Bravo“ verkommen würde. Die Vorwürfe kannten wir gut. Schließlich treiben wir uns genug in der Szene rum. Und wenn die Gäste einer Biker-Party uns gegenüber auch sonst den Mund nicht aufkriegen – nach dem fünften Bier können sie dann wenigstens nochmal „Biker-Bravo“ rauslallen, uns aber nicht mehr erklären, was sie damit meinen. Docs Aufruf, uns das Ganze mal nüchtern und schriftlich zu erklären, war also längst mal fällig. Wir hofften, die Leser würden „die Gelegenheit wahrnehmen, die Richtung unseres Heftes konstruktiv mitzubestimmen“ – so jedenfalls formulierte Doc es in seinem Aufruf.

Wie die Kritik ausfiel, das war uns schon bekannt
 
Auweia, dachten wir im BN-Team, jetzt hagelts Leserbriefe. Dem war nicht so. Insgesamt flatterten so um die zehn Briefe in unseren Postkasten. Die meisten beschwichtigten uns sogar. Unser Heft sei toll, wir sollten uns nicht beirren lassen und weiter so machen. Drei Briefe aber äußerten wirklich Kritik. Das freute uns zunächst. Wie die Kritik allerdings ausfiel, war altbekannt: Leser Andy kritisierte die kleinen Clubs und Leserin Frauke kritisierte die großen Clubs. Beide beschwerten sich jeweils darüber, daß wir zu viel und zu wohlwollend über die jeweils Falschen berichten würden. Naja, man kanns eben keinem recht machen, zogen wir als Lehre daraus. Zumal ein dritter Brief, der von Frank, die gute alte Zeit beschwor, in der alles besser gewesen sei. Klar, wir sind alt geworden, auch wir in der Redaktion. Da dürfen wir natürlich behaupten, daß alles mal besser war. Haben unserer Väter, gegen die wir einst aufmuckten, ja auch nicht anders gemacht.
Grund genug, einfach weiter zu machen? Machen wir. Trotzdem veröffentlichen wir die Briefe in jeweils voller Länge, um ebenso ausführlich auf sie einzugehen. Damit sollte das Thema „Biker-Bravo“ ein- für allemal abgeschlossen sein. Oder hat dann noch jemand was zu sagen?



Guten Tag Herr Doktor,

Du beschwerst Dich wirklich darüber, daß man euch Biker Bravo nennt? Vielleicht denkst Du mal darüber nach, für wen Ihr eure Zeitung macht. Denkst Du wirklich, sie ist für die Rocker? Das war vieleicht früher mal so. Heute ist sie für die ganzen komischen Clubs, die da überall so rumkreuchen und -fleuchen.
Wenn man sieht, was hier in Deutschland so abgeht, könnte man das große Kotzen bekommen.Jeden Monat sieht man aufs Neue, was sich da wieder für Clubs gegründet haben. Und dann diese total bescheuerten Namen, die sie sich geben. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen, wenn man diese Namen liest!
Schaut mal nach Europa und weit ins Ausland. In den meisten Ländern macht keiner mal so auf die Schnelle einen Club auf. Da wird gemeinsam von den Patch-Holdern entschieden, ob sie würdig sind oder nicht. Nur bei uns kann jeder Depp seinen Club gründen und Rocker spielen. Echt traurig!
Wenn man sich mal in der sogenannten Szene umschaut, sind die allermeisten doch nur Fastnachtvereine und sonst nichts. Die meisten machen sich für ihre Sache, für die sie zu stehen glauben, nicht mal ein bißchen gerade.
Naja genug aufgeregt. Zum Thema Biker-Bravo: Für die, über die ich gerade geschrieben habe, für die macht Ihr Euer Blatt. Nicht für wirkliche Rocker.
Und eure Umfragen sind absolut nicht repräsentativ, denn es sind die verkehrten Leute, die da antworten. Und warum melden sich nicht die Leute die es angehen sollte? Weil denen so ein Schwachsinn, der euch wichtig erscheint, am Arsch vorbei geht.
Gruß Andy
Bin selbst 1%er
P.S.: Bin mal gespannt, ob ich diesen Brief in Eurer Zeitung lese, oder ob Euch das zu krass ist. Oder doch zu kritisch? Denkt mal darüber nach!


Lieber Andy,

zu kritisch ist Dein Brief uns wirklich nicht. Wir bemerken sehr wohl, daß auch der eine oder andere „Fastnachtsverein“ sein Glück in der Biker-Szene versucht. Nur ist es nicht unser Job, ihn deswegen zu verurteilen. Jeder hat das Recht, einmal Anlauf zu nehmen. Ob er damit den richtigen Weg eingeschlagen hat, wird die Zeit beweisen. Die Richtigen bleiben bestehen und werden eines Tages MCs von Rang und Namen sein, die Falschen werden sich schnell wieder auflösen. Vielleicht helft Ihr dabei sogar ein bißchen nach, das ist ja Eurer Job – dann hoffentlich nur mit Ratschlägen und nicht mit Gewalt.
Aber selbst dann werden die Jungs möglicherweise nicht weniger echte Biker sein als Ihr. Und als BIKERS NEWS sind wir nun mal genauso für die freien Biker und die kleinen Clubs da, wie für Euch.
Wir geben zu, das Ganze hat nicht zuletzt geschäftliche Gründe. Es blieben für uns nur wenig Leser übrig, wenn wir ausschließlich ein Einprozenter-Magazin machen würden. Unser Heft muß für möglichst viele Leser attraktiv und appetitlich sein. Je mehr Leser wir haben, desto weniger müssen wir für Gotteslohn arbeiten.

Die Großen können froh sein, wenn möglichst viele Kleine von ihnen lesen

Aber das Geben und Nehmen in der Biker-Welt betrifft am Ende Euch selbst. Ihr verfügt über die Leute und die Infrastruktur, um die großen Events mit Zehntausenden von Gästen durchzuziehen. Und es liegt ja wohl in Eurem Interesse, wenn wir darüber professionell berichten und bei der Gelegenheit auch die Leute ansprechen, die ebenso Eure eigenen zahlenden Gäste sind. Spätestens aber, wenn bei Euch die nächste Razzia ins Haus steht, werdet Ihr froh sein, wenn wir mit unserem Bericht darüber möglichst viele Leser erreichen. Schließlich sind wir die einzigen, die Euch in solchen Fällen ausführlich zu Wort kommen lassen und auch mal der Polizei auf die Finger schauen.



Hallo Doc!

Ich werde versuchen, in Worte zu fassen, warum die BIKERS NEWS als Biker-Bravo bezeichnet wird.
Ich denke nicht, daß es von der Machart, dem Arbeitsaufwand und dem kommerziellen Erfolg her betrachtet schlecht ist, mit der Bravo verglichen zu werden. Die BN ist informativ, professionell herausgebracht, das Team leistet jeden Monat gute und professionelle Arbeit - darauf bezieht sich die Kritik ja auch nicht.
Es geht um die Inhalte, besonders die Berichte aus der Szene. Ich denke, das Problem der BN ist, daß die langjährigen Mitarbeiter der BN mit der Zeit „betriebsblind“ geworden sind. Wenn man sich lange mit einer Sache beschäftigt, verliert man unter Umständen den distanzierten Blick für seine Arbeit. Außerdem kann man sein Projekt immer nur von innen heraus beurteilen, es ist meist schwierig, die nötige Distanz zu wahren. Kein Mitarbeiter des BN-Teams ließt die BN so, wie die Käufer.
Außerdem habt Ihr durch eure Arbeit schon längst den Kontakt zur wirklichen Biker-Szene verloren: Die hat sich gewissermaßen an Euch vorbei weiterentwickelt. Die Szene besteht nicht nur aus Clubs mit den Farben Rot, Weiß, Gelb, Schwarz und Gold. Und die Szene existiert auch nicht nur um Mannheim und die weitere Umbegung herum, sondern in ganz Deutschland. Ich glaube nicht, daß Ihr Informationen darüber habt, was zu Zeit gerade alles in zum Beispiel der Norddeutschen Biker-Szene passiert.
Habt Ihr seichte, nichtssagende Artikel drin? Ja! Hebt Ihr irgendwelche Stars aus der Szene auf die Bühne und feiert sie unkritisch? Ja, besonders zwei, drei, vier große, bundes- und weltweit agierende Clubs.
Teilweise recherchiert Ihr Eure Beiträge gefährlich nachlässig und verfälscht damit die Fakten (eben wie die Bravo und die Regenbogenpresse). Zum Beispiel die Berichte über die Schießerei bei den Highway Wolves: Nicht umsonst wurde in Leipzig der Prozeß gegen zwölf Member des Gremium MC eröffnet.
Ich weiß, daß ich nicht nur für mich selbst spreche, und ich hoffe, daß Ihr diese Kritik nicht nur als blödes Gelaber und Rechthaberei abtut.
Für die Weiterentwicklung der BN (Ihr wollt sie ja schließlich weiter verkaufen und von dem Erlös leben) sind meiner Meinung nach jede Menge Bodenhaftung, Kontakt zur Szene, Kritikfähigkeit und vor allem kritische Berichterstattung nötig, sonst ist die BN eines Tages tot, weil sie keiner mehr kauft.
Wenn man nicht konsequent neutral sein kann und das Srachrohr der Biker-Szene sein kann, sollte man entweder keine Zeitung mehr machen oder nur noch eine, die ganz klar Position bezieht. Ich hab’ da in der BN mal einen Artikel über eine Biker-Zeitung, die von Hells Angels herausgegeben wird, gelesen. Da weiß man wenigsten woran man ist! Zitat der Söldner aus dem 30-jährigen Krieg: Wess’ Brot ich eß, dess’ Lied ich sing.
Gruß Frauke


Liebe Frauke,

das sind ja eine Menge Koffer, die Du bei uns abstellst. Du wirst nun schon den Brief von Andy gelesen haben, der offensichtlich zu einem der Clubs gehört, über deren Berichte Du Dich beklagst. Wie schon gesagt, wir könnens keinem recht machen, aber da wir von beiden Seiten stets ungefähr gleich viel Kritik kassieren, liegen wir wohl ganz gut in der Mitte. Um es nochmal deutlich zu sagen, hoffentlich zum letzten Mal: Wir essen niemandes Brot, und genau das zeichnet unseren Rang und Stellenwert aus, den wir über die Szene hinaus auch bei Bürgern, Behörden und Polizei genießen.
Bedenke aber bitte, daß es die großen Clubs sind, die den Stil der Biker geprägt haben. Manchmal wundert es uns schon, wenn einer Leder, Kutte und Sonnenbrille trägt, und sich genau über die beschwert, von denen er Lebensstil und Outfit abgekupfert hat. Oft genug erhebt dann sogar sein Club, der ganz ohne Chapter irgendwo in der fränkischen Taiga residiert, seinerseits Gebietsansprüche für die nächsten drei Nachbardörfer. Sollen wir dessen Klage ernst nehmen, wenn sein Club von einem größeren dichtgemacht wird?

Wurstschnappen in der fränkischen Taiga interessiert nicht wirklich jeden

Wir meinen schon, daß den großen Clubs ein ihnen gemäßer Platz in unserem Heft zukommt. Schön wär es trotzdem, wenn die Anwälte der kleinen Clubs sich wirklich mal die Mühe machen würden, und die Seiten zählen und vergleichen würden, auf denen wir große wie kleine Clubs zu Wort kommen lassen. Und sei uns nicht böse, wenn wir dem Faßrollen und Wurstschnappen eines kleinen Clubs auf seiner letzten Jahresparty mit 200 Gästen nicht fünf Seiten Platz geben. Das interessiert nämlich keinen Leser, außer die Member des Clubs selbst – so gerne wir selbst uns auf solchen Treffen herumtreiben.
Damit kommen wir zu einem durchaus ernsten Punkt Deiner Kritik: Wir hätten keine Bodenhaftung mehr und den Kontakt zur Szene verloren. Da liegst Du einfach falsch. Wenn Leser zum Beweis anführen, daß sie noch keinen unserer Redakteure getroffen hätten, dann sollten sie auch in diesem Fall mal rechnen. Gestatte mir, in diesem Fall persönlich zu werden, weils mir so am Herzen liegt: Für 52 Wochenenden im Jahr kann ich mich wirklich nicht klonen. Persönlich bin ich im Jahresschnitt jede zweite Woche auf irgendeiner Bikerveranstaltung oder einem Treffen. Nebenher arbeite ich noch fünf Tage in der Woche für dieses Magazin. Bleiben also 25 Veranstaltungen – bei mehreren tausend Clubs in Deutschland, die alle mindestens eine Party im Jahr steigen lassen. Rechnerisch ist es also kaum möglich, daß wir uns über den Weg laufen. Wenn doch, dann würdest Du mich, wie die meisten womöglich kaum ansprechen. Da haben wir nämlich unsere Erfahrungen: Oft genug hatten wir unser Kommen auf großen Veranstaltungen, wie Schleiz, angekündigt. Auf dem Jahrestreffen der Biker Union hättet Ihr uns gar auf dem Podium der Mitgliederversammlung ansprechen können. In der Regel kamen dann aber nur ein oder zwei Mann am späten Abend an unseren Stand. Wenn sie schon genügend Bier drinhatten, wollten sie sich darüber beschweren, daß ihre Kleinanzeige nicht termingerecht veröffentlicht worden wäre. Hab Verständnis, wenn wir unsere Zeit jetzt effizienter nutzen.

Wenn wir über Mißstände mal nicht berichten, dann aus gutem Grund

Du siehst, es liegt nicht an uns. Zum norddeutschen Defizit, über das öfter geklagt wird: Wir sind in den letzten Jahren regelmäßig auf der norddeutschen Präsiversammlung gewesen und haben darüber berichtet. Auch da gab es genügend Gelegenheit, uns anzusprechen und uns Dinge zu erzählen, von denen Ihr glaubt, daß wir sie nicht wissen. Darüber hinaus empfehlen wir Dir auch in diesem Fall, einfach mal zu zählen, ob wir wirklich so wenig Berichte aus Norddeutschland veröffentlichen. Wenn wir über Mißstände mal nicht berichten, dann jedenfalls aus gutem Grund: Nämlich weil die Betroffen selbst es nicht wünschen, daß wir – zum Beispiel – über die Schließung ihres Clubs berichten. Daran halten wir uns, weil wir ihnen gegenüber in der Verantwortung stehen.
Damit zu Deiner nächsten Kritik: Wir recherchieren nicht gefährlich nachlässig. Allerdings berichten wir im Zweifelsfall lieber gar nicht, als daß wir was Falsches schreiben würden. Und gerade im Fall der Auseinandersetzung zwischen Highway Wolves und Gremium MC ist bei uns nichts zu kurz gekommen. Im September-Heft des letzten Jahres hatten wir nicht nur über den Prozess-Ausgang berichtet, BIKERS NEWS war sogar vor Ort, weil als Sachverständiger vor Gericht geladen.
Und nun zum letzten: Gegen eventuelle Betriebsblindheit kämpfen wir mit jedem Heft aufs Neue an. Da müssen wir wirklich vorsichtig sein. Allerdings hegen wir nicht die Sorge, daß uns keiner mehr kaufen würde. Im Gegenteil, soviel können wir Dir verraten: Mit unseren Verkaufszahlen geht es kontinuierlich voran, was nicht nur dafür spricht, daß wir unser eigenes Heft nach wie vor auch als Leser lesen. Darüber hinaus sind wir im Lauf der Jahre einfach besser geworden. Und damit zum letzten Brief von Frank



Betreff Biker Bravo

Ich finde den Begriff Biker Bravo schon richtig, da ich der alten BIKERS NEWS ohne einen Schuß Nostalgie nachtrauere. Wie bei der Bravo ist eben alles schön bunt und nett, aber eben auch recht oberflächlich und zahm geworden. Mir wäre Inhalt mit klaren Worten wichtiger als bunte Bilder aus Daytona. Um das Heft in seiner heutigen Form finanzieren zu können ist allerdings eine breitere Käuferschaft erforderlich, der man eben manche frühere Derbheit in Wort und Bild nicht zumuten kann. So wird dieser Leserschaft, die auch nicht mehr nur aus Bikern besteht, eben etwas von der schönen bunten Bikerwelt erzählt, mit viel Spaß, Titten und Bier. Womit ein Teil der Neugründungen von Clubs erklärt ist. Wenn doch alles so toll und einfach wäre!
Richtig ist aber auch, daß Ihr Euch in vielen Bereichen für die Szene einsetzt, weshalb eine reine negative Sicht der Dinge unfair wäre. Außerdem tröstet Euch, die richtige Bravo ist in ihrem Bereich führend und wenn man es mal vergleicht, gelesen hat sie jeder, auch wenn es mancher leugnet. Stimmt’s Doc?
Gruß Frank/Greif MC

Lieber Frank,

Du vermißt die klare Sprache der alten Tage? Zugegeben, wenn unser alter Verlagsgründer Fips uns manchmal erzählt, was er damals, vor 20 Jahren, so geschrieben hat, wundert er sich selbst, wie er das überlebt hat. In der Rockerszene kann’s schon mal schnell zur Sache gehen, und eine klare Sprache hat dann leicht ein blaues Auge zur Folge. Wenn’s dabei nur um uns selbst ginge, hätten wir Schiß, soviel geben wir ebenfalls zu. Wir haben aber auch Verantwortung.
Als wir vor 20 Jahren anfingen, waren wir das einzige Magazin dieser Art in Deutschland. Wir mußten unsere Erfahrungen selbst machen und erst lernen, wie schnell eine unbedachte Formulierung von uns auch einem Club Ärger einbringen kann. Wir helfen einem kleinen Club nicht unbedingt, wenn wir von seiner Auflösung durch einen größeren berichten. Meistens sind es die Betroffenen selbst, die uns dann bitten, besser nichts zu schreiben. Zu bedenken ist auch, daß Polizei und Behörden unser Heft sehr aufmerksam lesen. Wir mußten erst erleben, wie Bikerparties oder ganze Clubs wegen einer unglücklichen Formulierung unsererseits von Behörden geschlossen wurden. Und umgekehrt mußten wir lernen, daß Einprozenterclubs nicht verpflichtet sind, der Öffentlichkeit alles von sich preiszugeben. Unser gelegentliches Schweigen hat also gute Gründe.
Es war Doc Baumann, der der BIKERS NEWS ihr eigentliches Profil gegeben hat. Wir wurden zu einer Rocker-Zeitschrift, die Themen durchaus mit Vorsicht und Bedacht aufgreift, und die sich dafür auch mal einer Sache gründlicher annimmt. Das brachte uns noch andere Leser, als Rocker und Biker ein. Und das war nicht unbedingt ein Nachteil. Denn so bekam die Stimme der Rocker auch in bürgerlichen Kreisen endlich ein Gewicht.
Mein Anliegen ist es, darüber hinaus unseren Lesern ein Ratgeber zu sein. Auch für die, die unser Einprozenter Andy nicht für ganz so voll nimmt. Deshalb findet Ihr immer wieder mal einen Artikel über die Zulässigkeit von seitlichen Kennzeichen oder darüber, mit welchem Colour Ihr auf der Straße Ärger bekommen könntet. Was sich daraus für den Leser ergibt, nennt man Gebrauchswert. Alles in allem jedenfalls eine Entwicklung in jede andere Richtung, als in die einer Biker-Bravo.

Biker-Bravo – das lassen wir nur in einer Beziehung gelten

Nur in einer Beziehung könnten wir den Vorwurf der Biker-Bravo gelten lassen: Das betrifft die möglicherweise schönfärberischen Berichte von Parties, Treffen und Veranstaltungen. Hier liegt sicher was im Argen, an dem auch wir keine Freude haben. Den meisten Berichte dieser Art geben wir deshalb längst nicht mehrere Seiten, sondern komprimieren sie in unserer Rubrik „Aus der Szene“.
Die Gründe für den trotzdem weiterhin bestehenden Mißstand sind vielschichtig. Es steht uns nicht zu, Clubs zu kritisieren. Wir haben ja in den vorigen Antworten schon erklärt, warum wir uns nicht zum Richter über einzelne Clubs erheben werden. Auch eine Party mag der eine für wohlgelungen halten, der andere für eine Pleite. Vielleicht, weil sein Colour eine andere Farbe hat, als die des Veranstalters. Also werden wir uns da tunlichst nicht einmischen.
Umgekehrt verstehen wir uns als Anwalt und als Forum aller Clubs. Jeder Club hat bei uns ein Recht darauf, nicht in die Pfanne gehauen zu werden, sondern so dargestellt zu werden, wie er sich sieht. Wenn er dann nicht mehr von sich zu bieten hat, als einen langweiligen Schönwetter-Bericht, spricht das gegen den Club, nicht aber gegen uns.
Wir arbeiten trotzdem daran, auch diesen Mißstand auszumerzen. Und wohlgemerkt, genau damit stands in den ersten Jahren der BIKERS NEWS noch schlimmer, als Berichte dieser Art sich über zahllose Seiten erstreckten. Sprechen wir uns also in ein paar Jahren wieder, und schauen wir, ob BIKERS NEWS noch besser geworden ist. Bis dahin wollen wir jedenfalls von einer „Biker-Bravo“ nichts mehr hören.

Michael Ahlsdorf



Harley-Last

Es ist schon ein Kreuz: Immer wieder beschweren sich Leser, daß wir den Harleys im Heft zu viel Platz gäben. Gleichzeitig entnehmen wir unserer Leserumfrage, die wir übrigens für absolut repräsentativ halten, daß das Wunschmotorrad von 80% unserer Leser eine Harley sei. Auf wen sollen wir denn nun hören?
Rechnen wir einfach mal ein Vierteljahr BIKERS NEWS durch:

August 2001:
Harley: 3 (inklusive Vorstellung der neuen V-Rod, das mußte nun wirklich sein)
Yamaha Drag Star: 1
Triumph: 1
Yamaha Wild Star: 1
Moto Guzzi: 1
Suzuki GSX-R: 1

September 2001
Harley: 2
Intruder: 1
BMW: 1

Oktober 2001
Harley: 2
Yamaha XS 650: 1
Yamaha Wild Star: 1
Suzuki Bandit: 1

November 2001
Harley: 1
Intruder: 2
Kawasaki CBR: 1

Dezember 2001:
Harley: 1
Intruder: 1
Yamaha V-Max: 1
Kawasaki: 1

Januar 2002:
Harley: 3
Intruder: 1
Yamaha Wild Star: 1

Macht für drei Ausgaben unterm Strich 12 Harleys gegen 18 Japaner und andere. Noch Fragen?


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Stand:13 July 2020 06:57:58 Warning: fopen(cache/006e60d370b0970bf00bad760dc6d3ab.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165