TätowierMagazin 25.06.2010
Text: Heiko Bilder: Gili Shani
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musik sonstiges

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Chris Liebing


DJ, Producer und Label-Chef – lange schon gehört Chris Liebing zu den ganz Großen im Techno-Bizz. Im TM-Interview spricht er über Tattoos in der Techno-Szene, seine detaillierten Beobachtungen während des Tätowierwerdens und die »Lehre für’s Leben«, die er persönlich aus dieser Erfahrung ziehen kann.


Techno DJ Chris Liebing über seine Tattoos

DJ, Producer und Label-Chef – Chris Liebing hat Techno zu seinem Beruf gemacht.


Früh schon fühlte sich der Gießener Christoph Liebing verantwortlich für die Auswahl der richtigen Party-Musik. Bereits auf Schulpartys war er nie der Typ, der einfach nur abfeiern wollte; er wollte aktiv mitgestalten. Also stand er hinter den Tapedecks, spielte Funk, Soul und alles Mögliche – bis ihn 1992/1993 der Kommerz-Kram nicht mehr flashte und er ein neues Genre für sich entdeckte: Techno. Da Chris grundsätzlich nur das spielt, was ihm selbst gerade gefällt, eröffnete er Anfang 1994 den Spinclub in Gießen, um sich dort ganz auf seine musikalische Neuorientierung konzentrieren zu können. Nach der Pleite des Clubs landete Chris bei Eye Q Records in Frankfurt – ein (wie sich später herausstellen sollte) wichtiger Karriereschritt für den jungen DJ, denn das Label war eng verbunden mit dem legendären Frankfurter Techno-Club Omen. »Ich saß abends noch im Büro und da kam einer vom Omen rein und sagte: ›Du, es sind echt alle krank, wir brauchen einen der am Anfang ein-zwei Stunden spielt, würdest du das machen?‹ Ich wusste gar nicht was da passierte. Da ich selbst nie im Omen war, weil ich immer im Gießener, Marburger Raum gespielt habe, war mir nicht bewusst, dass da ein ganzer Haufen Leute standen, die ihren rechten Arm gegeben hätten um da aufzulegen.« Aus den ein-zwei Stunden wurde ein ganzer Abend und aus dem Aushilfs-DJ ein Omen-Resident.

Techno DJ Chris Liebing Tattoo

In einer schmerzhaften acht Stunden Session entstand Chris’ erste Tätowierung; eine enorme Leistung und intensive Erfahrung für den DJ.


Nach der Schließung des Omens siedelte Chris ins U60311 über, in dem er seine eigene Party-Reihe »Es ist Freitagaaabend!« erhielt. Bereits im Omen hatten Chris und einige DJ-Kollegen den Begriff »Schranz« geprägt, der sich während der U60311-Zeit zu einem eigenständigen, harten und schnellen Techno-Genre entwickelte. Viele Liebing-Fans aus dieser Zeit sehen in Chris auch heute noch den »Godfather of Schranz«, er selbst distanziert sich jedoch – zumindest teilweise – von dem, was allgemein unter Schranz verstanden wird: »Hätte ich gewusst, dass das Wort so bekannt wird, dann hätte ich vielleicht ein anderes gewählt. Es hört sich schon ein bisschen merkwürdig an. Aber es hat damals wiedergegeben was ich gedacht habe – so schreddig – und es klingt halt so. Aber meine Definition war nie dass das unbedingt schnelle oder harte Musik ist, sondern ein gewisser Sound halt. Den Rest haben dann die Leute daraus gemacht. Ich habe gerade wieder eine Platte rausgebracht, die ist für mich der Inbegriff von Schranz. Ich würde das aber nicht mehr so nennen, weil es inzwischen von der Allgemeinheit umgedeutet wurde. Da halte ich lieber meinen Mund und sag’s nicht mehr. Ich spiele Techno. Alles andere wäre zu limitierend und würde etwas bestimmtes aussagen. Ich habe meinen Stil, aber da breche ich auch manchmal aus. Also nenne ich das Techno.« Und das passt, den Chris Liebing ist ein international gefeierter Techno DJ, Producer und Label-Chef, der viel zu der Entwicklung des Technos beigesteuert hat. Im Zuge der Techno-Großveranstaltung »Time Warp«, sprach TM-Reporter Heiko in Mannheim mit Chris über seine erste Tattoo-Session, die für den DJ mit einer spirituellen Erkenntnis verknüpft war.

Techno DJ Chris Liebing Tattoo

Chris wollte dass seine Tattoos Energie und Harmonie ausdrücken. Sein Tätowierer, Claus Fuhrmann aus Wien, hat dies gekonnt umgesetzt – ganz ohne Vorlage; die Chemie zwischen beiden hat einfach gestimmt.


Welchen Stellenwert haben Tattoos in der Techno-Szene? Verglichen mit Leuten im HipHop oder im Rock sind Raver und DJs wesentlich seltener tätowiert; oder gib es da andere Beobachtungen von deiner Seite aus?
Nein, der Stellenwert ist definitiv nicht so hoch. Was aber nicht heißt, dass sich das nicht noch entwickelt. Techno ist ja eine relativ junge Musik – gut, HipHop auch – aber die kommt von der Straße, wo Tattoos schon verbreitet waren. Ich finde Tätowieren ist eine Ausdrucksform, man gibt damit Statements ab; vielleicht hat sich das in der Techno-Szene noch nicht so ganz verbreitet.

Hat Techno überhaupt ein Statement?
Ja, absolut. Das Statement würde ich beschreiben … das man sich zusammen findet, um zu tanzen, um aufzuhören zu denken, um nur noch zu hören und zu fühlen; um sich dadurch zu öffnen und die Erfahrung zu machen, dass alles eins ist. Sich in der Musik verlieren, um sich für alles andere zu öffnen.

Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Juli-Ausgabe 2010

www.myspace.com/chrisliebing
www.twitter.com/chrisliebing
www.youtube.com/createlearnrealize
Facebook: Chris-Liebing-Official


Text: Heiko
Bilder: Gili Shani


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Stand:05 July 2020 16:08:32 Warning: fopen(cache/4a6071c021131b2b2c4a0a2ee7a5f1cc.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165