Wanda Jackson


Der einzige Stress in ihrem Leben sei es, pünktlich den Flieger zu bekommen, meint Wanda Jackson. Bevor es abends losgeht, nutzt sie die Zeit im Hotel, um auszuspannenAls ich an diesem Herbstabend die Telefonnummer von Wanda Jackson wähle, bin ich nervöser als ich es sonst vor einem Interview bin. Wanda Jackson – die erste Frau des Rock’n’Rolls, die mit Elvis nicht nur tourte, sondern auch eine Romanze mit ihm hatte. Dann antwortet sie: „Hello, this is Wanda“, ihre Stimme klingt freundlich und warm – wie die meiner Oma.


DYNAMITE: Wanda, wie oft haben Sie den Song „Let’s Have A Party“ schätzungsweise schon gesungen, seit er 1960 zu einem der bekanntesten Rock’n’Roll-Hits überhaupt wurde?
Wanda: Ach du meine Güte. Darüber habe ich nicht Buch geführt, ich würde sagen, hunderte Male – mehrere hundert Male.

DYNAMITE: Der Titel Ihres vorletzten Albums verrät es bereits: „The Party Ain’t Over“. Woher nehmen Sie auch nach 60 Jahren im Musikbusiness noch all diese Energie?
Wanda: Trotz einiger Schmerzen, mit denen ich mich herumplagen muss, bin ich doch mit guter Gesundheit gesegnet. Ich denke, das ist das Wichtigste. Ansonsten ist es natürlich die Musik, die mich weitermachen lässt. Auch wenn ich zugeben muss, dass das viele Reisen von Tag zu Tag härter wird.

DYNAMITE: Das Album wurde von Jack White produziert und auf seinem Label Third Man Records veröffentlicht. Hatten Sie Bedenken, dass der junge Musiker etwas von Ihnen verlangen könnte, mit dem Sie sich nicht identifizieren können?
Wanda: Nein. Er hat mir von Anfang an versichert, dass er weder mich als Person noch meinen Stil und meine Musik verändern möchte. Er hat mir lediglich neues Material und frische Songs gegeben, die auch wirklich sehr gut von meinen Fans angenommen worden sind – sie lieben das Album. Ich bin sehr froh über unsere Zusammenarbeit. Jack White hat mich ins 21. Jahrhundert gebracht.


„Auch Musiker zu sein, ist nicht immer der perfekte Job. Sonst würden ihn wohl auch alle machen“, sagt Wanda Jackson im Interview – dennoch liebt sie ihn bis heute und steht noch gerne auf der Bühne, wie z. B. 2011 im Münchener 59:1Auf gut Deutsch


DYNAMITE: In den Sechzigern haben Sie Songs auf Deutsch und Japanisch herausgebracht, dabei sprechen Sie weder die eine noch die andere Sprache. Wie haben Sie es damals geschafft, diese Texte zu lernen? Das muss sehr schwierig gewesen sein.
Wanda: Oh ja, besonders Deutsch, das war sehr hart. Ich denke, es hat geklappt, weil ich jung genug für eine solche Herausforderung war und viel Geduld mitgebracht habe. Man hatte mir das damals angeboten, weil meine Stimme sehr dankbar für die deutsche Sprache sei. Es wurden extra Songs für mich geschrieben und mir wurde jemand zur Seite gestellt, der mir mit der Aussprache half. Trotzdem fiel es mir schwer. Ich musste mir Wort für Wort in Lautschrift aufschreiben und so dauerte es trotz all der Vorbereitungen ganze sechs Stunden am Mikrofon, um den Gesang für einen einzigen Song aufzunehmen. Das war so frustrierend, am liebsten hätte ich alles hingeschmissen, aber dafür war es zu spät. Am Ende war ich froh, es durchgezogen zu haben, denn 1965 landete ich mit „Santo Domingo“ schließlich einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. Er wurde zu einem echten Evergreen-Song. Das macht mich bis heute sehr glücklich.


50 Jahre glücklich verheiratet


Wanda Jackson  im Berliner Bassy Club DYNAMITE: Sie sind seit 50 Jahren mit ihrem Mann Wendell Goodman verheiratet. In der heutigen Zeit ist eine gut funktionierende und langlebige Ehe keine Selbstverständlichkeit mehr. Was ist Ihr Geheimnis?
Wanda: Es gibt kein Rezept. Man muss die andere Person einfach sehr lieben. Und nicht nur das, denn man kann eine Menge Dinge lieben, man muss verliebt sein. Für uns war es ein sehr wichtiger Schritt zu heiraten. Wir heirateten, um zusammen sein zu können. Er gab sogar seinen Job auf und wurde mein Manager. Wir teilten schon damals alle Interessen und wuchsen zusammen, privat und auch im Musikbusiness. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt in unserem gemeinsamen Leben ist Jesus Christus. 1971 sind wir Christen geworden und das hat uns als Menschen von Grund auf verändert. Unsere Ehe ist dadurch zu einem so starken Band geworden, dass diese durch nichts mehr kaputt gehen kann. Wir setzen durch unseren Glauben die richtigen Prioritäten in unserem Leben, können leichter verzeihen und wirklich bedingungslos lieben. Bitte vergessen Sie nicht, Jesus Christus in der Endfassung dieses Interviews zu erwähnen, denn ihm haben wir unsere Ehe zu verdanken.
 
Wanda Jackson, die erste Frau des Rock’n’Rolls, die mit Elvis nicht nur tourte, sondern auch eine Romanze mit ihm hatteDYNAMITE: Aber inwiefern konnte Jesus mehr Einfluss auf Ihre Ehe haben als Sie selbst?
Wanda: Es ist das Verlangen danach, in erster Linie gottesfürchtig zu sein – in allem, was wir tun. Es geht nicht mehr darum, wer der Boss in unserer Ehe ist. Das war sowieso immer schwierig, zumal wir beide viel arbeiten und viel zu sagen haben. Seitdem Gott in unser beider Leben getreten ist, rückte all das in den Hintergrund, denn von da an ging es uns darum, ihm gemeinsam zu dienen. Stress, Streitigkeiten und Schuldgefühle hält Gott von uns fern. Das ist ein brandneues Leben.
Was glauben Sie, wie Ihr Leben verlaufen wäre, wenn Ihr Mann damals nicht seinen Job bei IBM aufgegeben hätte?
Hätte er es nicht getan, hätte ich meinen Job aufgegeben. Aufgrund der regelmäßigen und langen Reisen in meinem Job hat es keine Kompromissmöglichkeit gegeben. Ich habe ihm damals die Wahl gelassen, mit mir zusammen den Weg ins verrückte Showbusiness zu beschreiten oder eine Hausfrau an seiner Seite zu haben. Als Letztere wäre ich wahrscheinlich sehr unglücklich geworden. Das wusste er und hat sich dafür entschieden, mich auf meinem Weg zu begleiten – als mein Manager.

DYNAMITE: Hat er diese Entscheidung jemals bereut?
Wanda: Er sagt, dass er es nicht eine Minute bereut hat. Er liebt alle Aspekte seiner Arbeit und da er kein Performer ist, sondern sich um die anfallende Geschäftsarbeit kümmert, stehen wir auch nicht in einem Wettbewerb untereinander. Unser Leben ist absolut stressfrei, wir haben beide eine Arbeit, die uns Spaß macht und können dabei zusammen sein. Der einzige Stress in unserem Leben besteht darin, pünktlich zum Flughafen zu kommen.
 


Kein Plan B


DYNAMITE: Hatten Sie jemals die Nase voll von diesem turbulenten Leben und haben sich nach einem „normalen“ Alltag gesehnt?
Wanda: 1979 gab es einen Punkt in unserem Leben, an dem wir dachten, es wäre gut, uns noch ein zweites Standbein aufzubauen. Wir hatten eine Geschäftsidee zusammen mit Freunden, stellten das Reisen ein und zogen mit unserer Familie von Oklahoma nach Texas. Das war das härteste Jahr meines Lebens. Wir mussten dreimal in einem Jahr umziehen und noch dazu brach ich mir das Bein. Ich konnte nicht mehr. Schließlich habe ich viel Gospel gesungen und es stellte sich heraus, dass mein Mann ein guter Redner ist. So haben wir auch das miteinander verbunden und am Ende 15 Jahre lang ein Predigtamt betrieben. Das war eine schöne Zeit.

DYNAMITE: Welchen Job hätten Sie ergriffen, wenn Sie keine erfolgreiche Sängerin geworden wären, die von ihrer Musik leben kann?
Wanda: Was ich geworden wäre? Wahrscheinlich verrückt. Die Musik ist schon immer mein einziger Traum gewesen und ich habe nie auch nur einen Gedanken an eine Alternative verschwendet. Es hat nie einen Plan B für mein Leben gegeben, ich wollte immer nur Sängerin sein. Hätte das nicht geklappt, wäre ich aufgeschmissen gewesen.


No drugs, just rock’n’roll


Wanda Jackson im Jahre 1956DYNAMITE: Auf Ihrem letzten Album haben Sie auch einen Song von Amy Winehouse gecovert, die kurz darauf im Alter von 27 Jahren gestorben ist, wie bereits einige andere große Musiker vor ihr. Sie hat demnach nicht einmal ein Jahrzehnt im Musikbusiness überlebt. Was glauben Sie, weshalb der Rock’n’Roll vielen jungen Musikern zum Verhängnis wird?
Wanda: Ja, das ist eine sehr traurige Geschichte. Ich denke, jeder hat damals mitbekommen, dass Amy Probleme hatte und dass ihr Lebensstil ihr nicht gut tut. Aber ich denke, dass jeder diesbezüglich eine Entscheidung für sich treffen muss. Auch ich bin mit Drogen konfrontiert worden in meinem Leben, aber ich habe mich nie dafür entschieden, weil ich einfach nie das Verlangen hatte. Glücklicherweise.
Aber Sie haben im Laufe der Jahre bestimmt einige andere Musiker kennengelernt, denen es anders ging. Welche Auswirkungen hatte das auf Sie?
Wann immer ich mit Drogen- oder übermäßigem Alkoholkonsum von Kollegen konfrontiert war, hat mich das nur mehr abgeschreckt. Denn ich konnte sehen, wie sie ihr Leben zerstören. Sie selbst sahen das nicht, Außenstehende schon.

DYNAMITE: Welcher Teil Ihrer Karriere war der aufreibendste und inwiefern?
Wanda: Die Zeit, in der die Entscheidung im Raum stand, Rock’n’Roll zu machen oder nicht, war eine sehr aufregende und turbulente Phase in meinem Leben. Aber ich habe nie bereut, dass ich den Schritt gewagt habe, denn mit Countrymusik hätte ich niemals so viele Platten verkauft und einen solchen Erfolg gehabt. Eine weitere große Entscheidung war es, als ich Jahre später nur noch Gospelmusik machte und ich dann zurück zum Rockabilly
wollte. Denn mittlerweile war Jesus in mein Leben getreten. Doch die wichtigste Einsicht war, dass Jesus will, dass wir glücklich sind. Manche Leute glauben, dass Gott nicht will, dass wir Spaß haben und unser Leben leben, aber das ist eine Lüge.


Allein unter Männern


DYNAMITE: In den Fünfzigern hat die Rock’n’Roll-Bewegung die Elterngeneration weltweit in Angst und Schrecken versetzt. Noch dazu war die Frauenrolle eine ganz andere. Mit welchen Reaktionen sind Sie damals als erste Frau des Rock’n’Rolls konfrontiert worden?
Wanda: Das ist wahr, die Rolle der Frau war eine vollkommen andere und bis heute war es ein langer Weg. Mittlerweile gibt es Frauen in Führungspositionen, sogar in der Politik. Damals war das undenkbar und das ist auch der Hauptgrund gewesen, weshalb ich erst zögerte, zum Rock’n’Roll zu wechseln. Denn mir war klar, dass die Gesellschaft kein Mädchen akzeptieren würde, das eine solche – ohnehin skandalöse – Musik macht.

DYNAMITE: Es war Elvis, der Ihnen damals dazu geraten hat, von Country zu Rock’n’Roll zu wechseln und er nahm Sie später auch mit auf Tour. Aber wie sah es mit der Akzeptanz unter den restlichen männlichen Musiker-Kollegen aus?
Wanda: Oh, mit denen gab es keine Probleme, die haben sich alle für mich gefreut. Wir saßen schließlich im gleichen Boot, wir alle fühlten uns als Sänger berufen und sie wussten, dass man es dann auch durchziehen muss, um glücklich im Leben zu werden. Sie freuten sich wirklich für mich.

DYNAMITE: Sind Sie manchmal etwas neidisch auf die jungen Musikerinnen von heute und die Möglichkeiten, die sie haben?
Wanda: Natürlich gibt es einiges an Möglichkeiten heutzutage, die ich damals auch gerne gehabt hätte, aber ich kann mich nicht beschweren. Ich bin in meinem Leben sehr vom Glück verwöhnt worden. Ich habe nicht zu klagen.

DYNAMITE: Viele junge Menschen beschweren sich darüber, dass alles schon einmal da war und dass es fast unmöglich geworden ist zu rebellieren. Wie sehen Sie das, ist das Jammern auf hohem Niveau?
Wanda: Wenn die jungen Leute glauben, dass sie machen können, was sie wollen und Rebellion unmöglich geworden ist, dann liegen sie falsch. Sie müssen nur ihre Möglichkeiten herausfinden. Zudem geht es nicht darum zu rebellieren, sondern seine Träume zu verwirklichen. Und auch die jungen Leute von heute haben Träume. Es gibt eine Menge heller Köpfe da draußen und niemand sollte sich an der Umsetzung seiner Träume hindern lassen, weil die Öffentlichkeit sie möglicherweise nicht akzeptieren könnte. Es ist die Öffentlichkeit, die akzeptiert werden muss – nicht umgekehrt.

DYNAMITE: Sie leben Ihren Traum bis heute. Was halten Ihre Enkelkinder davon, dass ihre Oma die „Queen of Rock’n’Roll“ ist?
Wanda: Die finden das ziemlich cool. Sie sind sehr stolz auf mich.


Schallplatten, CDs und iPod


DYNAMITE: Welche Musik hören Sie privat am liebsten?
Wanda: ch bleibe nach wie vor der klassischen Countrymusik treu. Ich höre gerne Alan Jackson und ab und zu ist auch mal ein aktuelles Lied dabei, das mir gut gefällt, aber das kommt eher selten vor. Ich höre kein Radio und bin daher nicht immer auf dem neusten Stand. Ich trage immer einen Stapel CDs mit mir herum. Ich weiß, ich sollte mich dringend mit dieser iPod-Geschichte auseinandersetzen ... Wenn ich das nächste Mal eine längere Tourpause habe, sollte ich das lernen.

DYNAMITE: Hören Sie keine Schallplatten?
Wanda: Wir haben natürlich eine ordentliche Vinyl-Sammlung und auch einen Plattenspieler, aber wir sind so selten zu Hause und wenn, dann haben wir in der Regel gar keine Zeit dazu, uns hinzusetzen und in Ruhe Musik zu hören.

DYNAMITE: Nun zur letzten Frage. Wer ist Ihr persönlicher „King of Rock’n’Roll“?
Wanda: Das ist Elvis. Er wusste immer genau, was er tut und war seiner Zeit damals weit voraus. Er stand zu seiner Musik, auch wenn es ihm sehr weh tat, wenn wieder jemand eine schlechte Review oder etwas Negatives über seine Person schrieb. Solche Sachen verletzten ihn und machten ihn wütend. Nichtsdestotrotz war er eine tolle Persönlichkeit und ein großartiger Sänger. Elvis hatte eine der besten Stimmen überhaupt. Ich würde jederzeit für Elvis stimmen. Er ist mein „King of Rock’n’Roll“. «

www.wandajackson.com

Text: Diana Ringelsiep
Bilder: Non Such Records, Bear Family Records, Rock It Concerts, Klaus Kettner


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DYNAMITE 02.11.2012
Text: Diana Ringelsiep Bilder: Non Such Records, Bear Family Records, Rock It Concerts, Klaus Kettner
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