Ski?s Country Trash


Wenn man den Terminkalender des Ski King betrachtet, kann man kaum glauben, dass er und seine Country Trash-Kollegen noch irgendwie Zeit gefunden haben, ein neues Album aufzunehmen. Anlass genug, den Fünfen mal ein paar Fragen zu stellen ...


DYNAMITE: Das Booklet euer neuen Scheibe lässt stellenweise schon vermuten, dass sich einiges innerhalb der Band verändert hat. Worin bestehen für euch die Unterschiede von Country Trash früher zu Country Trash heute?
Ski King: Wir haben uns weiterentwickelt. Definitiv sind wir viel weiter in die Richtung gegangen, die ich immer angestrebt habe. Wir haben unseren Sound verbessert, wir haben neue Musiker und eine neue Art, Songs zu schreiben. Letztendlich haben wir erkannt, dass der Weg das Ziel ist und genau das ist eine „Neverending Road“.
Peter: Dadurch, dass jetzt Dog neu an den Drums ist, ergibt sich ein Plus an Dynamik und Punch. Ansonsten machen wir einfach, was uns musikalisch Spaß macht.
Dan: Zunächst einmal ist es ja so, dass sich die Besetzung seit der letzten Platte noch einige Male ändern musste, damit wir dort ankommen konnten, wo die Band jetzt ist – optisch sowie auch musikalisch. Aber ich denke, dass wir jetzt eine ganz besondere Konstellation erreicht haben, die vor allem live richtig überzeugen wird! Zuallererst hat sich, finde ich, ein bissl die Optik verändert. Wir wollten es so, den „dark abgefuckten Südstaaten-Look“ halt, fanden wir alle ziemlich geil! Bei dieser Platte dachte ich mir, dass ich mich songwritermäßig auch mal ein bissl einbringe und schrieb dann „Hail To The King“ und „Sweet Marie“. Einerseits ein anderer Einfluss, andererseits genau passend wie ich finde. Peters und meine Nummern ergänzen sich gut meiner Meinung nach. Was die Menschheit da draußen denkt, ist ja noch ’ne ganz andere Sache!


Neues Line-up mit Vollblutmusikern


DYNAMITE: Mit Dog am Schlagzeug, Dan an der Gitarre und Lea am Bass hast du dir drei Ausnahmetalente dazugeholt. Stell uns doch mal die neuen Country Trash-Mitglieder vor!
Ski King: Also die sind einfach top. Eine Traumbesetzung! Ich will jetzt nicht behaupten, dass das die Band ist, die immer bei mir spielt. Habe ich schon einmal gemacht im DYNAMITE und bevor das Teil gedruckt war, hatte ich schon Mitglieder verloren. Ich bin allerdings sehr glücklich, diese Leute bei mir zu haben! Daniel spielt noch, beziehungsweise spielte, bei den Heartbreak Engines, den Sewer Rats, Sarah Blackwood und den Frantic Flintstones. Mittlerweile hat er zwei Aufnahmestudios – eins in Essen, eins in Berlin mit Dog zusammen – und macht noch diverse andere Songwriter/Produktionstätigkeiten für andere Bands und Künstler!
Dog: Ich war beziehungsweise bin Schlagzeuger bei den H-Blockx, Abwärts, Nina Hagen, The BossHoss und diversen anderen Projekten. Nebenher betätige ich mich noch als Komponist und Produzent von diversen anderen Projekten und pendele dabei immer zwischen Berlin und Frankfurt.
Lea: Angefangen habe ich mit 13 in einer Metalcore-Band, danach habe ich immer mal hier, mal da gespielt, quer durch die Eifel mit Leuten in meinem Alter. Dann bin ich zu Mad Chapel gekommen, bei denen ich heute noch spiele. Als ich bei The Black Sheep eingestiegen bin, habe ich bald gemerkt, dass diese reine Pop-Band, zu der sich diese Band entwickelte, überhaupt nicht das war, was ich wollte. Aktuell spiele ich auch noch für Peggy Sugarhill.

DYNAMITE: Das neue Album ist sehr abwechslungsreich. Lasst ihr euch damit in irgendeine Schublade einordnen oder versucht ihr, genau das damit zu vermeiden?
Ski King: Niemals! Ich sehe es als heilige Mission, das scheiß Schubladendenken zu zersprengen. Ich habe das selbst nie gemacht und brauche es auch nicht. Ich möchte Musik so machen, wie ich mich fühle und nicht danach richten, ob das in irgendeine Schublade passt.
Peter: Schubladen sind langweilig!
Dan: Abwechslungsreich ist die Platte sicher, aber du wirst uns halt immer bei „Rock“ im CD-Regal finden! Schubladen sind Dinge, die du mittlerweile doch eh nicht mehr so hast, weil alle alles vermischen. Im Grunde ist es doch heute nun wirklich so, dass jeder zu denselben zwölf Akkorden tanzt, pogt, mosht, jived. Es ist nur eine andere Attitüde. Wir spielen halt Country, teilweise mit einer Punkrock-Attitüde!
Lea: Ich finde, man kann Country Trash nicht in irgendeine Schublade stecken, aber genau das macht diese Band aus. Hier feiern Psychos, Rockabillys, Cowboys und Metalheads zusammen!


Das komplette Interview könnt ihr im aktuellen DYNAMITE 03/12 nachlesen …

Text: Chris Hammer
Bilder: Ski?s Country Trash, Rebecca ?Becks? Hammer (www.beckstage.biz)


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DYNAMITE 23.03.2012
Text: Chris Hammer Bilder: Ski?s Country Trash, Rebecca ?Becks? Hammer (www.beckstage.biz)
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musik rock-and-roll

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Stand:12 August 2020 12:07:29 Warning: fopen(cache/646128d114572461ce06daea1ea8ec5d.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165