Los Tiki Phantoms




Obwohl die Ursprünge von Surfmusik in Kalifornien liegen, kommen die besten Bands mittlerweile aus Europa. Neu in der Szene sind die Los Tiki Phantoms aus Spanien, die mit ihrem gruseligen Image und rockigem Sound für Aufsehen sorgen. El Kahuna, Bassist der Combo, gibt uns nähere Einblicke in die Welt der Totenkopfmasken-Träger.



Dynamite: Hi, Jungs. Lasst uns mal ganz von vorne beginnen. Seit wann gibt es die Los Tiki Phantoms?
El Kahuna: Nun ja, wenn du dich umhörst, wirst du erfahren, dass diese Band seit 200 Jahren spielt. Wir sind schließlich die Geister des großen Tiki-Gottes, die auf der Erde umherwandeln... Ernsthaft betrachtet gibt es uns seit 2005.

DYNAMITE!: Was hat euch dazu gebracht, Surfmusik zu spielen? Ist das ein populäres Genre in Spanien?
El Kahuna: Einige von uns hat der Sound inspiriert, andere die Aussicht, mal eine ganz andere Musik zu spielen, und wiederum andere dachten sich: Mal sehen, was passiert, wenn ich mit den Typen Instrosurf spiele. Traurigerweise kann man nicht von einer Surfszene in Spanien reden, die uns inspirieren könnte. Es war mehr die Herausforderung zu versuchen, wie weit man es als Instrosurf-Band in Spanien bringen kann.

DYNAMITE!: Euer Sound ist ziemlich rockig und nicht so traditionell wie der vieler anderer Surfbands. Welche Bands und Genres haben euch inspiriert und was habt ihr musikalisch vor dieser Band gemacht?
El Kahuna: Wir haben alle unterschiedliche Musik gemacht – von Punk und Metal über Hardcore bis zu Powerpop – und das merkst du auch unseren Platten und Shows an. Das hebt uns etwas vom Rest ab. Wir sind keine klassische Surfband, weil wir nie eine sein wollten. Wir finden es wichtig, dass sich alle Einflüsse mischen können, denn Musik kann sich nur durch Vielfalt weiterentwickeln. Es gibt zu viele Surfbands wie aus dem Lehrbuch.


DYNAMITE!: Reden wir mal über die neue Platte. Was steckt hinter dem Titel „Y El Ejercito De Las Calaveras“?
El Kahuna: Die Geschichte, die hinter der Band steht, handelt von wiederauferstandenen Widerstandskämpfern, die die Welt durch Musik erobern wollen. Die Armee der Totenköpfe setzt sich aus allen Kreuzrittern zusammen, die für unsere Sache kämpfen! Bald wird der große Tiki-Gott wieder unter uns wandeln und ihr werdet alle bis zum Tod tanzen.
DYNAMITE!: Wie lange habt ihr an der Platte gearbeitet?
El Kahuna: Diese Platte war hart! Ich glaube, wir haben fünf Monate gebraucht, bis sie fertig war. Die erste ging super schnell, was die Kompositionen anging, und wir waren sehr glücklich mit dem Resultat, deswegen waren wir ziemlich perfektionistisch, was die neuen Songs anging. Außerdem hatten wir ständig Gigs, was die Sache ebenfalls verlangsamt hat.

DYNAMITE!: Wo habt ihr aufgenommen?
El Kahuna: Wir haben in den Ultramarinos Costa Brava Studios aufgenommen, weil wir wollten, dass die Platte so kraftvoll klingt wie unsere Liveauftritte. Sie sind es gewohnt mit Hardcore-, Punk- und Rockbands zu arbeiten und bringen erstaunliche Resultate – daher waren sie unsere erste Wahl. Wir haben live eingespielt, mit ein paar Overdubs.

DYNAMITE!: Euer Image dreht sich ja sehr um den Tod. Was fasziniert euch an Totenschädeln, Untoten und anderen Sachen dieser Art?
El Kahuna: Das ist schwer zu sagen, was genau uns daran fasziniert. Es ist einfach eine Sache, die schon immer da war – der Tod, Gräber, Totenschädel. Spinner wie wir fühlen sich immer von solchen Sachen angezogen, wir haben viele Traumata aus der Kindheit, mit denen wir klarkommen müssen, haha! Unser Image haben wir designt, um optischen Eindruck zu erzielen. Wir sind uns alle einig, dass bei einer Liveshow das Image genauso wichtig ist wie die Musik. Beide Sachen arbeiten zusammen, um eine Atmosphäre und ein Konzept zu erzeugen. Wir wollen die Aufmerksamkeit von jedem erregen und tun alles, was dafür nötig ist.

Das komplette Interview findet ihr in der DYNAMITE 03/11.


Text: Martin Schmidt
Bilder: Los Tiki Phantoms


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DYNAMITE 25.03.2011
Text: Martin Schmidt Bilder: Los Tiki Phantoms
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musik rock-and-roll

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