Elvis' Fressli - ein Weihnachtsdinner für den King!


Wir haben euch beim DYNAMITE schon so viel gezeigt: Auf welche Events ihr gehen könnt, wie ihr euch stilechte Fifties-Frisuren zaubert und was ihr dazu anziehen könnt – jetzt steht Weihnachten vor der Tür und wir möchten mit euch kochen.

Ich hätte euch Geschichten vom Coq au vin oder dem Zauber eines Zimt-Mandel-Parfaits erzählen können. Aber das hat a.) nichts mit Rock’n’Roll zu tun und b.) möchte ich euch gerne davor bewahren, das halbe Weihnachtsfest in der Küche zu stehen und dabei am Ende noch zu verzweifeln. Mit Musik sollte es etwas zu tun haben, einfach gelingen und richtig gut schmecken. Bei der Suche nach einem Menü bin ich auf Elvis gestoßen. Es ist kein Geheimnis, dass der King leidenschaftlich gerne speiste, aber er mochte es vor allem auch einfach. Daher habe ich aus seinen Lieblingsrezepten Vor-, Haupt- und Nachspeise ausgesucht und für euch den Kochlöffel geschwungen. Damit das richtige Feeling rüberkommt und ihr bei der Kochsession möglichst viel Spaß habt, habe ich zwei Tipps für euch, die sich bei mir bewährt haben: Die richtige Musik und süffiger Wein. Mit Musik geht bekanntlich alles besser und den Wein solltet ihr ja ruhig schon mal probieren, bevor ihr ihn euren Gästen zum Dinner reicht. Den Wein und die passende Empfehlung gab es von Rockabilly Weinkult. Und auf die Ohren gab es stilecht die beiden Weihnachts-Alben von Elvis Presley: „Elvis Sings The Wonderful World Of Christmas“ und „The Christmas Album“.


Einfach und gut


Sandwiches standen ganz oben auf Elvis’ Liste, daher haben wir für unsere Vorspeise auch ein Sandwich gewählt. Böse Zungen behaupten sogar, das Erdnussbutter-Bananen-Sandwich sei seine eigentliche Todesursache gewesen. Euch und euren Cholesterinwerten zu Liebe gibt es in unserem Menü daher das figurfreundlichere „Las Vegas“-Sandwich. Danach folgt im Hauptgang ein weiterer Elvis-Klassiker: der Hackbraten. Ihn soll er lieben gelernt haben, als er in Deutschland als Soldat stationiert war. Dazu werden Kartoffelstampf und Speckbohnen gereicht – simpel, aber vom King sehr geschätzte Beilagen. Als Nachspeise gibt es dann Bananen-Vanille-Pudding. Das Rezept zu Elvis’ Lieblingsdessert war auf der Verpackung von Nabisco’s Vanillewaffeln aufgedruckt. Er liebte es so sehr, dass in Graceland Tag und Nacht Portionen des Puddings im Kühlschrank standen. Inspirationen fand ich im Buch von Elizabeth Wolf-Cohen; „Das Original-Elvis-Kochbuch“ wird zwar nicht mehr verlegt, ihr bekommt es aber noch gebraucht im Antiquariat.



Vorspeise:

„Las Vegas“-Sandwich


Das Sandwich lässt sich super vorbereiten und ist denkbar einfach – dafür braucht es keinen Michelin-Stern.
Portionen: 6 Sandwich-Hälften

Die Sandwichhälften lassen sich toll mit den Spießchen von
Zutaten:

1 Tasse Majonäse (möglichst hausgemacht)
1 EL Zitronensaft
1 TL Zucker
2 EL Kapern
2 EL frisch gehackter Schnittlauch
2-3 Spritzer Tabasco
Pfeffer
Salz
9 große Scheiben Toastbrot, leicht getoastet
200 gr Hähnchenbrust, in Scheiben
2 Tomaten, in Scheiben
10 Salatblätter
12 Scheiben Bacon, kross gebraten
6 Scheiben Schweizer Käse
½ Avocado, in Scheiben
Gefüllte Oliven und Cocktailsticks



Zubereitung:

1. Für die Sauce die ersten acht Zutaten miteinander vermischen; wer’s scharf mag, nimmt noch etwas mehr Tabasco.

2. Das Brot gleichmäßig mit der Sauce bestreichen. Zwei von drei Scheiben mit der Hühnerbrust belegen und darauf Tomatenscheiben, Salatblätter und die Hälfte des Bacons legen. Auf eine der Scheiben die dritte Toast-Scheibe, mit der Saucen-Seite nach oben, darauflegen. Hier Käse, Avocado und Salatblätter draufpacken und zuletzt noch Tomatenscheiben und Frühstücksspeck hinzufügen. Die verbleibende Scheibe Toast mit der Saucen-Seite nach unten darauflegen, andrücken und mit Oliven-Spießchen durchstechen.

3. Das Gleiche noch zweimal mit den anderen Toast-Scheiben, die drei fertigen Sandwiches mit einem scharfen Messer diagonal durchschneiden.

Je schärfer das Messer und je behutsamer die Hände, desto besser lässt sich das Sandwich teilen.

Dazu passt: Rosé Frizzante



Hauptgang:


Der Höhepunkt eines jeden Dinners ist der Hauptgang. Mit dem Wein von

Hackbraten wie Elvis ihn mochte, dazu Kartoffelstampf und Prinzessbohnen im Speckmantel

Auch der Hauptgang lässt sich einfach zubereiten und vor allem gut vorbereiten. Das Schöne an Ofengerichten? Während das Teil im Ofen schmort, kann man bereits aufräumen, schon etwas anderes zubereiten oder einen Wein trinken.


Hackbraten
Portionen: Für 4-6 Personen (oder einen Elvis)

Zutaten:

100 gr Haferflocken
200 ml Milch
1 EL Butter
1 große Zwiebeln, gehackt
2 Knoblauchzehen, zu Mus zerrieben
2 Stängel Stangensellerie, in kleine Stücke geschnitten
1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
1,25 kg Rinderhackfleisch
250 gr Schweinehackfleisch
je 1 TL getrockneter Majoran und Thymian
2 Eier
2 TL Worcestershiresauce
Salz und Pfeffer
Ketchup (Für das Hack und zum Glasieren)
2 TL Öl
100 gr Bacon in Scheiben

Zubereitung:

1. Haferflocken in eine kleine Schüssel geben und mit der Milch übergiessen. Zugedeckt zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, bis die Flocken die Milch aufgesogen haben. Zwiebeln in der Butter anbraten. Stangensellerie und Knoblauchmus zugeben, zwei Minuten mitbraten. Die gehackte Petersilie untermischen, Pfanne vom Herd ziehen und auskühlen lassen.

2. Hackfleisch in eine große Schüssel geben, mit den eingeweichten Haferflocken, der Zwiebelmischung, einem gehäuften Teelöffel Salz und reichlich Pfeffer verkneten. Alle restlichen Zutaten zugeben und richtig kräftig unterkneten.

3. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Boden und die Wände eines Bräters (am besten gusseisern) mit dem Öl ausreiben. Die Hackmasse zu einem länglichen Laib formen und in den Bräter legen. Die Oberfläche mit Bacon belegen. Die Baconstreifen mit Ketchup bestreichen. Auf der zweiten Schiene von unten ca. eine bis anderthalb Stunden backen. Braten aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden noch zehn Minuten ruhen lassen. Dann auf eine Servierplatte setzen und in dicke Scheiben schneiden. Aus dem Bratensaft lässt sich schnell eine Sauce zaubern, Barbecue-Sauce passt aber auch hervorragend.


Kartoffelstampf
Portionen: 4 Personen

Zutaten:

1 kg Kartoffeln
¼ Liter Milch
Butter
Salz
Pfeffer
frisch geriebener Muskat

Zubereitung:

1. Die Kartoffeln waschen, schälen, in kleine Stücke schneiden, nochmals abspülen. Dann in kochendes Salzwasser geben und ca. 20 Min. garen. Wenn die Kartoffeln gar sind, über ein Sieb abgießen.
2. Nun die Milch aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln durchpressen, dann mit der kochenden Milch und dem Stück Butter sofort abschlagen.
3. Mit Salz, Pfeffer und frischem Muskat verfeinern.


Prinzessbohnen im Speckmantel
Portionen: ergibt 12 Päckchen



Zutaten:

800 gr zarte grüne Bohnen (Prinzessbohnen)
12 Scheiben Schinkenspeck oder Bacon
Olivenöl
Pfeffer

Zubereitung:

1. Bohnen putzen und in Salzwasser al dente garen, je nach Dicke 7 bis 10 Minuten. Abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen.
2. Bohnen in 12 Portionen teilen. Jede Portion fest mit einer Speckscheibe umwickeln.
3. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Bohnenpäckchen in einer Pfanne anbraten. Pfeffern und sofort servieren.

Dazu passt: Zweigelt und Boz Boorer White



Nachspeise:

Bananen-Vanille-Pudding


Ein Thron für den King! Das Dessert erhält durch Spekulatius die weihnachtliche Not

Ein Pudding-Thron für den King! Der Spekulatius wandelt das Rezept zwar etwas ab, passt aber wunderbar zu Weihnachten.
Portionen: 4-6 Personen

Zutaten:

¾ Tasse Zucker
2 Päckchen Vanillepudding-Pulver
¼ TL Salz
2 Tassen Milch
4 Eigelb
2 TL Vanilleextrat
Pflanzenöl zum Ausfetten
1 Schachtel dünne Vanillewaffeln; Achtung: Hier habe ich – weil Weihnachten ist – Spekulatius genommen
5 Bananen, in Scheiben geschnitten
Zimt zum Bestäuben
Schlagsahne zum Garnieren

Zubereitung:

1. Eine ½ Tasse Zucker, das Vanillepudding-Pulver und Salz in einen Topf geben, Milch zugeben und glatt verrühren. Auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen – hier ist Geduld gefragt, sonst gelingt’s nicht. In einer Schüssel die Eigelbe verschlagen. Ein wenig von der Milchmischung zugeben und gut verrühren. Dann alles in den Topf geben und kräftig rühren. 3 Minuten kochen lassen bis die Mischung eindickt. Die Masse durch ein Sieb in eine Schüssel geben. Vanille hinzugeben und unter Rühren abkühlen lassen.

2. Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Eine Auflaufform ausfetten, Boden und Rand mit Spekulatius (oder Vanillewaffeln) auskleiden. Eine Lage der Vanillecreme aufschichten, Spekulatius und Bananenscheiben darauflegen. Wieder Creme darauf schichten und glattstreichen. Zucker darüber geben und im Ofen für 5 Minuten gratinieren. Abkühlen lassen und für ein paar Stunden in den Kühlschrank packen. Vor dem Hauptgang rausstellen und dann anrichten. Mit Zimt bestäuben und mit Sahne garnieren.

Dazu passt: Weißburgunder


www.rockabilly-weinkult.at
 

Text: Jula Reichard
Bilder: Mathias Schneider, Sideview Inn




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21.01.2015
Text: Jula Reichard Bilder: Mathias Schneider, Sideview Inn
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musik rock-and-roll

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Stand:19 January 2019 23:39:26