Danny and the Wonderbras - Vollgas mit Vollbart


Danny and the Wonderbras werden von der Szene oft in eine Schublade mit Boppin' B und Dick Brave gesteckt Sie sind die Gewinner des ersten Rockabilly Rumbles in Pullman City, sie touren wie die Weltmeister und sie tragen ihre Bärte so gewagt wie kaum eine andere Rock’n’Roll-Band. Anlässlich des neuen Albums „Rock It!“ spricht Sänger und Mastermind Danny Wünschel vom Leben als Berufsmusiker, dem Aufbegehren gegen Szene-Dresscodes und den Vorteilen einer Riesentolle beim Bierholen.


DYNAMITE: Moin Danny und danke, dass du Zeit für uns gefunden hast.
Danny: Sehr gerne, wir freuen uns!

DYNAMITE: Für alle, die euch nicht kennen, stell euch doch bitte kurz vor.
Danny: Wir sind Danny & The Wonderbras. Ich bin Danny, Sänger und Gitarrist aus Leimersheim, in der Nähe von Speyer. Mattes spielt den Bass und kommt aus Koblenz und Sven aus Freiburg, der erst seit vier Wochen bei uns ist, sitzt am Schlagzeug.

DYNAMITE: Was ist mit eurem alten Drummer?
Danny: Das Touren in dem Maß, wie wir es tun, ist nicht ganz einfach. Und auch an den Tagen, an denen wir daheim sind, haben wir meist irgendwas für die Band zu tun. Und Toschi, unser alter Drummer, hat ja auch noch Schlagzeugschüler und hatte somit keinen einzigen Ruhetag mehr in der Woche. Jetzt hat er entschieden, das Touren zunächst mal einzustellen. So mussten wir einen neuen Schlagzeuger finden.

Danny und Co. beim Promoshooting fürs neue Album. Drummer Toschi (rechts) hat die Band aus Zeitgründen Anfang des Jahres verlassenDYNAMITE: Und wo habt ihr den gefunden?
Danny: Sven spielte bis Ende 2012 bei Rockin’ Carbonara aus Freiburg. Bei der Band haben übrigens auch Toschi und ich uns 2009 kennengelernt, als wir beide dort ausgeholfen haben. Wir sind immer noch gut befreundet mit Rockin’ Carbonara und haben im letzten Jahr auch ein paar Mal zusammen gespielt. Da haben wir Sven dann gehört und waren alle drei sehr angetan von seinem Spiel, inklusive Toschi! Er ist ein Wahnsinnsmusiker!
Die Anfänge als Schulband

DYNAMITE: Auf eurer Homepage kann man nachlesen, dass ihr euch 2005 gegründet und dann schnell in den Blickpunkt der Rockabilly-Szene gespielt habt. Wo seid ihr damals so aufgetreten?
Danny: Ich war damals 18, als wir uns als klassische Schulband gegründet haben. Wir haben auf Schulveranstaltungen, in Kneipen und auf kleineren Festivals im Raum Karlsruhe und in der Pfalz gespielt. Als meine Eltern sich ihren Bus kauften, ging es auch mal weiter weg. Ein Schlüsselerlebnis war, als wir uns 2007 beim Walldorf Weekender draußen vor die Tür gestellt haben und einfach anfingen, ein wenig unplugged zu spielen. Innerhalb von Minuten war der Vorplatz dort so voll, dass die Leute weder raus noch reinkamen. Die Sicherheitsleute haben verzweifelt versucht, die Massen wegzubekommen. Bei der Gelegenheit lernten wir die Jungs von den Teddy Boys aus Bochum kennen und sie fingen an, uns in den Ruhrpott zu holen.

DYNAMITE: Ihr werdet von einem Teil der Szene gerne in eine Schublade mit Boppin’ B oder Dick Brave gesteckt. Was sagt ihr dazu?
Danny: Kein Künstler mag es gern, in eine Schublade gesteckt zu werden. Aber klar, Boppin’ B hatte gerade in unserer Anfangsphase einen großen Einfluss auf uns. Sie haben uns früher oft als Vorband mitgenommen, was unglaublich wichtig für uns war und wofür wir ihnen auch sehr dankbar sind. Und ich hatte Kontrabassunterricht bei Didi. Da lernte ich seinen Sohn Caron kennen, der dann von 2006-2009 unser Bassist war. Didi war derjenige, der zu uns gesagt hat: „Jungs, fangt an, eigene Sachen zu schreiben!“ Wir bewundern sie abgesehen von ihrer Musikalität dafür, dass sie es geschafft haben, schon so lange Zeit vom Rock’n’Roll zu leben. Das muss man erst mal durchhalten! Mit ihnen verglichen zu werden, ehrt uns sehr. Und Dick Brave ist ein toller Sänger und die Backbeats eine super Band, Andre BaTolba ein Ausnahme-Gitarrist. Daher freut uns dieser Vergleich ebenso. Aber musikalisch sehe ich ehrlich gesagt keine große Schnittmenge, kann also nicht ganz nachvollziehen, worauf sich der Vergleich bezieht.


Wachsender Erfolg, wachsender Neid


DYNAMITE: Das sollte heißen, dass man euch für Kommerz-Rock’n’Roller hält ...
Danny: Wir wollen definitiv kommerziell erfolgreich sein! Träumt nicht jeder Künstler davon, mit seiner Musik möglichst viele Leute zu erreichen, auf großen Bühnen vor einem großen Publikum zu stehen? Aber mal Hand aufs Herz: Wenn es uns in erster Linie ums Geld ginge, würden wir andere Musik machen. Aber du sprichst ja selbst von „einem Teil der Szene“. Zu unseren Konzerten kommen nach wie vor immer Rockabillys. Ein Großteil unserer Fanbase besteht aus Szene-Leuten und mit vielen sind wir wirklich gut befreundet. Diese Leute verstehen aber auch, dass du, wenn du als Band von der Musik lebst, auch woanders Konzerte spielen musst als immer in kleinen Rockabilly-Clubs. Natürlich gibt es auch den Teil der Szene, für den sich das einfach nicht erschließt, die das als Kommerz bezeichnen. Das ist aber auch der Teil, der lieber auf einen kostenlosen Record-Hop geht, wo das Bier 1,50 Euro kostet, während 10 km weiter zwei tolle Live-Bands auf der Bühne stehen und deshalb – verständlicherweise – Eintritt genommen wird. Die Leute wundern sich dann aber auch, warum die Rockabilly-Szene ausstirbt und man nichts mehr geboten bekommt.

DYNAMITE: Könnt ihr inzwischen von der Musik leben?
Danny: Ja.

Spielen, spielen, spielen: Danny und seine Wonderbras sind eigentlich ständig auf TourDYNAMITE: Euer letztes Album habt ihr „Rockabilly Party“ getauft. Ich finde das Album klasse, aber es ist doch mehr Country als Rockabilly, oder?
Danny: Für mich ist es nach wie vor ein Rock’n’Roll-Album, mit Country-Einschlag. Es hätte auch „It’s Time To Rock’n’Roll – Vol. 2“ heißen können, aber wir haben ja auch den Song „Rockabilly Party“ und dachten, das wäre ein passender Albumtitel.


Mehr Country, weniger Rockabilly


DYNAMITE: Bei euerm neuen Album „Rock it!“ seid ihr dann noch mehr Richtung Country-Rock gedriftet – was nicht als Kritik, sondern lediglich als Feststellung gemeint ist.
Danny: Ja, ich weiß, was du meinst. Und das Layout ist ja auch daran angelehnt. Es spiegelt vielleicht etwas unsere aktuellen musikalischen Vorlieben wider. Aber im Prinzip ist es auch hier so, dass wir das Album theoretisch auch „It’s Time To Rock’n’Roll – Vol. 3“ hätten nennen können. Nur dass die Produktion deutlich teurer war und es von diesem Album auch zum ersten Mal eine Vinyl-Version geben wird.
 

DYNAMITE: Aber auch optisch entwickelt ihr euch immer mehr in die Richtung. Die Cowboyhüte auf der Bühne, dein Bart ... – wann kommt also das Coming-out? Wann bekennt ihr euch dazu, eine Country-Band zu sein?
Danny: (lacht) Abgesehen davon, dass mir der Bart im Moment gefällt und ich mag, was er darstellt, ist er zum Teil auch eine Reaktion auf den Dresscode der Szene. Ich will, dass die Leute wegen unserer Musik auf unsere Auftritte kommen, nicht wegen unserer Outfits! Wobei ich nicht sage, dass ich nie mehr eine Tolle tragen werde, das tue ich durchaus noch hin und wieder.

DYNAMITE: Aber – was stellt der Bart denn dar?
Danny: (lacht) Im Prinzip das Gleiche wie eine Tolle. Männer mit Bart sind meistens geerdet. Nicht glatt und angepasst, rau und kantig.

DYNAMITE: Also richtige Cowboys!
Danny: Im Prinzip schon. (alle lachen)

Zusammen mit Ski King haben die Jungs das Seitenprojekt Ski King & The Wonderbras am Start – Danny genießt es, ab und an mal nicht die Verantwortung eines Frontmanns schultern zu müssen …DYNAMITE: Ihr scheint eh mit eurem Look ein wenig provozieren zu wollen, oder? Ich meine auch und vor allem diese Megatollen. Ist diese Übertreibung auch ein wenig Ironie?
Danny: Warum denn? Jeder Psychobilly hat eine noch größere Tolle! Und außerdem kommen wir so an der Theke schneller an unser Bier, da wir sofort als Band identifiziert werden. (alle lachen)

DYNAMITE: Wie ernst nehmt ihr euch?
Wir nehmen uns schon ernst. Also die Musik, die wir machen, ist uns sehr ernst und ich denke, dass man das teilweise an unseren Texten hört. Ich glaube nicht, dass man die Richtung Country einschlägt, um witzig zu wirken. Aber es ist so, dass wir am Musikmachen einen wahnsinnigen Spaß haben und ich glaube, dass darin unser Gold liegt. Egal, ob im Publikum fünfzehn oder 500 Leute stehen – wir haben so viel Spaß, dass wir in der Lage sind, unser Publikum zu begeistern. Egal, ob wir wilden Rockabilly oder einen traurigen Herzschmerz-Countrysong spielen.

DYNAMITE: Im März des Jahres habt ihr den ersten Platz beim Rockabilly Rumble in Pullman City belegt. Was hat euch das gebracht?
Danny: Einen Preis auf unserem Wohnzimmerschrank. (lacht) Die Hauptsache ist, dass dadurch eine Zusammenarbeit mit Pullman City entstanden ist und wir nun auch auf den zahlreichen anderen Events in der Westernstadt spielen. Harleytreffen, Gigantentreffen, Rockabilly Convention. Eigentlich wollte Graham Fenton uns auch in die englische Rockabilly-Szene einführen, aber da ist leider noch nichts passiert.


Seitenprojekt mit Ski King


DYNAMITE: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Ski King?
Danny: Ski hat damals im NCO-Club in Schwäbisch Hall in einer monatlichen Cover-Session mitgewirkt, bei der er von der Hausband begleitet wurde. Unser damaliger Schlagzeuger Patrick spielte auch in dieser Band. Als dann die nächste Elvis/Johnny Cash-Night anstand, hat Patrick dem Rest der Hausband abgesagt und entschieden, dass wir einspringen. Wir lernten Ski dann bei der einzigen Probe kennen, die wir je hatten – und so gingen wir auf die Bühne. Wir waren sehr angetan von seiner Stimme und seiner Bühnenpräsenz und er von unserem Spiel. Da beschlossen wir nach dem Gig, weiter zusammen Musik zu machen.

DYNAMITE: Bringt das euren Tourplan nicht manchmal durcheinander?
Danny: Doch, manchmal bringt es den Tourplan ganz schön durcheinander. Deswegen sind die Auftritte von Ski King and the Wonderbras auch relativ selten. Aber mir macht es jedes Mal wieder Spaß, ich hab ihn echt gern. Außerdem genieße ich es, auch mal nur ein Sideman zu sein. (grinst)

DYNAMITE: Zum Abschluss noch ein, zwei Fragen: Gibt es etwas, was du schon immer mal gefragt werden wolltest? Und gibt es etwas, das du unseren Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Danny: Was ich schon immer gerne gefragt werden wollte: Seid ihr es leid, in eine Schublade gesteckt zu werden? Meine Antwort: Ja! Was ich den DYNAMITE-Lesern gerne auf den Weg geben möchte: Haltet den Rock’n’Roll weiter hoch! Geht auf Live-Konzerte, wenn die Szene weiterleben soll, damit es weiterhin Bands geben kann, die in eure Stadt kommen und für euch spielen. Rock’n’Roll steht für eine Jugendrebellion, die mit Zwängen und Konventionen brechen wollte. Deshalb ist es in meinen Augen widersprüchlich, den Rock’n’Roll mit Dresscodes und Regeln zu versehen. Kommt einen Abend lang auf eines unserer Konzerte, macht euch von uns und dem Abend ein Bild und wenn’s euch gefällt, kauft unsere neue Platte!

DYNAMITE: Vielen Dank für das Interview, Danny. Dann mal weiterhin viel Erfolg und bis demnächst am Tresen!
Danny: Ja, bis dann – die erste Runde geht auf mich. Rock it!

www.dannyandthewonderbras.de


Text: Kyle Thomas
Bilder: Rebecca ?Becks? Hammer, Klaus Biella, Kristina Thauer


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DYNAMITE 26.01.2013
Text: Kyle Thomas Bilder: Rebecca ?Becks? Hammer, Klaus Biella, Kristina Thauer
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musik rock-and-roll

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Stand:08 August 2020 19:51:57 Warning: fopen(cache/b7a5545143df02b4d2cd2ae772b65ef8.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165