Demented Are Go


DYNAMITE: Hallo Sparky. Es ist gut, dich wieder mit Demented Are Go zu sehen. Vor ein paar Monaten schien es noch so aus, als habe sich die Band endgültig aufgelöst.
Sparky: Tja, es wurde alles etwas schwierig nach einem Gig, den wir letztes Jahr in Spanien gespielt hatten und der völlig chaotisch verlief. Jemand hatte mir LSD in meinen Drink geworfen und als ich auf die Bühne ging, konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Ich wusste meine Texte nicht mehr, Grischa musste teilweise für mich singen und ich fiel mehrere Male um. Es gibt auch ein Video davon bei youtube. Die Band war natürlich sauer, weil sie dachte, ich hätte mich wieder mal total abgeschossen. Zum Schluss wurde ich noch von unserem Roadie verprügelt. Als ich wieder zu mir kam lag ich alleine und zusammengeschlagen in Spanien am Strand und die Band war weg.

DYNAMITE: Wie hast du sie denn davon überzeugt wieder mit dir aufzutreten?
Sparky: Ich habe eine lange Aussprache mit Grischa gehabt und ihm erklärt, dass ich dieses Mal wirklich nichts dafür konnte. Außerdem habe ich ihm gesagt, dass ich mich ändern werde. Ich will in Zukunft immer voll auf der Höhe sein, wenn ich auf die Bühne gehe. Dann habe ich meinen alten besten Freund Criss Damage für die Drums und Holger als Gitarristen dazu geholt.

DYNAMITE: Hast du dein Image eigentlich manchmal satt? Nervt es nicht, dass es einigen Leuten anscheinend wichtiger ist dich abstürzen zu sehen, als eure Musik zu hören?
Sparky: Doch, das nervt mich schon. Ich weiß nicht, was sich diese Leute dabei denken. Vielleicht ärgern sie sich darüber, dass ich immer noch nicht tot bin? Ich weiß es nicht. Im Endeffekt zahlen die Besucher doch für eine Show und nicht, um einen Idioten über die Bühne stolpern zu sehen. Aber Spanien war in dem Sinne auch ein Wendepunkt, weil mir war klar geworden ist, dass ich mein Leben ändern muss.

DYNAMITE: Hast du einen Entzug oder eine Therapie gemacht?
Sparky: Nein. Nein, das nicht. Aber ich habe selbst eingesehen, dass ich außer Kontrolle geraten war. Ich hatte meine eigenen Frustrationen mit in die Band reingebracht und dadurch alles gefährdet. Ich habe hier großartige Jungs zusammen und ich möchte sie mit Respekt behandeln. Deshalb habe ich meinen Drogenkonsum eingeschränkt. Ich reiße mich jetzt zusammen und bleibe klar im Kopf, bevor ich auf die Bühne gehe. Mann, ich bin auch wirklich nervös jetzt vor dem Auftritt.

DYNAMITE: Musstest du die Band erst mal verlieren, um zu sehen, wie viel sie dir bedeutet?
Sparky: Ja. Aber ich hatte ja nicht nur Demented Are Go, sondern auch meine besten Freunde verloren – meine halbe Familie. Außerdem waren wir gerade dabei, das neue Album zu schreiben und der Vorfall hat uns um ein ganzes Jahr zurückgeworfen. Aber wir haben uns ja ausgesprochen und jetzt arbeiten wir wieder weiter daran.

Das komplette Interview könnt ihr in der DYNAMITE 05/11 nachlesen ...

Text: Oliver Wagner
Bilder: Dirk ?The Pixeleye? Behlau


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DYNAMITE 29.07.2011
Text: Oliver Wagner Bilder: Dirk ?The Pixeleye? Behlau
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musik psycho

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