25 Jahre Batmobile


1983 beschließen die beiden Freunde Jeroen Haamers und Johnny Zuidhof eine Band zu gründen. Vielleicht war es gut, sich nicht zu fragen, für wen diese Band spielen soll, denn außer den beiden gibt es keine anderen Rockabillies an der Schule von Jeroen und Johnny. Tatsächlich gibt es in ganz Rotterdam keine Gleichgesinnten, so dass die beiden erstmal ihre eigene Szene bilden. Bei sowenig Auswahl fällt auch die Wahl des Bassisten nicht schwer. Weil es einfach keinen anderen gibt, steigt Jeroens Bruder Eric ein. Es sollte sich als nicht die schlechteste Wahl herausstellen: Nicht nur, dass Eric zu diesem Zeitpunkt der Einzige ist, der sein Instrument gut beherrscht – das Trio bleibt sogar in dieser Ur-Besetzung bis heute zusammen.
Zusammen covern sie Elvis, Johnny Burnette, Gene Vincent und auch die Stray Cats. Erste Auftritte absolviert das Trio auf Schulpartys oder bei Freunden. Und nach und nach kommen auch Eigenkompositionen dazu. „Wir spielten erst mal Covers, aber als wir anfingen auch unsere eigenen Songs einzubauen, nannten die Leute das Neo-Rockabilly oder Psychobilly – während wir eigentlich immer noch dachten, wir würden dasselbe Ding wie Elvis durchziehen. Daraus resultierte dann unser erstes Mini-Album ‚Batmobile’, das uns recht dienlich war“, wie es in einem Interview auf der Homepage der Band heißt.
Die Zusammenarbeit mit dem Label Rockhouse sollte allerdings nicht so glücklich verlaufen. Man traf sich vor Gericht wieder – wo die Band letztlich Recht und damit auch Geld erhalten sollte. Die schlechten Erfahrungen bringen Drummer Johnny und Roadie Eddie auf die Idee, ein eigenes Label zu starten: Count Orlok wird von da an neue Heimat für Batmobile und später auch eine Handvoll anderer Bands wie Bang Bang Bazooka, Asmodeus oder die Rattlers. Das erste Album auf Count Orlok, „Bambooland“, ist programmatisch für die Band. Abgedrehter Neo-Rockabilly und alberne Texte werden zum Markenzeichen von Batmobile. Auf der Bühne kommen immer wieder mal Neandertalerkostüme zum Einsatz. Das bleibt der europäischen Psychobilly-Szene nicht lange verborgen, sie werden die erste nicht-englische Band, die je als Headliner für ein Festival gebucht wird. Es folgt das geniale Album „Buried Alive“ – Batmobile spielen jetzt in der oberen Liga mit.

Den kompletten Artikel kannst du im Dynamite 3/09 nachlesen!

Text: Oliver Wagner
Bilder: ©Batmobile


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DYNAMITE 26.03.2009
Text: Oliver Wagner Bilder: ©Batmobile
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musik psycho

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