Sonne satt beim "Summer Breeze"-Festival


ILLDISPOSED auf der Party StageJährlich lockt das "Summer Breeze" Metalfans aus ganz Europa in das mittelfränkische Dinkelsbühl. Und auch das Wetter meinte es dieses Jahr gut mit dem Festival. Bei kaltem Bier und aufsehenerregenden Dezibel-Werten wurden die Besucher mit Sonne, Sonne und nochmals Sonne belohnt.

Tagsüber konstant 25 bis 28 Grad, Sonnenschein und nahezu wolkenloser Himmel: Da hat so mancher Festivalgänger schon Schlimmeres erlebt. Petrus war dem Summer Breeze-Festival – das in diesem Jahr bereits zum 16. Mal stattgefunden hat – äußerst wohlgesonnen. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung bei den insgesamt etwa 35.000 Besuchern von Anfang an.

Mittwoch (14. August)
Wie üblich ist der erste Programmpunkt der "New Blood Award", bei dem Newcomerbands ohne Plattenvertrag vor Publikum und einer Fachjury gegeneinander antreten. Den Gewinnern winkt ein Preisgeld, ein Plattendeal, sowie die Ehre, am Folgetag eine der Hauptbühnen zu eröffnen. Dieses Jahr holte die Londoner Power Metal-Truppe STORMBORN den Sieg ins Königreich.
MUSTASCH auf der Party Stage
Anschließend stand das Partyzelt ganz im Zeichen des Death- und Thrashmetals. Ob VADER, EXODUS oder DESTRUCTION: Das Publikum feierte diese Oldschool-Truppen gut ab. Oldschool sind auch die letzte Band des Abends KADAVAR, jedoch in einem ganz anderen Sinne. Mit ihrem psychedelischen Retro-Rock entführten sie die übrig gebliebenen Nachteulen auf eine musikalische Zeitreise in die 70er-Jahre.

Donnerstag (15. August)
Nach einer arschkalten Nacht startete der erste offizielle Festivaltag (Donnerstag) wieder mit reichlich Sonne und den Ami-Hardcore-Durchstartern FIRST BLOOD. Die berühmt-berüchtigten THE BONES lieferten eine biergetränkte Punk ’n’ Roll-Show, die ihren Höhepunkt mit dem ACCEPT-Cover "I'm a Rebel" fand – großes Kino. Weiter ging's mit großen Rockhymnen am Nachmittag bei den Schweden MUSTASCH im Partyzelt. Diese Band birgt fast unverschämtes Hitpotenzial – umso merkwürdiger, dass sie in Deutschland noch relativ unbekannt sind. Im Anschluss sorgten die Nachbarn ILLDISPOSED für orthopädisch bedenkliche Nackenbewegungen.

SOILWORK und FEAR FACTORY setzten währenddessen die Massen auf der "Pain" und "Main Stage" in Bewegung und am Abend heizten SABATON sowie die momentan voll auf Erfolgskurs schiffenden POWERWOLF mit eher traditionellerem Power Metal den Dinkelsbühlern ein. Zeit genug, einen der zahlreichen Getränkestände  aufzusuchen. Mit Gerstensaft angereichert konnte man dann direkt zu den aus den Staaten angereisten TRAGEDY auf der "Camel Stage" weiterpilgern. Ihr "All Metal Tribute to the BEE GEES and beyond", Pailettenoutfits und Glitzerkonfetti kamen gut an. Großartig auch die deutschsprachige Version des KISS-Klassikers "I Was Made For Loving You", pardon, "Ich bin gemacht, um dich zu lieben, Baby...".

TRAGEDY auf der Camel StageFreitag (16. August)
Auch am Festivalfreitag gaben sich wieder Künstler und Bands unterschiedlichster Spielarten die Klinke in die Hand. Da war für jeden was dabei: AGNOSTIC FRONT und WALLS OF JERICHO für die Hardcore- und Metalcore-Brigade, END OF GREEN, LEAVES' EYES für das eher melancholisch angehauchte Publikum oder ANTHRAX für Traditionalisten. Die Schweden und Mitbegründer des Gothic-Metal-Genres TIAMAT sorgten dank Johan Edlunds schaurig-schöner Stimme in der Dämmerung für eine Gänsehaut nach der anderen. MARDUK und NOCTE OBDUCTA schalteten zum Abschluss mit brachialem Black Metal die Lichter im Partyzelt aus.

Samstag (17. August)
Und schon ist letzte Tag eines rundum gelungenen Festivals, bei dem auch organisatorisch alles glatt lief, angebrochen. Doch Grund für Traurigkeit gab es (noch) nicht, denn mit VAN CANTO sorgte eine einzigartige A-cappella-Band für gut gelaunte Gesichter. Auch FIDDLER'S GREEN sowie "Deutschlands meiste Band der Welt" KNORKATOR hielten den Schmunzelanteil in der Festivalbevölkerung hoch.

Wer sich zwischendurch etwas abkühlen wollte, konnte diesem Wunsch auf absonderliche Art nachgehen: Auf der Fressmeile bot ein Anbieter "Tiefkühltruhenliegen" an, zehn Minuten für drei Euro. Spätestens bei den norwegischen Ausnahmemetallern ENSLAVED war dies nicht mehr nötig: Das Quintett sorgte mit einem überwältigenden Set auf der "Party Stage" für Abkühlung, während die Progressive-Metaller AMORPHIS auf der Hauptbühne ihr Publikum fanden.

Summer Breeze 2013: Pain StageHeadliner des Abends waren jedoch zweifelsohne die schwedischen Melodic-Death-Metal-Heroen von IN FLAMES. Die Festivalbesucher waren sich einig: Da muss ich hin! Nicht weiter verwunderlich, dass es dann auch recht eng vor der Bühne wurde. Sänger Anders Fridén gab sich gut gelaunt und redefreudig. Und spätestens zu dem Kracher "Only For The Weak" ging die gesamte Meute dann auch so richtig ab. Passend dazu feuerten die Veranstalter während des Gigs das Abschlussfeuerwerk ab.

Mit DARK FUNERAL, PRIMORDIAL und den Prog-Rockern von LONG DISTANCE CALLING fand das Festival dann einen würdigen Abschluss und zeigte mal wieder, dass die Metalszene eine vielfältige, (schwarz-)bunte und tolerante Szene ist. Das "Summer Breeze" vereint jedes Jahr alle denkbaren Spielarten der harten Musik und sorgt mit einer soliden Organisation für gute Laune. Egal ob bei der Security, dem Getränkeausschank oder den Damen und Herren von den sanitären Einrichtungen.

Erste Bands für das kommende Jahr sind bereits bestätigt. Unter anderem erwartet die Besucher Heaven Shall Burn, Behemoth, Arch Enemy, Children Of Bodom, Hypocrisy, Wintersun, Caliban und J.B.O.

Die offizielle Bildergalerie von diesem Jahr findet ihr auf der "Summer Breeze"-Facebook-Page.


Text: ST/RNR
Bilder: © ST/RNR




Jacke Monahans dunkelgrau
Jacke Monahans dunkelgrau
139,90€
99,90€
T-Shirt Sailors Grave grau
T-Shirt Sailors Grave grau
29,90€
9,90€
T-Shirt Rockers Revenge
T-Shirt Rockers Revenge
29,90€
14,90€
T-Shirt Core Logo schwarz
T-Shirt Core Logo schwarz
19,90€
14,90€
19.08.2013
Text: ST/RNR Bilder: © ST/RNR
auf Facebook teilen

musik news

Verwandte Artikel

POWERWOLF auf Platz
1 der dt.
Albumcharts!

Keine andere Metal-Band hat in den letzten Jahren eine solche Erfolgskurve hingelegt: Mit dem 2011er "Blood Of The Saints" bissen sich POWERWOLF drei Wochen lang in den deutschen Album-Charts fest, dabei ging es bis auf Platz 23. Der "Metal Hammer" kürte die Band zum Aufsteiger des Jahres und die Scheibe zum Power-Metal-Album des Jahres.

The Return to
Rock´n´Heim

Der Hockenheimring, eigentlich bekannt durch legendäre Formel 1-Rennen, ist seit 2013 auch als Festival Location in Erscheinung getreten. Der große deutsche Veranstalter Marek Lieberberg (MLK) hat hier neben Rock am Ring ein weiteres Mammut-Festival aus der Taufe gehoben.

Sister Sin: True
Sound Of The
Underground

Furios beginnt der erste Song der Scheibe. Und genau so geht es weiter. Das Quartett um Sängerin Liv sorgt für neues Blut im Untergrund. In dem stecken sie schon seit der Gründung 2002.

Prong auf Tour in
Deutschland mit der
neuen Platte,
Running Lives

Als ich 1987 als junger Mann mit wallendem langen Haar die "Primitive Origins" in die Hand bekam, dachte ich mir: "Boah, sind die geil". Damals war Prong sehr progressiv für den Metal- und Hardcorebereich. Neben all der Spieltechnik und Breaks haben Prong nie den Groove verloren.

Party bei
Thunderbike mit The
BossHoss

Thunderbike feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen. Höhepunkt wird am 1. August das Charity-Open-Air-Festival. Hier werden die Gewinner der diesjährigen „Spendenaktion Motorrad“ gezogen.

Grand Magus: Hammer
Of The North

Das schwedische Trio huldigt auch auf seinem fünften Longplayer wieder seiner heimatlichen Natur und den nordischen Mythen.

Crescent Shield: The
Stars Of Never Seen

Die Amerikaner setzen mit ihrer zweiten Scheibe, zwei Jahre nach dem Erstling "The Last Of My Kind" ihre Erfolgsstory in der Undergroundszene fort. Die begann eigentlich als Projekt zweier Musiker. Doch die guten Resonanzen bewogen sie dazu noch zwei Mitstreiter zu suchen um eine echte Band zu gründen.

49°MetalZone - Bands
im Fokus: Before
Crush

Finale Runde der Bandpräsentation für das 49°MetalZone-Festival, das am Wochenende vom 24. bis zum 26. Oktober in Bayreuth stattfindet: Diesmal mit BEFORE CRUSH aus Angola. Das Quintett spielt melodischen Deathcore und hat auf seinem Heimatkontinent schon einiges an Bekanntheit erlangt. Wir stellen euch die Band vor.

Manowar: Magic
Circle Festival Vol.
1 2DVD

Im letzten Jahr luden Manowar zu ihren ersten eigenen Festival. Der Ticketpreis lag bei symbolischen 10 Euro. Damit war der Erfolg erst einmal gesichert.

Wolvespirit: Spirit
Metal

Die Tatsache, dass bei der oldschooligen Truppe eine Frau am Mikro steht, hebt sie aus der Masse der ähnlich musizierenden Bands heraus. Aber das ist nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal.

Mind The Gaep: Get
Ready For Tonight

Seit sechs Jahre sind die Jungs aus Mainhatten aktiv. Nun liegt ,nach einer EP, der erste Longplayer vor. der enthält einen satten Mix aus Rock, Blues und Metal.

The Big 4:
Metallica, Slayer,
Megadeth und Anthrax
live @ Sonisphere

Die im letzten Sommer durch Europa tourenden Bands machten auch in der Bugarischen Hauptstadt Station. Dort wurde diese historische Konzertserie für die Nachwelt aufgezeichnet.

Stonecreep: The
Deathmarch Crushes
On

Wenn eine Band schon bei einer solch plakativ betitelten Plattenfirma veröffentlicht, dann sollte die musikalische Ausrichtung schon fest stehen. Stonecreep enttäuschen uns da nicht.

Ruffians: Desert Of
Tears

Die amerikanische Band Ruffians wurde 1983 gegründet, löste sich 1989 aber leider auf. Erst 2004 konnten die Mitglieder zu einer Reunion überredet werden.
Newsletter bestellen
weiter
Welche Themen interessiern dich?
Bike Auto Tattoo Musik
Stand:19 December 2018 10:53:40