RNR fragt, ARLISS NANCY antworten


Nachdem "Wild American Runners" mich zuletzt so positiv überrascht hatte, habe ich mich entschlossen, ARLISS NANCY bei ihrem letzten Konzert in Deutschland abzufangen, sie an Bierbänke zu ketten und im Zweifelsfall auch unter Einsatz etwaiger Foltermethoden - ich bin da ja kreativ... - dazu zu bringen, mir ein paar Fragen rund um die Band, das Leben auf Tour und bunte Haut zu beantworten.

Glücklicherweise musste ich das gar nicht.

Bier und ein guter Draht zum Promoter und Tourmanager reichten vollkommen aus, dass Leadsänger und Gitarrist Cory und Zweitstimme und Bassist Kyle aka. "GB" ganz frei- und bereitwillig Auskunft über alles gaben, was ich wissen wollte. Sagt man nicht immer, dass so tätowierte Rocker solche Rüpel sind, unhöflich und all das...?

Stimmt ja gar nicht! Könnt ihr hier selbst nachlesen:

Sänger und Gitarrist CoryRNR: Das Internet gibt nicht wirklich viel Preis über euch Jungs. Vielleicht fangen wir einfach mal mit einer kleinen Vorstellung an: wer seid ihr, was für Musik macht ihr, seit wann macht ihr Musik - sowas eben...
Kyle: Ok, lass mal sehn..., wir spielen in dieser Band... ARLISS NANCY heißt die. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren dabei, Cory ein bisschen länger. Wir spielen Rock'n'Roll, aber wir mischen ihn mit Country, Punkrock, so in der Art. Ich sage gerne, generell machen wir Rock'n'Roll, aber wir lassen unseren Sound von unterschiedlichen Musikstilen beeinflussen.
Cory: Ich hab damals angefangen, Songs unter dem Namen ARLISS NANCY rauszubringen, da war es eigentlich noch eher sowas, wie ein Projekt. Das war vor knapp sechs Jahren, mit noch einer komplett anderen Besetzung. Dann kam Kyle in die Band, dann Chris, Dominic und Jason und in der Besetzung spielen wir jetzt seit circa vier Jahren. Seit knapp zweieinhalb davon sind wir eigentlich nur auf Tour und versuchen, so viel wie möglich mitzunehmen und einfach Rock'n'Roll zu machen.

RNR: Ok, was ist denn Rock'n'Roll für euch? 
Kyle: Tausend Sachen...
RNR: Dann schieß mal los...
Kyle:
 Ich glaube, dass sogar Punkrock Rock'n'Roll sein kann...
Cory: Yeah...
Kyle: ...alte Soulmusik kann Rock'n'Roll sein... letztlich geht's doch darum, wie man es 'rüber bringt, wie man es wiedergibt. Für mich ist Rock'n'Roll mehr eine Einstellung, ein Gefühl, als eine bestimmte Musikrichtung. Würde ich natürlich in einer HipHop-Band spielen, würde ich das natürlich nicht Rock'n'Roll nennen. Aber vieles ist Rock'n'Roll. Von THIN LIZZY zu irgendeiner Punkband...

RNR: Ihr seid aus Fort Collins, Colorado, richtig? Seid ihr auch ursprünglich alle aus derselben Stadt?

Cory: "GB" kommt eigentlich aus Illinois, ich bin aus Nebraska hergezogen, aber da war ich noch klein. Dominic ist aus Illinois...
Kyle: ...Chris und Jason sind in Colorado aufgewachsen.
Cory: Genau. Aber wir sind alle lange genug in Colorado, um es als unsere Heimat zu bezeichnen.
Kyle: Ich leb' dort jetzt auch schon seit fünf Jahren...
Cory: ...ich seit zwanzig...

Arliss NancyRNR: Was ist besonders an Colorado oder Fort Collins im Speziellen?

Cory: Colorado ist genial. Das Wetter dort ist großartig, wenn man auf so Outdoorsachen steht. Was bei uns offensichtlich weniger Fall ist, denn wir hocken die ganze Zeit als Band im Keller 'rum...
Kyle: Es hat schöne Jahreszeiten, der Winter ist toll. Auch wenn man den Sommer nicht unbedingt als Sommer bezeichnen kann. Du weißt schon. Es ist halt nicht übertrieben heiß dort, nicht schwül. Ich bin damals mit einer anderen Band dorthin gezogen und letztlich bin ich dort geblieben, nachdem die Band sich aufgelöst hat, gerade weil es mir da so gefallen hat.
Und dann hab ich die Jungs hier kennengelernt... Ich mein', Du weißt schon, alles hat seine Vor- und Nachteile. Natürlich hat auch Colorado seine Nachteile. Es hat aber auch schöne Seiten. Wie überall anders eben auch. Für uns funktioniert's...
Cory: Das Besondere an Colorado, aber... zumindest in unserer Stadt gibt es so viele verschiedene Brauereien und somit wirklich, wirklich, wirklich gutes Bier. Und in Colorado haben sie Marijuana legalisiert. Das ist natürlich besonders cool. Colorado feiert ziemlich heftig, man hat eigentlich immer 'ne gute Zeit, die Leute sind immer sehr nett und es gibt 'ne florierende Musikszene, einige richtig geile Bands. Und da wo wir sind, in Fort Collins, bist Du auch nur eine Stunde von Denver, von der Hauptstadt, entfernt. Der größte Nachteil ist einfach... die Vereinigten Staaten sind einfach so verflucht groß und Colorado ist genau in der Mitte. Für uns heißt das, wenn wir auf Tour gehen, fahren wir immer mindestens zehn Stunden, egal in welche Richtung, zum ersten Konzert. Mindestens zehn Stunden...! Und zum nächsten dann oft genug nochmal zehn Stunden...
Kyle: Das ist es aber wert! Klar, wär's cool, näher dran zu sein, aber letztendlich ist es auch immer nur höchstens ein Tag, den Du brauchst, um dort hinzukommen, wo Du hinwillst.

RNR: Wie seid ihr auf den Namen ARLISS NANCY gekommen?

Cory: ...aaalso. Da gibt es so ein Buch. Das muss eigentlich jeder lesen, der eine öffentliche Schule irgendwo in den Staaten besucht, oder hat zumindest den Film gesehen. Es heißt "Old Yeller" (auf Deutsch "Sein Freund Jello", Anm.d.Red.) und geht um diesen Jungen, der einen gelben Hund findet, den er dann eben Old Yeller nennt. Das Ganze spielt im Süden, wo sie eben auch mit diesem speziellen Akzent reden. Naja, die beiden wachsen miteinander auf und eines Nachts beschützt dieser Hund ihn eben vor einem Kojoten, kriegt dann die Tollwut und dann muss der Junge seinen eigenen Hund töten... es ist wirklich verflucht traurig. Jeder einzelne Amerikaner hat den Film gesehen. Und ARLISS ist der Name dieses Kids und NANCY ist der Name der Frau, die das Buch geschrieben hat.
RNR: Ok, also ging es euch auch darum, einen Namen zu haben, mit dem jeder etwas anfangen kann?
Cory: Yeah, aber trotzdem fragen uns sogar die Amerikaner jedes Mal noch "Wovon zur Hölle redet ihr da?", "Was bedeutet euer Name?", aber am Ende ist eben einfach nur der Name unserer Band...
RNR: Ja, man konnte Kyle's Blick schon ansehen, dass ihr diese Frage wohl nicht zum ersten Mal beantwortet...

Cory: Ja, das will echt immer jeder wissen...

RNR: Ihr wart ja jetzt eine ganze Weile in Europa unterwegs. Heute ist eure letzte Show. Wie gefällt es euch in Deutschland?
Cory: Die deutsche Gastfreundschaft ist echt mal was anderes! In Amerika spielst Du 'ne Show und kriegst dafür vielleicht noch Bier umsonst, aber kein Essen, kein Pennplatz und hier... Sagen wir so: wir waren ja letzten Februar schon einmal hier auf Tour und damals mussten wir uns wirklich zurückhalten, so im Stil von "Hey, Leute. Morgen ist auch noch Bier da!" Aber davon einmal abgesehen, mag ich es gerne, in solchen Locations wie hier aufzutreten. Ihr habt ihr eine sehr ausgeprägte "Do-It-Yourself"-Kultur, solche Veranstaltungsorte könnten in den Vereinigten Staaten gar nicht existieren. Und ihr habt diese geile Szene, voller Leute, denen Musik einfach wichtig ist. Es ist echt was besonderes.
Kyle: Yeah, bei uns gibt es auch solche Orte, aber die halten sich einfach nicht.

RNR: Wie geht es weiter, wenn ihr wieder zurück seid? Was sind die nächsten Pläne?

Warm-up... dann kann's ja losgehn Cory: Wir gehen ab nächster Woche direkt wieder auf Tour. Für fünfeinhalb Wochen. Wir finden's aber gar nicht so wirklich prickelnd, ehrlich gesagt. Also, wir sind nicht so begeistert, wie wir waren, hierhin zu kommen.
Kyle: Die Straße ist die Straße. Es ist so oder so großartig unterwegs zu sein, aber hier 'rüber zu kommen ist definitiv ein besonderes Vergnügen. Man fühlt sich hier gut aufgehoben und das verschafft einem selbst eben auch ein gutes Gefühl.

RNR: Das heißt, es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Publikum?
Cory: Am besten kann man das so erklären: wenn Du den Leuten in Amerika erzählst, dass Du mit fast 30 in einer Band bist und herumtourst, dann sehen die dich an als wollten sie sagen "Ok, wo im Leben hast Du denn verkackt?". Du fühlst dich wie ein Zirkusschausteller. Hier ist die Reaktion anders. Die Leute sind mehr so "Oh, Du bist Künstler..." Im Endeffekt wird uns nichts davon abhalten so weiterzumachen. Nur scheint es so, dass die Leute hier drüben, das Ganze etwas mehr zu schätzen wissen.

RNR: Demnach könnt ihr euren Lebensunterhalt mit der Musik bestreiten?

Cory: Ähm... nein! Wenn wir wegen des Geldes Musik machen würden, hätten wir alle schon lange damit aufgehört. 
Kyle: Es trägt sich einigermaßen selbst. Wir gehen nicht mehr so in die Vollen, aber in der Regel kommen wir mit plus/minus Null 'raus.

Cory / Arliss NancyRNR: Wann geht's mit den Arbeiten an einem neuen Album los? Ich meine, ihr habt zwar erst eines released, aber...

Cory: Nun ja, wir mussten deshalb zuletzt einige Kritik einstecken, weil Gunner Records hat "Simple Machines" herausgebracht, das wir vor zwei Jahren aufgenommen haben. Die haben das aber erst letzten Januar veröffentlicht. Also eigentlich sollten wir nach zwei Jahren schon längst mal wieder ein neues Album aufgenommen haben. Das Neueste ist ja jetzt "Wild American Runners" und die Leute sind erstaunt, dass wir innerhalb von einem Jahr zwei Alben gemacht haben, dabei sind tatsächlich zwei Jahre dazwischen vergangen. Jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf's Touren und bringen das Zeug vom neuen Album an den Mann.
Kyle: Ja, das wird jetzt sicher auch noch den Großteil des nächsten Jahres so sein.
Cory: Und dann haben wir natürlich das Glück, vier Songwriter in dieser Band zu haben. "GB" und ich machen zwar schon den größten Teil davon, aber wir schreiben auch oft einfach nur Songideen auf, bringen sie mit zur Probe und dann arbeiten wir alle zusammen daran. Es ist nicht so, dass wir keine Ideen haben, wir haben auch noch Sachen aufgenommen, aber wir wollen jetzt einfach mit dem aktuellen Album eine Weile Spaß haben.
Kyle: Und den Leuten die Möglichkeit geben, es sich anzuhören und so.

Lohnenswerter KonzertbesuchRNR: Tot oder lebendig - gibt es einen Künstler, Musiker, Produzenten, mit dem ihr gerne einmal zusammenarbeiten würdet?
Kyle: Das ist 'ne schwierige Frage...
Cory: Für mich wäre das Bruce Springsteen - immer und jederzeit!
Kyle: Ich müsste sagen... verdammt! Mir fallen da bestimmt 50 verschiedene ein.
RNR: Ok, versuch's runterzubrechen...
Kyle: Ich weiß nicht, ich glaube, es wäre cool mit Chuck Reagan zu arbeiten. Und vielleicht noch... verdammt nochmal! Ähm... DAVE GROHL!
Cory: Oh, yeah!
Kyle: Ich finde, er ist einer der Besten im Musikgeschäft momentan.

RNR: Habt ihr ein persönliches Lieblingsrelease oder einen Lieblingssong von euren eigenen Sachen?

Kyle: Ich könnte jetzt nicht sagen, dass mir das eine oder andere besser oder schlechter gefällt. Ich mag sie alle gleich gern. Das ist vielleicht eine ziemlich langweilige Antwort, aber im Grunde haben wir die Songs, die wir geschrieben haben ja auf die Alben gepackt, weil sie uns gefallen. Und ich glaube nicht, dass ich schon jemals einen Song auf ein Album genommen habe, der mir nicht gefallen hätte oder für den ich nicht mein Herzblut gegeben hätte.
Cory: Dadurch, dass wir ja auch alle die Songs schreiben, sind es auch alles unsere Lieblingssongs. Ich persönlich bin aber auf die neue Platte sehr stolz. Und gerade weil der letzte Release schon zwei Jahre her ist... Mann, es ist einfach ein geiles Gefühl, endlich wieder neue Songs zu spielen! Wenn man ein Dreivierteljahr damit zubringt, durch die Gegend zu touren und immer wieder die gleichen Sets und Songs spielt, kann man sie irgendwann selbst nicht mehr hören. Jetzt haben wir aber diese brandneue Scheibe und wir spielen diese neuen Songs und dadurch lernt man gleichzeitig wieder die älteren Sachen mehr zu schätzen. Da fällt dir dann plötzlich auf, "Ah ja, der und der Song war echt gut, lasst uns den mal in das neue Set mitaufnehmen". Aber im Grunde liebe ich alle unsere Songs.

Leidenschaft ist alles... RNR: Habt ihr auf Tour die Möglichkeit, an neuen Songs zu arbeiten oder muss das warten, bis ihr wieder zurück seid?

Cory: Was wir für das aktuelle Album gemacht haben, war, wir waren im Februar für knapp eineinhalb Monate hier bei euch und kamen zurück und das komplette Album sprudelte förmlich aus uns heraus. Wir haben schon unterwegs Ideen gesammelt und komponiert und mussten zu Hause eigentlich nur noch die Drums aufnehmen. Dann haben wir unser Mischpult und das Laptop mit auf die nächste sechswöchige Tour genommen und wann immer wir die Gelegenheit hatten, haben wir an den Songs weitergearbeitet. Und als wir dann von der Tour zurück waren, war das Demo für das neue Album komplett fertig. Dann haben wir es nur noch aufgenommen.
Kyle: Wir haben die Demos unterwegs fertig gemacht und hatten damit natürlich auch eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was wir letztlich machen wollten, als wir es aufgenommen haben. Wir haben keine Zeit verschwendet. Alles ging geschmeidig und schnell von der Hand.
Cory: Und in Sachen "an Songs arbeiten" lief es eben oft so, dass wir in Proberäume gegangen sind, wenn wir die Zeit hatten, haben verschiedene Vocaltakes aufgenommen und sowas und ein paar davon sind sogar dann tatsächlich so auf's Album gekommen. Aber es war eine wirklich gute Möglichkeit zu Schreiben, denn wenn Du ins Studio gehst und willst aufnehmen, kannst Du nochmal an der Stimmung arbeiten, einzelne Wörter austauschen und das konnten wir einfach schon unterwegs machen.

RNR: Ist die Tourerei dann auch so eine Art Inspirationsquelle?

Cory: Es ist Inspiration und Fluch gleichzeitig, wenn man bedenkt, wieviel Zeit wir unterwegs verbringen und so die Gelegenheit haben, das zu tun was wir lieben. Aber gleichzeitig, ist da so viel, das wir auch aufgeben oder verloren haben, um genau das zu tun.
Kyle: Ich glaube meine größte Inspiration ist, dass ich nichts anderes lieber tue. Das ist das einzige, das ich wirklich machen will und es ist so viel einfacher, Entscheidungen zu treffen, wenn es nur eine Sache gibt, an der dir wirklich etwas liegt. Du weißt schon, natürlich ist das nicht das allereinzige, aber wenn man das große Ganze betrachtet, ist es ziemlich genau das einzige. Wenn ich zum Beispiel ein richtig gutes Jobangebot kriege, aber gleichzeitig schon wieder die nächste Tour ansteht, dann nehm' ich den Job nicht an.
Cory: Zwischendrin diese scheiß Jobs zu machen, damit wir touren können, ist notwendiges Übel, denn touren ist das, was wir machen wollen. Aber du kannst eben nicht ewig unterwegs sein, also müssen wir daheim eben auch mal arbeiten gehen. Wir verdienen nicht die Welt, aber wir kommen auf Null 'raus, deshalb ist touren für uns kostenloses Reisen und vielleicht 'mal ein paar Gratisdrinks, aber am Ende müssen wir daheim eben auch mal 'nen Monat lang in einer besssccchhh...eidenen, kleinen Fabrik oder so etwas arbeiten, das Geld ansparen, dann wieder ab in den Van und weiter geht's, quer durch's Land.

Arliss NancyRNR: Musikalisch oder allgemein gesprochen, wo nehmt ihr eure Inspiration her?
Cory: Naja, es gibt immer Bands, durch die wir ja überhaupt erst angefangen haben...
Kyle: Genau. Es gibt hunderte Bands und Musiker, die mich, abhängig von meiner Laune und Tagesform, total unterschiedlich inspirieren können. Ich würde sagen, Leute, die mehr touren als ich, sind meine Inspiration, weil ich mehr touren will, als sie. Das ist ziemlich meine größte Inspiration.
RNR: Ok, also dann ist das aber fast eher eine Herausforderung, oder!?
Kyle: Ja, klar. So im Sinne von "Wenn Du das kannst, warum sollte ich das dann nicht können"? Und dann fängst Du an, genau daran zu arbeiten.

RNR: Ich habe das Gefühl, dass eure Texte ziemlich persönlich sind. Ich mag das ja gerne, wenn sich Künstler in ihren Songs quasi völlig ausziehen. Aber macht einen das nicht auch angreifbar?

Cory: Ja, und gerade bei diesem Album, sind die Texte schon wirklich sehr persönlich. Persönlicher als die vorher. Zumindest sind es einige der persönlichsten Songs, dich ich für meinen Teil jemals geschrieben habe. Ich war verdammt nervös, als das Album raus kam. Im Grunde ist es mein Tagebuch, was ich da veröffentlicht habe. Ja, und es macht dich sicher angreifbar, aber gleichzeitig ist es schon fast katharsisch oder therapeutisch, sein Innerstes so darzustellen und dann hast Du plötzlich ein paar wirklich traurige Songs geschrieben, über einige ziemlich traurige Zeiten in deinem Leben, die aber vielleicht anderen helfen, wenn sie sie hören. Sie kriegen eine Verbindung und dann ist es nicht mehr länger nur mein Schmerz, es ist dann unser Schmerz. Es hat eine heilende Wirkung irgendwie, schätze ich.
RNR: Also ist es im Grunde eine Art zweischneidiges Schwert, oder?

Cory: Oh, das ist Musik doch immer irgendwie...!

RNR: Lasst uns mal ein bisschen über eure Tattoos sprechen. Ihr Jungs seid schon recht heftig geinked...

Kyle: ...ja, ein paar von uns zumindest. Unser Drummer hat noch ein paar Tattoos, aber der Keyboarder hat keine und unser anderer Gitarrist auch nicht.

RNR: Stimmt ja, das habe ich auf euren Pressebildern gesehen. Aber ihr beide ja schon. Wie ist das? Mögt ihr einfach gerne Tattoos oder steht ihr auf den Schmerz oder haben eure Tattoos eine besondere Bedeutung für euch?
Kyle: Ich mag Tattoos, weil ich Kunst mag. Und ich mag diese Hingabe, die ein Tätwierer im Wesentlichen braucht, wenn Du ihn etwas an deinem Körper machen lässt. Ich meine, er ist derjenige, der die Maschine in der Hand hält. Im Grunde kann er damit machen, was er will. Und es ist ein gutes Gefühl, wenn man einen Künstler oder einen Freund seine Zeit und seine Ideen in und auf sich anwenden lässt. Klar gibt es Leute, die ein oder zwei Tattoos haben, die dann irgendeine Bedeutung haben, aber dann gibt es Leute, wie mich zum Beispiel, bei mir sind viele Tattoos so entstanden, dass ich meinen Inker gefragt habe, "Hey, hast Du irgendwas herumliegen, was Du gerne stechen würdest?", und er antwortet zum Beispiel "Hast Du Bock auf nen Büffel?", und ich sag dann spontan "Klar, lass uns das machen". Dann geh ich einfach los und krieg ein neues Tattoo. 
Cory: Mir macht's einfach nur Spaß. Ich mag es einfach. Es gibt keinen bestimmten Grund. Meine Mutter hasst es abgrundtief.
Kyle: Ah, doch, mir fällt noch ein Grund ein! Als ich damals anfing, mich tätowieren zu lassen, gefielen mir die Blicke besonders von den Menschen, die mit Tattoos nichts anfangen können. Dieser Blick, mit dem die dich ansehen...!? Ich mochte das. Und es verschafft mir heute noch ein gutes Gefühl, weil ich einfach nur denken kann "Haha, fuck you!" Weißt Du, die die ihre Kinder an die Hand nehmen und sie näher zu sich 'ranziehen, wenn sie dich sehen.

Wer's verpasst hat: fucked up opportunityRNR: Also im Grunde, dass man sie mit ihren eigenen Vorurteilen konfrontiert...
Kyle: Ja, genau so. "Oh, schau mal, der war bestimmt im Knast", so in der Art.
Cory: So, wie er auch sagt... schau, meine Arme sind komplett voll, aber nach und nach wurden die Tats immer alberner oder blödsinniger. Die lässt Du dir dann unterwegs auf Tour einfach so mal eben stechen. So "Hey, ich hab 'ne Tattoomaschine dabei, hast Du Bock...?" und du antwortest einfach, "Ja, klar..." Ich weiß noch, einmal haben Kyle und ich uns gegenseitig tätowiert. Wir haben uns das Bandlogo gestochen. Ich bin definitiv besser darin, tätowiert zu werden, als selbst zu tätowieren.
Kyle: Die sehen echt fragwürdig aus...
Cory: ...die sind richtig schlecht geworden! Aber grundsätzlich, yeah, ich mag es einfach...! Man hat etwas zu tun...

RNR: Ok, geht ihr denn dann nur zu einem bestimmten Artist oder habt ihr mehrere Inker?
Kyle: Unser letzter Drummer war zufällig auch Tätowierer.
Cory: Und mit dem haben wir ja jahrelang gespielt.
Kyle: Er ist ein bisschen der Grund für meine vielen Tattoos. Ich hätte nicht so viele, wie ich jetzt habe, aber er hat uns eben kostenlos gestochen. Aber normalerweise kosten Tattoos gut Geld, wenn man eben nicht gerade jemanden kennt. Ich geh schon zu verschiedenen Leuten, aber ich hab einen guten Kumpel, Matt Ewans, der mich auch schon mal spontan fragt "Hey, was machst Du heute, Kyle, hast Du was vor? Wenn nicht, hast Du Bock auf ein neues Tattoo?" Klar, hab ich Bock...! Und: here we go...
Cory: Er hat mir auch ein neues gestochen, kurz bevor wir auf Tour gegangen sind. Quasi ein "Viel Glück"-Tattoo für die Reise.

yeah!RNR: Habt ihr euch denn in Deutschland auch tätowieren lassen?
Kyle & Cory:
Nein.
Kyle: Ich wollte gerne. Ich hab auch versucht, einen Termin bei unseren guten Freunden vom "Sister Of Mercy" in Köln zu machen. Das hat aber nicht geklappt. Und die meinten, es gibt ein paar Shops, die geöffnet hatten, als wir da waren, aber das wären keine so ganz guten Läden. Und die zwei Jungs waren selbst so ausgebucht, da kriegst Du über Jahre erstmal keinen Termin mehr. Deshalb wurde leider nichts draus. Naja, nächstes Mal...

RNR: Habt ihr denn einen bevorzugten Stil oder ist euch das weitgehend egal?

Kyle: Ich mag Old Traditionals. So Zeug aus den Vierzigern und so. Wenn es in dem Stil designed ist. Aber eigentlich ... lass' ich mir alles stechen.
Cory: Geht mir genau so.

RNR: Habt ihr ein Lieblingstattoo unter den vielen, die ihr habt?
Kyle: 
Hmmmm, ich hab da diesen Riesenlöwen auf meiner Brust.
RNR: Oh je, der Brustkorb tut abartig weh, richtig?
Kyle: Ja, Wahnsinn! Eigentlich sollte der auch gar nicht so groß werden, aber jetzt reicht er über meinen Brustkorb und den halben Bauch. Es ist schon fast lächerlich, ehrlich...
Cory: Ich hab schon ein paar, die ich mehr mag, als andere. Die meisten von denen, die ich am liebsten mag, sind eigentlich echt bescheuerte Tattoos, die aus einer Schnapsidee entstanden sind.
Das hier zum Beispiel (zeigt sein Handgelenk, auf dem drei Buchstaben tätowiert sind). "GB" hat das gleiche. "S.F.P.", es steht für "Sorry For Partying". Wir waren einfach so besoffen in der Nacht und sind am nächsten Tag mit den "Sorry For Partying"-Tattoos aufgewacht. Ich liebe es. Und dann ist da noch das andere. Ich habe letztes Weihnachten unseren alten Drummer besucht, wollte eigentlich nur schöne Feiertage wünschen. Er war grade dabei, einem Mädel ein Tattoo auf den Hintern zu stechen und die hat so dermaßen rumgeheult, dass ich nur dachte "Komm schon, Po-Tattoos können so weh doch gar nicht tun." Und er meinte nur: "Na, dann! Setz dich!" Jetzt hab ich einen riesigen Panther auf meinen Arsch. Und ehrlich, es hat so weh getan...! Und es ist noch dazu so ein bescheuertes Tattoo, aber irgendwie lieb ich es. Weißt Du, ich vergess' gerne mal, dass es da ist, dann steh' ich in der Dusche und muss jedes Mal wieder lachen, wenn ich es sehe. Ich schmeiß mich dann immer halb weg. Denn, ehrlich, man sollte nicht immer alles so Ernst nehmen. Und dafür sind solche Tattoos echt gut, die einfach nur aus Spaß entstanden und eigentlich total bescheuert sind.

Es war schon ne schöne Show RNR: Hat das bei dir am Hintern auch so wahnsinnig geblutet?

Cory: Pass auf, das war das Allerschlimmste daran... Ich hab das Tattoo ja an Weihnachten bekommen, an Heilig Abend. Und danach bin ich zu meinen Eltern gefahren, um die Feiertage mit ihnen zu verbringen. Mein Cousin war da und mein Bruder. Und wir sind alle in etwa im gleichen Alter. Also ist auch irgendwie klar, dass wir uns, wenn wir uns sehen, zusammen volllaufen lassen, oder!? Und mein Cousin kam mit dieser beknackten Wette an. Er hatte so 'nen komischen Haken, mit denen man eigentlich Heuballen herumhebt. Und er legte diesen 50-Dollar-Schein auf den Tisch und sagte "Wenn Du es schaffst, diesen Schein mit dem Haken aufzuheben, darfst Du ihn behalten.
Du hast drei Versuche." Und ich fragte nur "Was, wenn ich verliere?" Darauf er "Dann darf ich dir mit der flachen Hand auf dein Arschtattoo hauen... so fest ich kann." Dass ich versagt habe, muss ich an der Stelle wohl kaum erwähnen, oder!? Jetzt war das Tat ja immer noch geschwollen und blutete, weil ich's ja gerade erst frisch bekommen hatte und dann hatte ich zusätzlich noch diesen Handabdruck über das gesamte Tattoo. Ich sag's dir. Das tat so höllisch weh, ich konnte bestimmt eineinhalb Wochen nicht sitzen... Aber dafür ist die Farbe gut dringeblieben! Und es hat tierisch geblutet, ja. Und es tat mehr weh, als andere Tattoos. Man denkt vielleicht "Ach, ein Arschtattoo, das ist doch einfach nur witzig." Aber so witzig ist es eigentlich gar nicht, wenn man es dann machen lässt...

RNR: Ehrlich, meines
hat so schlimm geblutet, dass sogar die Jeans durchgeweicht war, bis ich zu Hause war...

Cory: Ja! Und bei mir kommt dazu: ich wollte es ja meiner Mutter nicht sagen. Weder, dass ich ein Tattoo an meinem Hintern hab, noch dass ich es ausgerechnet an Weihnachten bekommen hatte. Jetzt blutet dir das Ding durch die Jeans durch und ich hab' so schlimm gehumpelt, weil ich ja gerade die Schelle von meinem Cousin noch drauf kassiert hatte... das dann ein ganzes Wochenende vor deiner Familie zu verstecken, war wirklich hart. Die fragten ständig "Warum humpelst Du?" "Äh... ich hab was am Knie vom Joggen..."

RNR: Zurück zur Tour. Heute ist eure letzte Show. Wie ist euer Fazit bisher?
Cory: 
Es war großartig. Wir hatten super viel Spaß.
Kyle: Es war echt gut. Alles hat fantastisch funktioniert, ging geschmeidig vonstatten. Keine größeren Vorkommnisse.
Cory: Bis auf den Zwischenfall an der schweizer Grenze, da haben sie uns erwischt. Das war aber auch das einzig schlimmere, was passiert ist.
Kyle: Genau. Und sonst haben wir hier noch vor, mit den Leuten von Gunner Records über die nächste Tour zu sprechen. Ich schätze, dass wir Anfang nächstes Jahr noch einmal kommen werden.
Cory: Wir haben eine gute Zeit, hat wirklich Spaß gemacht. Und es ist ja im Grunde gerade mal die Hälfte der Tour. Wie gesagt, wenn wir wieder zurück sind, geht es ja in Amerika weiter. Aber wir werden es dort echt vermissen, nicht mehr hier sein zu können. Wir hatten jede Nacht Spaß. Es war ausufernd. Gut!

RNR: Was erwartet uns denn jetzt bei der Show?

Kyle: Hmmmm, ich weiß auch nicht...
RNR: Rock'n'Roll vielleicht?
Kyle: Oh, yeah! Soviel ist sicher! Naja, weißt Du, ich hab schon so manche Band gesehen, die haben vielleicht ein richtig gutes Album gemacht, aber wenn man sie dann auf der Bühne sieht, hat man das Gefühl, dass die eigentlich gar nicht so richtig Bock drauf haben. Wir dagegen versuchen einfach jedes Mal 100% zu geben. Auch wenn wir uns vielleicht mal gar nicht so gut fühlen oder sowas. Keiner von uns hat jemals die Einstellung, dass er gerade eigentlich gar nicht hier sein wollte. Klar haben wir heftige Nächte auf Tour, wo man einfach spürt, dass man jetzt seit 29 Tagen betrunken war und man körperlich am Ende ist. Die Nieren zicken oder man denkt, dass die Lungen keine einzige weitere Zigarette mehr vertragen...
RNR: ...die Stimme fällt aus...
Cory:
 Yeah!
Kyle: Exakt. Aber wenn's drauf ankommt, gehst Du einfach da hoch und ziehst es durch. So wie jede Nacht. Und auch wenn heute die letzte Show ist und wir das auch heftig spüren, wird es nicht anders laufen, als bei den Gigs davor.
Cory: Ich finde, wir sind auch enger zusammen gewachsen. Immerhin verbringen wir nahezu 200 Tage im Jahr auf engstem Raum miteinander. Das hält man nur aus, wenn man wirklich gut befreundet ist. Jede Nacht gehen wir da raus auf die Bühne und haben Spaß! Es gibt auch nichts, das ich mit meinen besten Freunden lieber tun würde!
Kyle: Genau...
Cory: Also gehen wir da raus und haben Spaß zusammen. Es ist cool, dass den Leuten gefällt, was wir tun. Aber das wichtigste ist, glaube ich wirklich, dass wir einfach beste Freunde sind. Wir hoffen, dass wir das auch über die Musik transportieren, aber... Ja, und wir trinken natürlich auch viel Bier. Und es wird echt schweißtreibend. "GB" zieht normalerweise auch immer irgendwann sein Shirt aus...
RNR: ...das heißt, wir werden nachher den Löwen zu sehen kriegen?
Kyle: Ja, könnte passieren.
RNR: Den Panther aber vermutlich nicht...?

Kyle: Glaub mir, das willst Du gar nicht! Nein, Spaß beiseite: es wird 'ne gute Show werden!

Cory und Kyle in action RNR: Eine letzte Frage, weil ihr gerade meintet, ihr seid beste Freunde und all das. Streitet ihr viel, wenn ihr unterwegs seid? 
Kyle: 
Hm, ja und nein. Ich meine, wir sind auch nur Menschen, richtig? Irgendwer tut immer irgendwas, dass dich anpisst. Also bist Du 'ne Stunde lang sauer und dann kommst Du entweder damit klar oder eben nicht.
Cory: Du musst ja auch bedenken, wir hocken ja wirklich eng aufeinander. Wir leben quasi ein Dreivierteljahr in einer Sardinenbüchse. Das macht aus Freunden irgendwie Brüder. Und Brüder streiten sich. Das ist normal. Ich und mein Bruder haben uns als Kinder so heftig gestritten und geboxt, dass die Nachbarn sogar die Polizei gerufen haben. So krass wird es bei uns natürlich nicht. Aber yeah, Du hast sechs unabhängige Typen in einer Band. Da bleibt Zankerei nicht aus.

RNR: Ok, dann danke ich euch, dass ihr euch Zeit genommen habt und wünsche euch 'ne tolle Show, ich freu mich drauf! 
Kyle:
 Danke Dir!
Cory: Ja!

RNR: Und, was soll ich euch sagen? Auch wenn man Kyle seine Müdigkeit nicht nur im Interview, sondern später auch auf der Bühne ansehen konnte, war es ein FEST! Ich kann euch den Besuch eines Konzertes von ARLISS NANCY nur empfehlen! Rockt! ...und ich freue mich schon auf's nächste Mal!




Text und Interview: RNR
Bilder: © RNR /Arliss Nancy




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01.10.2013
Text und Interview: RNR Bilder: © RNR /Arliss Nancy
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Wenn zwei Brüder in einer Band die Stellung als Frontmann einnehmen, geht das selten lange gut. Auch die Dualers, eine der zurzeit erfolgreichsten Ska-Bands, müssen in Zukunft ohne ihren Frontmann Si Cranstoun auskommen, der sich ganz seinen Rock’n’Roll-Projekten widmet und mit „Dynamo“ Rock’n’Roll-Hops und Musikliebhaberherzen erobert.

W.A.S.P.: Babylon

Das neue Album der US-Rocker dreht sich um das Thema der biblischen Apokalyptischen Reiter. Mit dem neuen Silberling bleiben sich die Amis treu und gehen wieder mehr "back to the roots".

Iron Maiden: A
Matter Of Life And
Death

Nach Slayer und Motörhead hat nun mit Iron Maiden eine weitere Top-Band ihr neues Album am Markt. Das ist mit 71 Minuten Spielzeit ein echter Longplayer.

Tattoo-Fans
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...was hinter ihrer Tätowierung steckt In unserer Rubrik »Tattoo-Stories« wollen wir auch zeigen, was hinter diesen Tattoos steckt. Wir lassen einige Tattoo-Fans zu Wort kommen, die uns etwas über die persönliche Bedeutung ihrer Tätowierungen erzählen
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Stand:23 October 2019 00:14:57 Warning: fopen(cache/90bc86f2fdcab5e5af4799fcc463546f.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165