Sleaze-Attack: RECKLESS LOVE mit "Spirit"


RECKLESS LOVE - Spirit (VÖ: 20. September 2013)80er-Jahre-Hairspray-Glam-Rock - ihr dachtet, diese Ära wäre ausgestanden? Falsch gedacht. Egal, ob ihr jetzt Stoßgebete gen Himmel oder Jubelschreie ausstößt: RECKLESS LOVE haben mit "Spirit" ihr drittes Album veröffentlicht, das sich dem Thema mit einer haarsträubenden Konsequenz widmet. Wir haben reingehört.

Okay. Gleich eins vorweg: Mit "Spirit" haben die 2001 gegründeten RECKLESS LOVE das Rad definitiv nicht neu erfunden. Die Frage ist ja auch vielmehr, will man das in dem Genre überhaupt? Aber eins nach dem anderen.

Das Album der Finnen startet mit "Night On Fire", das gleich die Bandbreite des Albums präsentiert: Mitsing-Chöre, straighte Gitarrenriffs, aalglatte Refrains. Deutlich rockiger und kerniger geht es mit dem nächsten Track "Bad Lovin'" zu, den ich zu einem der Highlights auf der Scheibe deklarieren möchte.

RECKLESS LOVE - Spirit (VÖ: 20. September 2013) Der nächste Track: "I Love Heavy Metal" - Ja, aber warum hört man das dann nicht? Die Hommage an die vergangenen Jahrzehnte der Hard-Rock-Ära gespickt mit Songtiteln und Bandnamen kommt leider nicht so wirklich aus dem Rock-Quark. Schade. Insgesamt kann das Album zumindest mich nicht so wirklich überzeugen, auch wenn die Jungs generell einen guten Job machen. Handwerklich passt auf "Spirit" alles, die Jungs beherrschen ihre Instrumente und auch die Produktion lässt keine Wünsche offen.

Aber das Ganze ist leider etwas zu weichgespült, es mangelt an Ecken und Kanten. Zwar geht es mit "Metal Ass" mal etwas heftiger zu und auch die Single-Auskopplung "So Happy I Could Die" hat schon etwas mehr Schmackes unter der Perücke, insgesamt ist "Spirit" aber zu radio-tauglich und auch dem Gesang von Olli Herman fehlt es etwas an Kraft, um aus der Masse der 80er-Glam-Sleaze-Bands herauszustechen. Dazu kommt eine stellenweise doch sehr deutliche Orientierung an Größen wie Poison oder auch Mötley Crüe. Eines muss man RECKLESS LOVE jedoch lassen: In Punkto Eingängigkeit spielen sie bei den ganz Großen mit.




Text: ST/RNR
Bilder: © Spinefarm / Universal




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23.09.2013
Text: ST/RNR Bilder: © Spinefarm / Universal
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