P. Paul Fenech


P. Paul Fenech - „Unsere Hörer sind die Szene!“

Dynamite: „International Super Bastard“ ist dein achtes Soloalbum! Worauf können sich deine Fans und die Käufer der Platte freuen?
P. Paul Fenech: Natürlich auf Qualität, Vielfältigkeit, Rock’n’Roll und den üblichen Charme, den sie von mir gewohnt sind, haha…

DYNAMITE!: Erst vor wenigen Monaten ist dein Solo-Best-of-Album „The Worst Of PPF666“ herausgebracht worden. Hattest du Angst, deine Fans zu langweilen, oder warum hast du die Aufnahmen der neuen Songs so schnell hinterher geschoben?
P. Paul Fenech: In erster Linie mache ich Musik für mich und natürlich für all die Leute, die das, was ich mache, mögen. Wenn es da draußen irgendwelche Leute gibt, die das langweilt, dann ist das allein ihr Problem! Andererseits bezweifle ich, dass man wirkliche Fans mit dem langweilen kann, was sie fanatisch macht.

DYNAMITE!: Gab es einen anderen Grund für die kurz hintereinander folgenden Release-Dates?
P. Paul Fenech: Um fair zu sein, muss man ja festhalten, dass ein Best-of und ein Album mit komplett neuen Songs zwei völlig unterschiedlichen Gattungen angehören – das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Was das Timing der Veröffentlichungen von neuen Platten betrifft, das ist nicht mein Problem. Ich mache sie – das Record-Label verkauft sie.

DYNAMITE!: Du stehst permanent unter Strom – dauernd arbeitest du an neuen Songs, tourst unermüdlich mit The Meteors und bist darüber hinaus auch noch für andere Bands als Produzent tätig. Woher nimmst du die Energie für all diese Dinge?
P. Paul Fenech: Der Herr versorgt mich damit… und dafür liebe ich ihn.

DYNAMITE!: Erzähl mir von deiner Arbeit als Produzent, was macht den Reiz dieser Tätigkeit für dich aus?
P. Paul Fenech: Es macht mir einfach einen Heidenspaß, mit Bands zusammenzuarbeiten, die ich mag.

DYNAMITE!: Würdest du dich selbst als Workaholic bezeichnen?
P. Paul Fenech: Nein, nicht unbedingt, denn ich bin in der glücklichen Position, nur das tun zu müssen, worauf ich Lust habe. Und außerdem: Würdest du es als Arbeit bezeichnen, wenn du das machen kannst, was du liebst?

DYNAMITE!: Gibt es einen Unterschied in der Entstehungsphase eines Meteors- und eines Solo-Songs? Wann weißt du, für welches Projekt er sich besser eignen wird – bereits während des Schreibens oder erst danach, wenn er fertig ist?
P. Paul Fenech: Wenn ich eine Idee habe, schreibe ich einfach drauf los. Wofür dieser Song bestimmt ist, ist dabei dann immer von Vornherein klar. Es gibt lediglich zwei Arten Lieder, die ich auf Verlangen bzw. in Form eines Auftrags schreibe: die für Filme und die für andere Musiker.

DYNAMITE!: Ich habe gelesen, dass du Horrorfilme sammelst und bereits an die 1000 Stück zu Hause hast. Offensichtlich scheinen Filme für dich eine sehr wichtige Inspirationsquelle zu sein, besonders für die Songtexte der Meteors. Was ist es, das dich so sehr an Quälerei, Schmerz und Furcht fasziniert?
P. Paul Fenech: Um ehrlich zu sein, sind es sogar über 3000 Filme und natürlich lasse ich mich von denen inspirieren. Allerdings besitze ich darüber hinaus auch einige tausend Bücher und anderweitiges Material sowie unterschiedlichste Kunstobjekte, die sich in und um meinen Studio-Komplex befinden und mir genauso zur Inspiration dienen.

DYNAMITE!: Und woher nimmst du für gewöhnlich die meisten Ideen beim Schreiben der Solo-Songs?
P. Paul Fenech: Da habe ich kein bestimmtes Vorgehen, das kann die größte Scheiße sein, die mich auf eine Idee bringt. Aber, wie gesagt, bisher war es immer so, dass mir die Texte einfach in den Sinn kamen und ich sie dann aufschrieb.

DYNAMITE!: Wenn ich „International Super Bastard“ höre, assoziiere ich die Musik automatisch mit dem Soundtrack eines Tarantino-Streifens. Magst du seine Filme?
P. Paul Fenech: Manche seiner Filme mag ich, manche nicht. Ich habe aber tatsächlich schon Soundtracks für Filme und auch fürs Fernsehen geschrieben. Einige von ihnen sind berühmt geworden, andere nicht. Normalerweise benutze ich bei Soundtracks ein Pseudonym, so haben wir auch schon Hunderte von Porno-Soundtracks aufgenommen.

Das komplette Interview gibt es im DYNAMITE 2/11 zu lesen.

Text: Diana Ringelsiep
Bilder: People Like You Records, Tilmann Ziegenhain


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DYNAMITE 28.01.2011
Text: Diana Ringelsiep Bilder: People Like You Records, Tilmann Ziegenhain
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