Der Beck's-Edison-Flaschenspieler


Bier und Musik gehören irgendwie ja schon immer zusammen und der deutsche Bierbrauer Beck's bringt die beiden einander noch ein wenig näher - und das im wörtlichsten aller Sinne. Mit Unterstützung der neuseeländischen Werbeagentur ''Shine'' hat Beck's nun die erste abspielbare Bierflasche der Welt entwickelt!
Der Bierflaschen-Spieler.
"Etwa zur gleichen Zeit, als Heinrich Beck das allererste Beck's-Bier braute, bastelte Tom Edison an Designs für das erste Grammofon herum. 1870 war das." So lässt die Brauerei verlauten.

Eine Fusion aus Bier und Plattenspieler ist also nur konsequent - und dabei heraus kam? Drei Minuten Musik in Vinylqualität, abgespielt auf der Oberfläche einer Bierflasche!

Die welterste "Bier-Platte" war mehr als nur eine technische Herausforderung. Das in Auckland ansässige Modellbauunternehmen "Gyro Constructivists" wurde hinzugezogen, um zunächst einmal eine Drehmaschine zu entwerfen, die überhaupt in der Lage war, Rillen in eine Bierflasche zu schneiden.

Dann bauten sie Edison's Zinnfolienphonografen mit moderner Elektronik und Materialien nach.

Dass das Ergebnis tatsächlich funktioniert wird anhand der aktuellen Single von GHOST WAVE aus Auckland eindrücklich bewiesen!




"Ich hielt eine dieser Flaschen in der Hand, sah sie an und bemerkte plötzlich, dass der Mittelteil der Flasche zylinderförmig ist. Das erinnerte mich an diese Dinger hier, einen der ersten Tonträger, die Edison Ende des 19. Jahrhunderts erfunden hatte. Was nebenbei gesagt, zufällig die gleiche Zeit war, als Beck's angefangen hat, Bier zu brauen. An zwei Enden der Welt passierten also diese beiden Dinge gleichzeitig und ich dachte, warum vereint man diese zwei nicht einfach mal zu einer Art Skulptur, die abspielbar ist. Eine abspielbare Bierflasche." (Mat Tizard, Shine Ltd.Co.)

"Edison erfand den zylindrischen Tonträger in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Als die Menschen ca. 1900 erkannten, dass das Ganze funktionierte, wurde diese 'Schallplatte' bekannt. Das Ganze aus einer Bierflasche nachzubauen war schon eine sehr ungewöhnliche Idee." (Rod Cornelius, Sammler von Edison-Walzen)

"Ganz zu Anfang des Projektes hatten wir ein bisschen Sorge, dass wir die Umsetzung vielleicht nicht schaffen könnten. Unsere anfänglichen Bedenken galten vor allem, wie wir es schaffen könnten, die Tonübertragung auf ein rundes Objekt richtig gut hinzukriegen. Im Vergleich zu einer flachen Scheibe, wie man sie für LP's üblicherweise benutzt. Am Anfang haben wir erst einmal flache Muster für unsere Tests benutzt, um verschiedene Trägermaterialien auszuprobieren. Man hat ja auch schon davon gehört, dass Leute auf die Rückseite von CDs aufgenommen haben. Wir hatten allerdings mit etlichen Oberflächengeräuschen zu kämpfen. Also sind wir zu Lackoberflächen übergegangen. Zunächst auf flachen Mustern, dann sind wir einen Schritt weitergegangen und haben zylindrische Formen benutzt, bevor wir es dann endlich auf der Flasche ausprobiert haben. Dann brauchten wir ein Gerät, um die Rillen in die Flaschen schneiden zu können, also eigentlich eine Drehmaschine. Der Grund für uns, eine Festplatte als Antrieb zu benutzen, war der, dass eine Festplatte Bahnen überträgt, keine Auf-und-Ab- und seitlichen Bewegungen, wie es eine Standard-Drehmaschine tut. Moderne Musik ist einfach sehr basslastig und da wäre die Nadel aus den Rillen gesprungen, hätten wir mit der herkömmlichen Methode gearbeitet. Auf diese Weise aber war es möglich, viel Bass in die Spuren zu übertragen. Der Gag war, moderne Technologie zu benutzen und dann zurückzuentwickeln, um einen zylindrischen Tonträger." (Andrew Turney, Gyro Constructivists)

"Als wir den Betatest machten, wurde es offensichtlich, dass alle benutzten Teile enorme Störgeräusche erzeugten. Die kamen vom Antriebsmotor, vom Riemen, vom Glas." (Rob Askew, Gyro Constructivists)

"Also, da der physische Schneidekopf bestimmte Harmonien einbrachte, mussten wir eine Software benutzen, um bestimmte Frequenzen zu reduzieren und so am Ende die gleiche Ebene für alle Frequenzen zu erhalten." (Tom Beeston, Gyro Constructivists)

"Wir hatten Sorge, eine wirklich gute Soundqualität hinzubekommen, denn viele von den Aufnahmen, die wir von zylindrischen Tonträgern kannten, klangen ziemlich kratzig. Zum Glück ist der GHOST-WAVE-Song sehr Mitten-lastig, so dass wir keinen großen Stress mit hohen Frequenzen oder Basstönen hatten." (Rob Askew, Gyro Constructivists)

"Es ist eine Möglichkeit, die Musik mit der Flasche auf innovative Weise zusammenzubringen und damit diese schöne, analoge Sound-Technologie aus dem 19. Jahrhundert ins 21. Jahrhundert zu holen." (Mat Tizard, Shine Ltd.Co.)




Text: Shine Ltd.Co. / RNR
Bilder: © Shine Ltd.Co. / Beck's NZ / Gryo Constructivists




18.06.2013
Text: Shine Ltd.Co. / RNR Bilder: © Shine Ltd.Co. / Beck's NZ / Gryo Constructivists
auf Facebook teilen

musik news

Verwandte Artikel
Newsletter bestellen
weiter
Welche Themen interessiern dich?
Bike Auto Tattoo Musik
Stand:25 May 2020 00:45:04 Warning: fopen(cache/fa444c1f80962654d34187bddd23d760.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165