Yamaha Yard Built von Kedo


Jetzt mal ernsthaft: Bei diesem Feuerwerk an Neuheiten, das Yamaha da gerade im Rahmen des Yard-Built-Programms abschießt, ist es schwer, den Überblick zu bewahren. Unzählige inspirierende Einzelstücke entstehen in den Werkstätten internationaler Bikebuilder. Yamaha als offizieller Auftraggeber vertieft so den Kontakt zur Szene, demonstriert eine tiefe Verbundenheit zur Basis und erhält nebenbei frische Ideen von talentierten Formgestaltern.

Beispiele? 2013 überraschten die Wrenchmonkees aus Dänemark mit ihrer rustikalen Gibbonslap sowie ein anonymer japanischer Umbauer mit einem schlanken Klassiker – beide auf Basis der SR400. 2014 legte Keino aus Brooklyn eine XJR 1300 mit Springergabel auf, Benders aus Deutschland baute im Auftrag von Yamaha eine sportliche Bolt (siehe Seite 10), Deus Ex Machina einen XJR-Sportler und gerade eben präsentiert Walzwerk einen XV 950 Cafe Racer (siehe Seite 8). Und schon bald ist mit einer Vmax des Kölner Customizers Jens vom Brauck von JvBMoto zum 30-jährigen Jubiläum des Muscle Bikes, einer Anniversary-XJR1300 der Wrenchmonkees und einer XV950 der südspanischen Newcomer Matt Black Designs zu rechnen.

Ganz besonders interessiert uns ein weiteres Mitglied der Yard-Built-Familie: Die Hamburger Einzylinder-Spezialisten von Kedo entwickelten gleich zwei Kreationen auf Basis der SR400 – Stallion und Bronco – die beide erstmals am Yamaha-Stand auf der EICMA in Mailand standen und somit noch brühwarm sind.

Stallion
Mit der »Stallion« wollten die XT- und SR-Profis ein Bike präsentieren, das von den Siebzigerjahren inspiriert ist, das von scharfen Linien und fließenden Formen dominiert wird. Also befreiten die Norddeutschen die SR400 von allen Anbauteilen und begannen mit der Entwicklung eigener Produkte passend zu diesen Ideen. Wesentliche Stilmerkmale sollten eine kantige Lampenverkleidung und ein voluminös gestylter Sitzbankhöcker sein. Im Verbund mit eigens geformten Seitendeckeln und einem passenden Frontfender erinnert die Linie der Stallion an Formen klassischer Supersportwagen.

Ein zweiteiliger Custom-Lenker, eine Aluminium-Schwinge und zurückverlegte Fußrasten betonen diesen dynamischen Stil. Eingelassen in die markante Lampenmaske ist je ein analog anzeigender Daytona »Velona«-Tachometer und -Drehzahlmesser mit blauer LED-Hintergrundbeleuchtung. Eine türkisblaue Metalliclackierung, Alugussräder und »Stallion«-Logo-Sticker runden den ungewöhnlichen Umbau ab.

Der 400-ccm-Einzylinder der aktuellen SR 400-Modelle ist ein im Hubraum verkleinerter SR-500-Motor

Die kleinen Daytona-Instrumente fügen sich stimmig in die kantige Lampenverkleidung ein. Störende Lenkeraufnahmen gibt es an der Gabelbrücke nicht

Bronco
Der zweite Umbau von Kedo hört auf den Namen »Bronco« und teilt sich die gleichen Hauptkomponenten mit der »Stallion« – etwa die abgespeckte SR-400-Basis mit Serienbremsen und -Rädern sowie die Kedo-Aluschwinge. Dennoch spiegelt sie eine völlig andere Motorradgattung wider. Mit grob profilierten 18-Zoll-Reifen auf Speichenrädern, angepassten Radabdeckungen und rustikalen Fußrasten erinnert die Bronco an Scrambler und Tracker vergangener Jahrzehnte. Sie kommt robuster daher und ist stärker auf den täglichen Einsatz ausgelegt. Dennoch finden sich an der candy-goldfarbenen 400er auch aktuelle Technologien wie der in den Scheinwerfer eingelassene, digitale Daytona-Tacho, die polierte obere Alu-Gabelbrücke oder das winzige LED-Rücklicht.





Stallion und Bronco. Zwei unterschiedliche Konzepte, zwei überzeugende Ergebnisse. Neue Ideen können sich die Yamaha-Jungs zuhauf an den beiden Kedo-SR holen. Bleibt zu hoffen, dass sich die ein oder andere kreative Inspiration in zukünftigen Serienbikes niederschlägt.

Text: Dirk Mangartz
Bilder: Yamaha




12.01.2015
Text: Dirk Mangartz Bilder: Yamaha
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