Classic Racer von Team Metisse


Team Metisse Classic Racer»Gut ist immer dann, wenn dich nichts mehr stört«, beschreibt Horst Edler seine glasklare Philosophie. Bereits Ende der 80er-Jahre hatte der damalige Rickman-Fahrer die Firma Team Metisse gegründet, um zunächst Premium-Motorradzubehör aus England zu importieren und später eigenes zu entwickeln. »Wir leben vom Zubehör«, erklärt der Autodidakt, »aber wir bauen regelmäßig auch Projektbikes.« Seit eineinhalb Jahren wird die Sportmotorrad-Linie von der »Classic Racer«-Reihe ergänzt, zunächst mit Teilen für die BMW R 1200 R, dann auch für Triumph Thruxton und seit dem Frühjahr 2014 auch für die Harley-Davidson XR 1200. »Selbst viele 20-Jährige interessieren sich nicht etwa für Supersportler oder Supermotos, sondern für klassische Cafe Racer«, hat Horst festgestellt. Und da er persönlich schon immer auch klassische Bikes der Siebziger geliebt hat, fiel die Entscheidung pro Cafe Racer nicht schwer.
Harley-Davidson XR
Harley XR 1200
Also nahm sich der Metisse-Chef Harleys Sportlichste vor, die ja leider nicht mehr gebaut wird. Auf Basis einer guten Gebrauchten von 2010 realisierte er seine Vision von einer klassisch-dynamischen Harley-Davidson. Horst erzählt, wie aufwändig es war, die originale Airbox zu erhalten und dennoch einen schlanken Benzintank darüber zu formen. 16 Liter fasst das Alugefäß und bietet damit ausreichende Alltagstauglichkeit. Überhaupt legt der Mann aus der Südheide viel Wert auf Gebrauchsfähigkeit: »Der Tankdeckel ist zum Beispiel abschließbar und belüftet. Einen Schlauch oder so etwas muss man heute nicht mehr akzeptieren.« Der Aluminiumhöcker aus eigener Fertigung ist sauber verarbeitet und »auch von unten schön«, so Horst. Und überhaupt sind alle Umbauten ausnahmslos TÜV-konform. So auch der Remus-Auspuff, der ein wenig mehr Leistung und Drehmoment bringt. »Wichtiger ist aber, dass sie sauber läuft«, freut er sich und verweist zudem auf den dumpfen Klang. Die voll einstellbare Showa-Gabel des X-Modells erhielt Wilbers-Federn, und auch im Heck arbeiten hochwertige Stoßdämpfer der Spezialisten aus Nordhorn. Der schlanke Sportfahrer legt Wert auf Präzision: »Die Federbeine sind exakt auf die XR abgestimmt, momentan für einen Fahrer mit etwa 80 Kilo.« Eine Gilles-Fußrastenanlage, ein flacher Fehling-Lenker und Titanschrauben vervollständigen das Sportpaket. Dazu hat der Metisse-Mann den Ventildeckel rot lackiert und den Bodyparts die Farben der amerikanischen Flagge verpasst: »Dezent interpretiert«, lacht Horst. »Die XR fährt sich für eine Harley fantastisch. Mit Originalbereifung ist sie kein Handlingwunder, die Metzeler Roadtec Z8 verbessern die Agilität aber stark.« Außerdem vergrößert die Remus-Anlage die Schräglagenfreiheit. Rund 4500 Euro kostet der Umbaukit bei Team Metisse und ist von jedem halbwegs versierten Schrauber montierbar.

Triumph Thruxton
Triumph Thruxton
»Früher war nicht so viel Trödel dran«, zeigt Horst auf die stabile Bauart der Triumph Thruxton. Denn mit ein bisschen weniger Gewicht würden auch die knapp 70 PS der Engländerin völlig ausreichen. Also entwickelte er einen Alutank und einen rundlichen Aluhöcker, die immerhin ein paar Kilo einsparen. »Das reicht natürlich noch nicht, aber es geht ja auch um die Optik.« Deshalb hatte der Zubehörprofi Tank und Höcker erst einmal gezeichnet. Er legte dabei die Linie des Entwurfs und spezielle Winkel fest, so korrespondiert etwa der vordere Tankabschluss exakt mit der Motorhalterung am Rahmen. Der komplette Umbaukit, der übrigens auch an Bonneville, T100 und Scrambler passt und auch für die Vergasermodelle erhältlich ist, umfasst neben Tank und Höcker zusätzlich LED-Rücklicht, Tieferlegung der Instrumente, Kennzeichnenhalter und Alublinker. Der Preis: rund 3000 Euro. In Kooperation mit Triumph-Vertragshändler ZTK werden auch Neufahrzeuge aufgebaut, für die dann ab 13000 Euro aufgerufen werden. »Die hier gezeigte Thruxton ist so etwas wie das Basismodell«, zeigt Horst auf die serienmäßigen Federelemente. »Bis auf das vordere Aluschutzblech, das als Extra erhältlich ist.« Weitere Modifikationen, etwa Wilbers-Federbeine und -Gabelfedern, sind möglich. Doch bereits mit Serienfahrwerk gibt sich die Thruxton handlich und kurvenfreudig. Der schmale Lenker passt bestens zu diesem Konzept.
Team Metisse Classic Racer
 

Genau wie der Harley steht der Triumph der klassische Sportlook ausgezeichnet. Beide Bikes wirken weder künstlich auf alt gemacht noch halbherzig umgebastelt. Form und Verarbeitung befinden sich im Einklang – auf hohem Niveau. Wenn man’s genau nimmt, stört einen jetzt eigentlich gar nichts mehr …



Text: Dirk Mangartz
Bilder: Volker Rost




02.06.2014
Text: Dirk Mangartz Bilder: Volker Rost
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