BIKERS NEWS 12.12.2008
Text: Wikinger Bilder: Wikinger
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motorrad berichte

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To The Rock

Das zweite Album der Allstar-Truppe um Sänger Steve Grisham ist für Southern Rock-Fans eine Ohrenweide.

Jimmy Cornett:
California Session

Jimmy Cornett lebt von und mit seiner Gitarre. Der Musiker treibt sich ohne festes Ziel in der Weltgeschichte rum und tritt auf wo es passt. 2010 war er in den Staaten. Dort entstanden neue Songs, von denen er nun eine Auswahl auf dieser EP präsentiert.

Neue Moto Guzzi
California 1400 im
Fahrtest

CUSTOMBIKE testete bereits jetzt eine der EICMA-News: die neue Moto Guzzi California 1400. Endlich haben die Italiener ihren Dauerbrenner völlig neu entwickelt, und endlich ist man von dem Konzept der bisherigen 1100-ccm-California abgewichen.

California Vintage

Die Moto Guzzi California hat einst Rocker-Geschichte geschrieben. Eine Retro-Auflage hat sie sich damit verdient Im Hause Moto Guzzi lebt man südländische Leichtigkeit. Anders können wir es uns nicht erklären, dass selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung noch vor uns ein Testmotorrad der Moto Guzzi California Vintage bekommen hat. Aber auch wir kennen den südländischen Weg.

Motorradreisen in
den USA

Ein guter Cowboy ist gut vorbereitet. Wir geben euch Tipps für den großen Ritt auf der Harley durch den Wilden Westen Von einer Reise in die USA raten wir dringend ab. Erstens werdet ihr schon bei den Einreisekontrollen so behandelt, dass es euch jede Lust nimmt, das „Land of the Free“ überhaupt zu betreten. Wenn ihr wie echte Biker ausseht, bekommt ihr dieses Paket auch gleich mit Nachschlag.

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Somewhere in
California

Vor 15 Jahren reformierten sich Night Ranger, die zwischen 1981 und 89 schon mit hymnenhaftem Rock erfolgreich waren. Seit der Wiedervereinigung haben sie nun schon wieder fünf Studioalben veröffentlicht.

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Coming

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Moto Guzzi
California Custom:
Power Cruiser
California Custom
1400

Mit der Ende Februar präsentierten California Custom will Moto Guzzi neue Kundenkreise erschließen. Anders als die eher konservativ aufgestellte Touring-California, die ja eine lange Reihe ehrenwerter Ahnen aufweisen kann, zielt die Custom auf Cruiser-Fahrer und auf Harley-Käufer. So eine Guzzi hat es bislang nicht gegeben. Denn diesen Auftrag übernimmt sie verdammt glaubhaft.

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Tipps für Southern California


Ein paar grundsätzliche Regeln solltet ihr für eure Reise nach Southern California kennen

Southern California umfasst die gesamte riesige Fläche unterschiedlichster Orte, die sich gemeinsam „Los Angeles“ nennen, südlich davon geht es etwa 200 Kilometer bis hinunter nach San Diego an der mexikanischen Grenze.
Statistisch gibt es tatsächlich nur drei Regentage im Monat, im Sommer gar keine. Beste Reisezeit sind Mai und Juni, dann wieder September und Oktober. Dazwischen ist es einfach oft zu heiß, 40 Grad sind keine Seltenheit.
So-Cal ist kein klassisches Urlaubsland! Die Leute leben, wohnen und arbeiten hier. Mit allen Folgen, ähnlich wie in Berlin, im Ruhrpott oder München. Der Verkehr ist dicht und staut sich ständig. In der Nähe von Sehenswürdigkeiten gibt es dafür immer riesige Parkplätze, meist auch einen freien Stellplatz.

Motorrad-Fahren
Biker gehören nicht in den Erfahrungshorizont des US-Autofahrers. Kaum einer hat je auf einem Motorrad gesessen. Das hat den Nachteil, dass unsere Geschwindigkeit falsch eingeschätzt wird und dass wir übersehen werden. Also doppelt vorausschauend fahren!
Das hat aber auch den Vorteil, dass wir eine gewisse Narrenfreiheit genießen. Schlängeln, Überholen und sonstige Kavaliersdelikte sind den Amis egal, wir sind ja nicht im gleichen Universum unterwegs. Also nur Mut! Und bewundernde, freundliche Blicke an der Ampel sind an der Tagesordnung.

Helmpflicht
Mögen auch die Helden unserer Filme immer das Haar wehen lassen – seit 2002 gilt abso­lute Helmpflicht in California. Ausnahmeregelungen mit der heimischen Versicherung gelten niemals für Touristen.
Welche Art von Helm ihr tragt, ist allerdings egal, er muss nur street-legal sein. Da geht vom Braincap bis zum NASCAR-Simpson. Streetfighter-Fahrer tragen den auch in der größten Hitze.

Freie Fahrt

Natürlich muss sich der Motorradfahrer an die Verkehrsregeln halten. Aber erstens sind in vielen Städten innerorts auf ganz normalen Straßen bereits 45 mph erlaubt, was rund siebzig km/h entspricht.
Und zweitens: Immer rechts bleiben. Die rechte Spur darf in USA auch bei roter Ampel rechts abbiegen. Mit dem Bike könnt ihr schön rechts mitschwimmen, weil sich diese Spur schnell leert. Wenn ihr dann dennoch geradeaus wollt, schiebt euch vor die haltenden Autos der linken Nebenspur.

Spurwechsel

Die California Highways und Freeways sind schon seit längerer Zeit für bis zu 70 mph frei gegeben, in der Regel gelten 65 mph, was etwa 110 km/h entspricht. Allerdings fahren dann auch alle Spuren etwa gleich schnell.
Vorteil: Ihr könnt entspannt Spuren wechseln und kommt mit leichtem Über-Speed schon gut voran.
Nachteil: Wer viel Spuren wechselt, ist wahrscheinlich schneller unterwegs als der Rest. Das bemerken die State Troopers und Highway-Cops sofort. Ihr dürft euch nicht wundern, wenn ihr von einem weißen Mittelklassewagen verfolgt werdet, unter dessen Frontscheibenrahmen dann plötzlich Polizeileuchten blinken. Rechts ran und abwarten.

Polizei
Die Polizei ist freundlich und hilfsbereit bei Fragen und Problemen. Sie ist kriegerisch und verstockt bei Verstößen. Nicht diskutieren. Anweisungen unbedingt Folge leisten. Das machen auch die Amis so und es gibt keinen Touristen-Bonus.
Wer nur den deutschen Führerschein dabei hat, kann möglicherweise mit einer Verwarnung davon kommen. Der internationale Führerschein ist Pflicht in USA, den solltet ihr aber nur auf Verlangen vorzeigen. Das hilft vielleicht, um eine Geldstrafe herum zu kommen. Belehrungen müsst ihr freundlich entgegen nehmen und euch bedanken: Thank you, Sir!

Sonderspuren

Eine tolle Einrichtung sind die „Car Pool Lanes“. Um Fahrgemeinschaften zu fördern und so die Anzahl der einzeln besetzten Fahrzeuge zu verringern, wurden bereits Anfang der 80er Jahre Sonderspuren eingerichtet, meist die ganz linke Spur auf der Highway. Diese Spur ist bereits mit mindestens zwei Insassen zur Benutzung freigegeben. Auf ihr geht’s schneller voran, und Motorräder dürfen hier auch fahren, sogar einzeln besetzt.
Ein „Local Bypass“ ist eine rechte Spur, die nur Auffahrten oder Ausfahrten miteinander verbindet. Da gibt’s nur zwei Zustände: Es staut sich oder es geht schneller voran. Besser meiden.
Weg vom „Truck Lane“! Das ist das Reich der Dicken, und die machen keine Gefangenen.


Links ein so genannter „Car Pool Lane“. Da geht’s schneller voran, auch Biker dürfen ihn nutzen

Straßen
Die Straßen sind breit, innerorts sehr gut und oft Einbahnstraßen. Aber in Gewerbe- und Hafengebieten sind bachtiefe Spurrinnen keine Seltenheit. Die Highways sind zum Teil grottenschlecht, immer lauern „Bumps“ und „Dents“, also kurze Stöße und Ausbrüche. Auf den Seitenstreifen liegt viel „Debris“, also Dreck und kleine Trümmer. Fahrt da besser nicht am Stau vorbei.
Die Spuren sind so breit, dass ihr euch mit dem Moped, selbst mit Koffern, gut durchschlängeln könnt. Bei uns wurde es jedenfalls nie geahndet.
Verhalten an der Ampel
Schaut nicht zu lange in die Autos neben euch. Man fühlt sich in USA dann schnell bedroht. Ab gefühlten drei Sekunden Gucken ändert sich das Verhalten des Nachbarn, dann denkt er über Waffengebrauch nach.
US-Biker rieten uns trotzdem: Wenn ihr neben einem älteren Ehepaar in Minivan und mit Enkeln auf der Rückbank haltet, dann knurrt sie wenigstens an. Das ist wichtig für unser Biker-Image!
Rollt ihr im Verkehr mit, dann lasst alle anderen locker Spuren wechseln und abbiegen. Ihr dürft das auch alles selbst. Aber von einem Parkplatz oder einer Tanke lässt euch niemand rein. Dann seid ihr auf die Beschleunigung angewiesen.

CANUSA
Wer seine Reise nicht selbst planen will, der sollte sich mit den Canada- und USA-Spezialisten zusammenschließen. Neben sehr vielen interessanten Reiseangeboten planen die CANUSAs mitunter auch komplett individuelle Reiseverläufe nach Wunsch. Haben wir so gemacht, klappte super. Komplett nach unseren Wünschen bekamen wir ohne Suche Flüge, Leihwagen, Hotels und Adressen.
www.canusa.de

Internationaler Führerschein
Der ist Pflicht. Besorgen, rechtzeitig beim zuständigen Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro beantragen. Kann bis zu sechs Wochen dauern. Also wirklich früh hingehen!

Kamera & Laptop

Lasst euch nicht verrückt machen. Dafür ist nur eine kurze Sichtprüfung und die ganz normale Durchleuchtung notwendig. Unsere 3600 Fotos waren alle noch auf der Platte.

Leih-Motorrad
Wer stilecht durch die USA auf einer Harley fahren möchte und nicht das unverschämte Glück hat, auf eine Presse-Harley zurückgreifen zu können, ist nach Aussage der Amis am besten mit „Eagle Rider“ bedient. Dieses Unternehmen arbeitet seit 1992 eng mit Harley-Davidson USA zusammen und bietet ein ausgereiftes Konzept für Gepäckbeförderung, Ersatzteil- oder Ersatzfahrzeugbeschaffung. Die Eagle-Rider-Urlauber tragen oft ein HOG-ähnliches Color auf dem T-Shirt. Die Bikes können von Deutschland aus gebucht werden und stehen mit ADAC-Karte mitunter zum Discount-Preis zur Verfügung. One Way-Tours sind möglich.
Leih-HDs kosten in Southern California etwa 130 Dollar am Tag, Japaner vom Schlage einer dicken Honda VT ACE sind bereits ab 85 Dollar zu haben.
www.eaglerider.com

ADAC

Wir empfehlen’s nicht gerne, denn das ist ja nur was für Spießer, die Autofahren mit „Freiheit“ verwechseln. Aber die ADAC-Mitgliedschaft ist hilfreich. Dort gibt’s den AAA-Ausweis. Das ist das amerikanische Pendant zum ADAC, es hilft bei Pannen und Schäden. Und es gibt viele Rabatte bei Motels und Sehenswürdigkeiten.


Knurrt andere Verkehrsteilnehmer wenigstens an. Das ist wichtig für unser Biker-Image!


Text: Wikinger
Bilder: Wikinger


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Stand:28 May 2020 17:15:40 Warning: fopen(cache/c48f669b4a956b631b7ba1e905458eb9.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 163 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 164 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/rockandroad.de/httpdocs/index.php on line 165