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BIKERS NEWS 18.06.2007
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Robert Königs Funeral


„Ein fantastischer Biker ist von uns gegangen!“












Am Mittwoch, dem 23. Mai 2007, fährt ein schwarzer KIA-Van mehrfach am V-Team Harley Davidson-Shop in Ibbenbüren bei Osnabrück vorbei. Als er schließlich hält, steigt ein groß gewachsener Mann mit blonden Haaren aus und betritt den Shop. Er ist mit einer Pistole mit Schalldämpfer bewaffnet. Im Büro hat einer der Inhaber, Robert König, soeben seinen Arbeitstag begonnen. Der zweifache Familienvater wird von mehreren Kugeln getroffen. Er schleppt sich in den Werkstattraum, wo er wenig später an seinen schweren Verletzungen stirbt.

Über 1000 Trauergäste fanden sich zusammen

Robert König war ein international renommierter Bike-Spezialist und Geschäftsmann mit tadellosem Ruf. Er war begeisteter Dragsterpilot in der Harley Davidson Competition-Klasse. Er war verheiratet und Vater von zwei Söhnen im Alter von fünf und sechs Jahren. Robert König war viele Jahre Mitglied des Free Eagles MC und anschließend fast fünf Jahre Mitglied des Hells Angels MC West Side.

Der letzte Gruß des Hells Angels MC West Side

Acht Tage später steht die Beerdigung von Robert König an. Über Ibbenbüren im westfälischen Münsterland spannt sich ein makellos blauer Himmel, eigentlich ideales Biker-Wetter. Doch vor dem V-Team Shop hängt ein Banner mit einem letzten Gruß der Hells Angels West Side an ihren ermordeten Bruder Robert. Zelte mit dem erforderlichen Catering für die zahlreich erwarteten Gäste wurden aufgestellt, Polizeifahrzeuge sind ringsum vorgefahren, die Vertreter von Presse und Fernsehen treffen ein, und die ersten Bikes parken bereits in sauberer Reihe.
Robert liegt in einem abgedunkelten Raum in seinem Shop aufgebahrt. Nur vier Kerzen erleuchten den Raum, hinter dem offenen Sarg steht Roberts Lieblings-Harley. Schon in den frühen Morgenstunden warten die ersten Besucher, um von dem ermordeten Biker Abschied zu nehmen. Draußen nimmt das Grollen der einlaufenden Harleys kein Ende. In den nächsten Stunden treffen Hells Angels aus gesamt Europa, aus den USA, Australien, Kanada und Südamerika ein. Es ist eine beeindruckende Szenerie. Viele Vertreter von großen deutschen Clubs fahren vor, dazu hunderte von Bikern, Freunden und Bekannten quer durch alle Bevölkerungsschichten. Sie alle wollen dem ermordeten Hells Angel die letzte Ehre zu erweisen. Die Stimmung ist von Trauer geprägt, es fehlt die sonst übliche gute Laune, die meist das Schulterklatschen bei der Begrüßung übertrifft. Die Gespräche verraten, wie viel Zorn und Wut dicht unter der Oberfläche kochen.

Das Donnern von 600 Bikes erfüllt die Umgebung

Um kurz vor 14.00 Uhr wird es still unter den 1000 Trauergästen. Eine Aufforderung genügt, und es bildet sich eine lange Gasse. Der Leichenwagen fährt vor. Sechs Hells Angels, die mit Robert den längsten Weg gegangen waren, tragen ihn nun in einem weißen Sarg, der mit den Emblemen des Hells Angels MC geschmückt ist, zu seiner letzten Fahrt. Dann erfüllt das Donnern von über 600 Bikes die gesamte Umgebung um den Shop. Die sechs Sargträger setzen sich vor den Leichenwagen und bilden die Spitze des Trauerzugs. In mehreren Limousinen folgen die Familie und die Angehörigen des Toten. Geführt vom Hells Angels MC West Side, schließt sich ein über vier Kilometer Konvoi in langsamer Fahrt an, zunächst über Land, dann durch Ibbenbüren und schließlich zum Friedhof. Es dauert seine Zeit, bis dort auch der letzte Motor verstummt ist.

Robert König
* 25.6.1959 † 23.5.2007


„Angels never die“ klingt aus den Lautsprechern. Beherrschend, als sollte der Song noch einmal Roberts energiegeladenes Leben, mit allen Vorkommnissen, allen Höhen und Tiefen nachvollziehen. Nach der folgenden Stille widmet der Pastor die Trauerrede zunächst der Familie des Ermordeten, aber auch dem künftigen Leben sowohl der Hinterbliebenen als auch Roberts Brüdern vom Hells Angels MC. Micha, President des HAMC West Side, bekräftigt am offenen Grab, dass Roberts Brüder „alles in ihrer Macht stehende tun werden, damit der feige Mord aufgeklärt wird.“ Er zitiert von den vielen erhaltenen E-Mails einen Satz, der Robert und sein Leben perfekt beschreibt: „Ein fantastischer Biker ist von uns gegangen.“ Und er schließt seine Worte mit einem Versprechen: „Robert, es war uns eine Ehre, mit dir Seite an Seite zu fahren. Du wirst auch weiterhin mit uns fahren.“

Der komplette Text steht in der BIKERS NEWS 7/07.

Text: Django, Fotos: Rödiger



Der Hells Angels MC West Side dankt allen Trauergästen für ihr Erscheinen, den Helfern und Supportern für ihre Mitarbeit, den Vertretern der Medien für ihre Rücksichtnahme und den örtlichen Behörden für die professionelle Kooperation


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Stand:25 April 2019 18:29:45