Schrauberglück: Restauration Bulli Camper Teil 5


Altblech-Recycling

oder: Olli und Emil: Die Komplettrestauration eines Westfalia-Campers Teil 5

Zwei Ausgaben lang war nix von unserem Hauptdarsteller zu sehen. Denn während sich Olli erst den Boxermotor vornahm, um dann Fahrwerk, Bremsen & Co. auf Vordermann zu bringen, weilte unser Emil beim Meister der Farbeimer. Dort stand eine Komplettlackierung an – wobei lange nicht klar war, welche Farbe es denn nun werden sollte …

Mit dem Lack hatte ich wirklich so meine Probleme“, erinnert sich Olli, dem anfangs nur klar war, dass der via Internet gekaufte Camper so oder so neu eingekleidet werden würde. „Ich hätte den Bus denn auch genommen, wenn er schweinchenrosa oder hornhautumbra angepinselt gewesen wäre – pfeif drauf! Schwieriger war da die Wahl der neuen Farbe: zwei oder drei Monate hab’ ich rumgegrübelt.“

Letztlich brach auch hier die Jugenderinnerung an den Elba-Urlaub durch: Einst rollte Olli als Steppke in Vaddis Bulli mit nach Süden – und der hatte eine zweifarbige Lackierung mit weißen und orangefarbenen Flächen. (Also der VW – nicht Vaddi!) Das sollte es dann auch wieder werden: „Allerdings in modernerer Ausführung, wurde doch in den 70er Jahren mit Einschichtlacken gearbeitet – die an die heute üblichen Zweischichtlackierungen einfach nicht rankommen.“


„Das Gestänge des Ausstelldachs ,nur‘ neu zu verzinken, das war mir nicht genug. Deshalb hab’ ich es komplett vorpoliert zum Verchromer gegeben“

Geile Ausstellfenster
Nachdem die Sache mit der Farbwahl endlich geklärt war, hatte Olli auch die Vorarbeiten abgeschlossen. Zumindest das Schleifen wollte er noch in Eigenregie durchziehen – was in Absprache mit dem Lackierer auch möglich war. Und auch die Vorbereitung des Unterbodens, der dick mit Rostschutzfarbe gestrichen und dann schwarz lackiert wurde, übernahm Olli. Alle anderen Arbeiten – also das Aufbringen des Unterbodenschutzes, das Füllern, Spachteln und der Lack selber – waren dann Sache des Meisters. „Hier sollte man wirklich nicht am falschen Eck sparen“, mahnt Olli. „Lieber ein paar Kröten mehr in die Hand nehmen, um sich ’nen Fachbetrieb mit Oldieerfahrung leisten zu können – das zahlt sich wirklich aus.“ Zumal die großen Flächen an den Flanken des T2 jeden noch so kleinen Fehler im Lackunterbau gnadenlos rausposaunen. „Speziell auf der Fahrerseite sieht man noch den kleinsten Blechfurz – ohne leichtes Spachteln geht’s meist nicht ab.“ Wer deshalb cool an die Sache rangeht, und Mr. Sprühpistole unnötige Hektik erspart, tut allen Beteiligten einen Gefallen. Auch, wenn es manchmal schwer fällt, geduldig zu bleiben …

Letztlich hat sich die Warterei aber gelohnt – zumal Olli ja mit den anderen Arbeiten gut ausgelastet war. Denn neben Motor und Fahrwerk wurden auch Fenster- und Chromdetails vorbereitet. „Die Ausstellfenster beispielsweise – das ist ja so ein geiles Feature an den alten Bussen - hab’ ich komplett zerlegt, bevor die Metallteile gestrahlt und pulverbeschichtet wurden. Den Chrom hab ich derweil aufpoliert – um dann alles mit neuen Dichtungen zum Einbau vorzubereiten“, erinnert sich Olli an die kleine Aktion, die ihm später mal unendlich viel Spaß machen dürfte. Denn jedes Mal, wenn man während der Fahrt lässig den Vorreiber nach vorne klappt, und das Dreiecksfenster ausstellt, weht einem dieses astreine Gefühl sauberer Arbeit in die Bude …

… weiter geht’s in Motor Maniacs 5/11


Text: Heiko P. Wacker
Bilder: Olli




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19.08.2011
Text: Heiko P. Wacker Bilder: Olli
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