Alfa Romeo Giulia: Mailänder Julchen


Alfa Romeo Vor allem jenseits der Alpen wurden immer wieder Klassiker kreiert, die binnen kürzester Zeit Kultstatus erringen konnten. Manchmal wegen ihrer schieren Kraft – manchmal auch wegen der gesunden Mischung aus Sportlichkeit und Emotionen. Alfa Romeos „Giulia“ ist ganz sicherlich so ein Fall …

Vorgestellt wurde die Giulia sehr selbstbewusst auf der Rennstrecke von Monza, wobei sie sich an diesem 27. Juni 1962 trotz der anspruchsvollen Piste keine Blöße gab. Zu sehr hatte sich die Nachfolgerin der zierlicheren „Giulietta“ weiterentwickelt, zu viel Mühe hatten die Ingenieure in die größere und auch stärkere Giulia investiert, die bald zum Spitzenmodell von Alfa Romeo avancieren sollte.

Natürlich waren Giulietta & Giulia eng verwandt – doch konnte Alfa beispielsweise auf dem deutschen Markt erst mit der jüngeren Schwester so richtig punkten. Immerhin war sie ausgesprochen spritzig unterwegs, Details wie Scheibenbremsen rundum oder ein Fünfganggetriebe machten sich hier bezahlt. Die schnellste Variante freilich, die Giulia TI Super, blieb ein 112 PS starker und 190 Sachen flotter Traum: Das auf 500 Exemplare limitierte Modell wurde ausschließlich an Privatrennfahrer abgegeben.

Allerdings muss es ja nicht unbedingt solch ein heißes Sammlerstück sein – man kann auch mit einer der zivileren Varianten jede Menge italienischer Momente genießen, wie echte Alfisti versichern werden. Die Vielfalt ist dabei enorm: Erst Ende 1978 lief die Produktion nach über 16 Jahren und rund 820.000 gebauten Fahrzeugen aus.

Lorenzo Ardizio hat also durchaus was zu erzählen über die Giulia, die jüngst ihren 50. Geburtstag feierte – wohl aber noch lange nicht erwachsen sein dürfte. Sein 2012 erstmals in Italien veröffentlichter Band „Alfa Romeo Giulia“ – sinnigerweise sind die Titel der italienischen wie der deutschen Ausgabe identisch – liefert Texte und Fakten zum Mailänder Klassiker. Abgerundet wird das mit Schutzumschlag versehene Buch von einer ganzen Latte zeitgenössischer Bilder und alter Werbeaufnahmen. Und wem das noch nicht genügt, der findet zur weiteren Einstimmung noch eine kleine Kaufberatung. Doch Obacht! Ruck zuck wird man zum Alfisti … (hpw)

Lorenzo Ardizio: Alfa Romeo Giulia. Übersetzt von Mark Oliver Pohl. Heel Verlag Königswinter, 127 Seiten, 280 Farb- und s/w-Abbildungen, 241 x 269 mm, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-86852-695-0, 24,99 Euro.


Text: Dr. Heiko P. Wacker
Bilder: Heel Verlag Königswinter




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14.01.2014
Text: Dr. Heiko P. Wacker Bilder: Heel Verlag Königswinter
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