VW 1600TL/Typ 3


Volksbilly

Gisel ist eingefleischter Rockabilly, fährt einen 59er Chevy und einen Ovali-Käfer. Nun suchte er einen Wagen, der amerikanischen Esprit und das Luftgekühlte miteinander verbinden könnte – und fand den VW 1600TL
 

In Wolfsburg war man, genau genommen, noch ziemlich grün hinter den Ohren, was die Entwicklung neuer Modelle betraf. Ihren Typ 1 hatten die Autobauer auf Grundlage des einst von Porsche entwickelten und später für Zwecke von Militär und Politik modifiziert in Serie geschickten KdF-Wagens gebaut. Die Pläne für die Käfer-Serienfertigung nach dem Krieg  waren daher keinesfalls neu. Und der Typ 2, der Transporter, entwickelte sich quasi von selbst, als VW-Arbeiter auf Basis alter Typ 1 eigene Transportautos für den Werksverkehr zusammenzimmerten. Der Bulli erwies sich außerhalb der Werksmauern schnell als Verkaufsschlager. Wenn man es genau nimmt, war in Wolfsburg daher bislang wenig strategische Marktanalyse und passgenaue Entwicklung nötig gewesen.


1600TL: Mit dem Fastback erinnert das Auto seinen Besitzer an schnittigen Ami-Style

Das aber änderte sich Ende der 50er Jahre, als immer mehr Menschen in Deutschland zu Wohlstand kamen. Denn die wollten plötzlich nicht mehr alle auf engstem Raum mit dem Beifahrer kuscheln, wie es der Käfer nicht anders erlaubte. Stattdessen sattelten sie im zunehmenden Wirtschaftswunder vom Einheitskrabbler vermehrt auf Autos anderer Hersteller um: Ford etwa bot den 17M, der neben mehr Hubraum als der Käfer auch noch so etwas wie Heckflossen bot. Und Opel zog mit dem Rekord ebenfalls  VW-Fahrer an, die sich in Adenauers Republik nun mehr leisten konnten. Schließlich sah man sich in Wolfsburg gezwungen, der Konkurrenz etwas entgegenzusetzen ­– und damit zum ersten Mal in der Firmengeschichte strategisch ein Modell zu entwickeln.
 
 Erstmals Mittelklasse 
Mit dem im September 1961 auf der IAA in Frankfurt vorgestellten Typ 3 schaffte VW den Sprung in die Mittelklasse. Für große Überraschungen sorgte das neue Auto zwar nicht, doch die Kritiker waren zufrieden. Das Volkswagenwerk hatte sich auf seine Stärken besonnen und präsentierte ein Auto, das sich bewährter Technik bediente und außen herum nicht viel hermachen wollte. Das, was im Wagen verbaut war, fand man so oder ähnlich im Typ 1; viel war mit dem Material im neuen Käfer, dem 1200, identisch.  Der wegen seines Hubraums mit der Verkaufsbezeichnung  1500 versehene und werksintern Typ 3 genannte Mittelklässler verfügte über einen Plattformrahmen mit Mittelträger und entsprach auch in Sachen Radstand dem Käfer. Diese Ähnlichkeit sollte es ermöglichen, die Herstellung des neuen  Modells so kostensparend wie nur möglich auf den Produktionsbändern des  Käfers zu fahren …

… weiter geht’s in Motor Maniacs 03/12


Text: Ferfried von Gluggenau
Bilder: Volker Rost




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13.04.2012
Text: Ferfried von Gluggenau Bilder: Volker Rost
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