Pontiac Chieftain Eight


Der Rote trägt schwarz

Wenn die Rede auf einen Pontiac kommt, taucht meistens das Bild der Kisten aus den 70er und 80er Jahren vor dem geistigen Auge auf. Dass bereits Jahrzehnte früher wunderschöne Wagen der Marke aus den Fabriken gerollt sind, wird meist vergessen. Hier ist einer davon: der Pontiac Chieftain Eight

Warum der Häuptling seinen Namen erhielt, ist eigentlich ganz einfach. Die Firma Pontiac, die später ein Teil von GM und nach der Umstrukturierung 2010 leider ganz aufgegeben wurde, hat ihren Namen von Chief Pontiac. Seines Zeichens ein Häuptling der Ottawa-Indianer. Wenn man bei Daves Pontiac etwas näher hinschaut, entdeckt man den Stammesführer auch in einigen Zierteilen wieder.

Vorgänger war die Firma Oakland. Unter dieser Bezeichnung baute man von 1908 bis etwa 1926 Kraftfahrzeuge. Dass mit den Ureinwohnern nicht zu spaßen war, merkten die britischen Kolonialherren relativ schnell. Leider verloren sowohl die Indianer als auch diese große Traditionsmarke ihren Kampf gegen die Zeitgeschichte. Der letzte Pontiac war ein G6 und lief 2009 in den USA vom Band. Designtechnisch waren die Firebirds die letzten wirklich erwähnenswerten Modelle, danach ging es steil bergab, und so bleibt nur zu hoffen, dass viele dieser Chieftains die Zeit überdauern – und so ein Stück Automobilgeschichte erhalten bleibt.


Der perfekte Arsch? Die Geschmäcker sind ja bekannterweise sehr verschieden, aber bei diesem Anblick bestehen keine Zweifel. Ein Apfelarsch sieht anders aus, doch das hier ist der einzig wahre Hintern für einen Pontiac Chieftain Eight

Der stolze Besitzer dieses Eight Chieftains ist David Herren aus Bakersfield, einem beschaulichen Städtchen irgendwo hinter den Bergen in South California. Über Umbauten lässt sich ja vorzüglich streiten, aber bei dieser Kiste gibt es da wohl keine Diskussion. Was will man an so einer perfekten Form noch ändern? Richtig – nichts. Als Herzstück hat Dave einen 350er Chevy-Motor verbaut, denn motorentechnisch waren die Chieftains etwas mager aufgestellt. 1951 wurde die Motorleistung noch etwas aufgeschraubt, und so kam der Sechszylinder auf maximal 74 kW und der Achtzylinder stellte sich mit maximal 88 kW an der Leistungsfront auf. Alle mit seitlichen Ventilen.

Eine echte Rothaut
Neben den Standard-Modellen fertigte Pontiac noch diverse Sonderausführungen. So gab es ein Hardtop-Coupé, ein Cabriolet und natürlich die Super-Deluxe-Version des Hardtop- Coupés. Der Innenraum war bei allen Modellen dieser Serie schon auf höchstem Niveau. Auf dem Weg zum Fototermin hatte ich die Chance, die mehr als gemütlichen „Sitzgelegenheiten“ im Häuptling zu testen. Bequemer sitzt man nur bei Oma auf der Couch in der Küche. Wir ritten einmal entspannt durch Bakersfield und suchten eine würdige Fotolocation. Während der Tour durch seinen Heimatort erzählte mir Dave die Geschichte seines Wagens. Er hat den Wagen nicht gekauft weil es amtlich ist, solch eine Kiste zu fahren. Nein, es ist ein Stück Familiengeschichte, und diese will gehegt und gepflegt werden …

… weiter geht’s in Motor Maniacs 4/11



Text: Ben Grna
Bilder: Ben Grna




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17.06.2011
Text: Ben Grna Bilder: Ben Grna
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