Hanomag-Ratte


Ein Zombie Marke Hanomag

Wenn die Leute Robert fragen „Restaurierst du den noch irgendwann?“, dann ist das Ziel des Österreichers erreicht. Denn sie sollen ruhig glauben, dieses Auto sei einst so gebaut worden. Wurde es aber nicht: Roberts Crossover besteht aus sieben verschiedenen Wagen – und es soll rostig sein.
 

Wie so oft bei besonderen Projekten, kam Robert durch Zufall an die Basis für dieses Fahrzeug. „Eigentlich wollte ich auf einem Schrottplatz einen 1952er Chevy kaufen. Der war aber in einem sehr schlechten Zustand und hinter anderen Autos vergraben. Ich hatte aber das Geld in der Tasche und wollte nicht ohne etwas nach Hause fahren.“ Typisch Schrauber eben. Als Roberts Blick dann auf die Reste eines 1953er Hanomags fiel, war klar, was er mit nach Hause nehmen würde: in erster Linie viel Arbeit. Denn gegen den Hanomag war der Chevy wohl ein nur leicht restaurationsbedürftiger Gebrauchtwagen. Doch allein die Tatsache, dass der Hanomag bereits Suicide Doors hatte, war Grund genug für den spontanen Kauf.


„Die Leute glauben zum Teil, es hätte dieses Auto wirklich gegeben“

  Einfach Drauflos schrauben 
Nur, wie sollte es weitergehen? Robert hatte bereits einen DeSoto von 1956 umgebaut. Der war zwölf Zentimeter gechoppt worden und hatte ein Air Ride bekommen – alles was das anspruchsvolle Schrauberherz begehrt. Schon von Berufswegen ist Robert nicht ungeschickt mit den Händen. Als Haustechniker sind seine Voraussetzungen für ein solches Projekt nicht die Schlechtesten. Also schraubte Robert munter drauf los.

Zunächst stand mal fest, dass der ehemalige Hanomag auf ein Chevy-Caprice-Fahrgestell Baujahr 1979 soll. Klar, da passte hinten und vorne nix. Selbst Hanomag-Nutzfahrzeuge der 50er Jahre hatten nicht die Dimensionen eines amerikanischen Familienschiffs, wie sie Ende der 70er gebaut wurden. Als echter Hot Rodder wusste sich Robert da aber zu helfen. Metallsäge zur Hand genommen,  und den Rahmen mal eben vorne um 50 Zentimeter und hinten um weitere 80 Zentimeter gekürzt. Und schon passt das Hanomag-Haus auf den Chevy. Merke also: Chevy
Caprice minus 130 Zentimeter gleich Hanomag. Zuvor musste der klapprige Rest des Hanomag verstärkt werden. „Beim Aufladen blieb gut ein Drittel der Karosse einfach am Boden liegen“, erklärt Robert. Um überhaupt die Türen nutzen zu können, musste also das gesamte Haus verstärkt werden. Im selben Arbeitsschritt wurde auch das Dach um zehn Zentimeter gechoppt ...

… weiter geht’s in Motor Maniacs 03/12


Text: Sideview Inn
Bilder: Sideview Inn




13.04.2012
Text: Sideview Inn Bilder: Sideview Inn
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