In letzter Zeit häufen sich Meldungen darüber, wie sich Leute Patientenverfügungen und den gewünschten Umgang mit ihren Körpern im Notfall tätowieren lassen. Was vielleicht gut gemeint ist, ist aber nicht zwingend bindend. Vor allem nicht für diejenigen Menschen, die dem hippokratischen Eid verpflichtet sind.
Oder auch: Tattoo und Marketing? Tattoos und Firmenbindung? Ein New Yorker Immobilienmakler hat seinen Angestellten eine höhere Provision zugesagt, wenn sie sich denn das Firmenlogo inken lassen. Auf Firmenkosten versteht sich und bei freier Wahl von Größe und Körperstelle.
Am Freitag, 15.03.2013, erscheint offiziell die (erste) Biografie des Zwickauer Top-Tätowierers Randy Engelhard. Auf rund 200 Seiten beschreibt der Realistic-Pro, wie er es innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, sich zu einem Inker von Weltrang hochzuarbeiten.
Jahre, nein Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte lang waren Tattoos in unseren Gefilden Zeichen von entweder Aussätzigkeit oder Aufsässigkeit. Ein bunter Mittelfinger an den Rest der Welt. Tattoos waren Hoheitsgebiet von Schaustellern, Seemännern, Bikern und Knastis. Mittlerweile sind sie Trend. Sind in der Gesellschaft angekommen. Sind als Kunstform anerkannt.
Dass die Tradition von Tattoos fast so alt ist, wie die Menschheit selbst, ist mittlerweile bekannt. Dass sie in der abendländischen Kultur ihren Weg über Stigmatisierung gehen mussten bis sie so anerkannt waren, wie sie es heute sind - und selbst das ist zuweilen noch nicht überall der Fall -, ebenfalls.
Seit ein paar Tagen sorgt ein verstörendes Video auf YouTube für jede Menge Gesprächsstoff. Das Video ist anscheinend von 2011 und die Mutter zwischenzeitlich verhaftet worden. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein geschätzt circa 2 oder 3 altes Kleinkind unter Schreien und Tränen tätowiert wird.
Tätowierungen kann man aus unterschiedlichen Gründen anfangen zu bereuen - besser ist es natürlich immer, wenn das nicht passiert, weil man sich vorher gut überlegt hat, was man mit seinen Hautbildern ausdrücken will, weil man weit genug ist, zu entscheiden, ob man den Rest seines Lebens damit leben kann.
Peter und Max von Crazy Greg’s Tattoo in Heidelberg stechen beide Traditionals – aber haben dennoch grundverschiedene Herangehensweisen und Auffassungen, was diesen Stil betrifft.