Schauspieler und Musiker finden sich häufig als Motive für Portrait-Tattoos, aber auch Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Religion oder auch Politik werden von manchen Tattoo-Fans so geschätzt und bewundert, dass diese ihren Vorbildern mit einer Tätowierung ein beeindruckendes, individuelles Denkmal setzen. Viele Gesichter erkennt man auf den ersten Blick, andere sind nur wenigen bekannt. Im zweiten Teil unseres »Tattoo-Who is who« stellen wir euch weitere Persönlichkeiten vor, die von einigen der besten Tattoo-Künstler in Tinte verewigt wurden.

Chaplin ist wohl der größte Filmstar der Stummfilm-Zeit. Portraitiert wurde er von Pawel Stroinski vom Studio Self Sacrifice.
Sir Charles Spencer Chaplin Jr. wurde 1889 in London geboren, er starb mit 88 Jahren 1977 in der Schweiz. Der Schauspieler und Komiker wurde vor allem durch seine Rolle als »Tramp«, d.h. als Landstreicher bekannt. Zweifinger-Schnurrbart, Melone, Spazierstock und schlabbriger Anzug zählten zu seinen Markenzeichen. Chaplin war aber nicht nur oberflächlicher Komiker. Er setzte sich auch kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinander. Im Film »Moderne Zeiten« prangerte Chaplin Missstände des Kapitalismus und der Industrialisierung an, was ihm in den USA den Vorwurf einbrachte, Kommunist zu sein. Sein Film »Der große Diktator«, in dem er Hitler als Witzfigur darstellte und die Judenfeindlichkeit der Nazis thematisierte, sollte in den USA zunächst zensiert werden, denn viele Konservative sahen 1940 Hitler und das Dritte Reich noch als nützliches Bollwerk gegen den Kommunismus an. Nach einem kurzen Aufenthalt in England im Jahr 1952 verweigerten die USA Chaplin die Wiedereinreise aufgrund des Vorwurfs, er sei Kommunist und unterstütze anti-amerikanische Aktivitäten. Chaplin zog daraufhin in die Schweiz. 1975 wurde Chaplin von Königin Elisabeth II zum Ritter geschlagen.
»Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.« (Charlie Chaplin)

John Lennon war einer der wichtigsten Vertreter der Rock- und Pop-Geschichte. Tattoo von Cecil Porter.
John Winston Lennon wurde 1940 in Liverpool geboren. Er war Mitbegründer der Beatles und schrieb zusammen mit Paul McCartney die meisten Stücke der Band. Im Alter von 16 Jahren hatte Lennon bereits die Band »The Quarrymen« gegründet, in der er auch Paul McCartney kennenlernte. 1960 gründeten die beiden dann mit dem damaligen Bassisten Stuart Suttcliffe und dem Schlagzeuger Pete Best die Beatles. 1966 lernte John Lennon die Künstlerin Yoko Ono kennen, die er 1969 heiratete. Mit ihr zusammen veröffentlichte Lennon ein Album, das für einen Skandal sorgte, denn die beiden waren auf dem Cover nackt zu sehen; die meisten Alben wurden beschlagnahmt, Händler, die das Album verkauften, wurden bedroht. Lennon provozierte die Öffentlichkeit weiter, indem er mit Ono ein einwöchiges »Bed-In« abhielt, das er als Aktion für den Frieden deklarierte. 1970 trennten sich die Beatles, wofür viele Fans Yoko Ono verantwortlich machten. Lediglich im Jahr 1974 kam es noch mal zu einer musikalischen Kooperation zwischen Lennon und McCartney. Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon von Mark David Chapman erschossen, kurz nachdem dieser sich noch eine Platte von Lennon hatte signieren lassen und ein Foto mit ihm aufnahm.
»Rituale sind wichtig. Heutzutage ist es hip, nicht verheiratet zu sein, aber ich habe kein Interesse daran, hip zu sein.« (John Lennon)
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der September-Ausgabe 2011 …