Süßes, sonst gibt's Saures!


»Spinnenfuß und Krötenbein, wir sind viele Geisterlein! Wir haben leere Taschen und wollen was zum Naschen!« Wenn kleine Monster mit Hexen Geschäfte machen und wenn Gespenster sich mit Skeletten zusammentun, dann ist wieder »All Hallows’ Eve«, besser bekannt als »Halloween«. An  diesem Abend vor Allerheiligen ziehen jedes Jahr Kinder in möglichst schaurigen Kostümen von Haustür zu Haustür und versuchen möglichst viele Süßigkeiten zu erbeuten. 
Wer keine Schokolade, Bonbons oder Zuckerstangen parat hat, der muss im schlimmsten Fall damit rechnen, mit faulen Eiern beworfen zu werden. Gute Manieren sind eben nichts für Geister. Und auch Erwachsene wollen bei dem Zauber mitmischen und gehen wild kostümiert mit Vampirzähnen, Hexenhüten oder blutig geschminkten Gesichtern auf Halloween-Parties. 

 Tattoo by Darek Darecki

Killer Michael Myers ist der Halloween-Klassiker schlechthin.
Tätowiert wurde er von Darek Darecki aus dem polnischen Darkness Tattoo in Schweidnitz.

Mit großem Eifer werden auch Haus und Hof verziert. Vor den Türen flackern die ausgehöhlten, schaurig grinsenden Kürbisse und weisen den Weg zu Vampir-Tango und Skelett-Blues. Die Wohnungen werden mit Accessoires in schwarz und rot dekoriert. Ratten, Fledermäuse und Spinnenweben sorgen für das passende Ambiente.
Serviert werden Leckereien wie blutige Spaghetti mit Augäpfeln oder Kürbis mit Maden und dazu gibt es natürlich eine Bloody Mary zu trinken.  
Die Faszination für das Böse hält aber inzwischen das ganze Jahr über an. Gruselfilme, düstere Musik, schaurige Accessoires und natürlich auch gruselige Tattoomotive haben ihren Weg in die Popkultur gefunden. 
Serien und Filme wie die »Addams Family« oder »Nightmare before Christmas« sind an diesem Siegeszug der Schaurigkeiten sicher nicht ganz unschuldig. Aber auch die deutlich härteren Versionen der vielen Horror- und Gruselfilme wie natürlich auch die gleichnamige Klassiker-Reihe »Halloween« mit dem Serienkiller Michael Myers  oder der nicht minder bekannte Freddy Krueger aus der »Nightmare« Reihe tragen zum Mythos bei.


Tattoo by  Trap Tattoo

 Tödlicher Teddy von Trap Tattoo aus dem italienischen Piove di Sacco.

Das Übersinnliche und Okkulte lässt uns einfach nicht los. Denn so schön es ist, wenn uns im Kino ein kalter Schauer über den Rücken läuft, so faszinierend ist auch die Vorstellung, dass es Übersinnliches geben könnte.
Etwas, das wir nicht sofort begreifen können und für das weder Google noch Wikipedia vernünftige Erklärungen parat haben.
Noch vor rund zwanzig Jahren war der keltische Brauch, den die Iren schon um 1830 in den USA einführten, in unseren Breitengraden kaum bekannt. Während Halloween in den USA neben Weihnachten und Thanksgiving inzwischen zu den wichtigsten Festen des Jahres gehört, hat es erst in den 1990er Jahren begonnen Europa zu erobern. Heute stehen auch vor unseren Haustüren die Kürbisköpfe wenn es auf den 31. Oktober zu geht. Es gibt Grusel-Specials in den Freizeitparks mit kostümierten Live-Erschreckern und im Fernsehprogramm flimmern die Untoten rauf und runter.



Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Oktoberber-Ausgabe 2011


Text: Sonja Golgowski
Bilder: TM-Archiv


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TätowierMagazin 30.09.2011
Text: Sonja Golgowski Bilder: TM-Archiv
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Stand:18 June 2013 22:09:53