Realistic-Spezialist Mick Squires (27) lebt und arbeitet im wörtlichen Sinne am Ende der Welt – von uns aus gesehen. Über dreißig Stunden dauert die Reise von Melbourne bis Chemnitz, wo er im Mai auf der Rock ’n’ Ink Show seines Freundes und Kollegen Randy Engelhardt zu Gast sein wird. Durch seine Reisen bleibt Mick am Puls des Tattoo-Geschehens.
Ganz entspannt: Mick Squires in seinem Studio in Melbourne.
Foto:Nicole Reid
Wie hast du mit dem Tätowieren angefangen?
Ich hab mich vor sieben Jahren zum ersten Mal tätowieren lassen und wusste sofort, dass ich Tätowierer werden möchte. Davor war ich Informatiker und habe beides für ungefähr ein halbes Jahr parallel gemacht, bis ich Vollzeit tätowieren konnte.
Gibt es etwas, was dir selbst in besonderer Weise geholfen hat, als du das Tätowieren gelernt hast?
Ich hab gelernt wie wichtig es ist, nie aufzugeben. Wenn du aufgibst, weißt du nie, ob du es hättest schaffen können. Zeichne so viel wie möglich und versuch dich zu motivieren, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Mach immer weiter, und du wirst erreichen, was du willst.
Wie funktioniert die Tattoo-Szene in Melbourne?
Es gibt eine Menge Shops in Melbourne, aber ich habe den Eindruck, es ist eine der besten Tattoo-Szenen der Welt, weil alle zusammenarbeiten. Wir organisieren zusammen Ausstellungen oder hängen einfach miteinander ab. Es gibt da so viele großartige Künstler, die kaum jemand kennt, zum Beispiel Owen Williams, Evan Griffiths, Trevor McStay, Geordie Cole oder Emily Rose, um nur mal ein paar zu nennen. Jede Menge Tattoo-Talente und mehr als genug Leute, die sich tätowieren lassen wollen.
Vögel mit Händen oder auch gänzlich abstrakte Motive: Die Tattoos von Madame Chän sind keine Prêt-à-porter-Designs.
Erzähl uns doch mal was über Tattoo-Geschichte in Australien generell. mir fällt da ja als erstes natürlich die australische Hardrock-Band Rose Tattoo ein. Wie groß war deren Einfluss auf die Tattoo-Szene bei euch?
Bei uns gibt es keine lange Tattoo-History. Viele Jahre schotteten sich die Tätowierer ab und versuchten, sich die Konkurrenz vom Hals zu halten und bis vor vielleicht fünf Jahren galt Tätowieren als etwas für harte Outlaws. Rose Tattoo – also das war wohl ein bisschen vor meiner Zeit, versteh mich nicht falsch, ich mag deren Musik, aber als die die Szene beeinflussten, hab ich noch nicht mal im Traum dran gedacht, Tätowierer zu werden.
KONTAKT
Mick Squires
1 Sparta Place
Brunswick, Melbourne
VIC, Australia
3056
contact@micksquires.com
Vom 18. bis 20. Mai 2012 ist Mick Squires als Special Guest auf dem Rock 'n' Ink Tattoo-Festival in Chemnitz anzutreffen!
www.rocknink.de
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Mai-Ausgabe 2012 …