Als Daniel Gensch am TM-Nachwuchs-Contest teilnimmt, tätowiert er gerade mal zwölf Monate. Doch das reicht für Platz 1. Der 25-jährige Perfektionist aus Berlin gilt als das größte Talent, dass je beim TM-Contest mitgewirkt hat. Und seine Einstellung zur Nachwuchsförderung ist so neo wie seine Traditionals.
Daniel Gensch am Zeichenbrett. Der Nachwuchs-Contest-Sieger malt »schon immer«, tätowiert aber erst seit einem Jahr. In Anbetracht dessen sind seine Tätowierungen unglaublich ausgereift.
Bist du überrascht über den 1. Platz?
Ja, ziemlich. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte erwartet dass Andre Stroh gewinnt.
Du hast zum Zeitpunkt deiner Contest-Teilnahme noch nicht mal ein Jahr tätowiert. Wie bist du so schnell so gut geworden?
Mein Chef Mike Johnson hat mir immer die Freiheit gelassen, das zu tätowieren, worauf ich Bock hatte. Es ist für mich einfacher die Sachen zu tätowieren, die ich auch selbst gezeichnet habe. Mike hat sich meine Arbeiten dann angesehen und mir meine Defizite gezeigt.
An solchen Tätowierungen arbeitet Newcomer Daniel Gensch viele Stunden – bis alles perfekt ist.
Wie bewertest du selbst deine ersten Tätowierungen?
Ich will nicht überheblich klingen, aber bei mir ist es oft so, dass wenn ich Sachen neu beginne, immer ein gewisser Standard vorhanden ist. Die sind dann natürlich nicht ausgereift, klar, das ist immer so. Ich hab auch mal ein Airbrush-Porträt von Travis Barker gesprüht und das hat auch gleich beim ersten Mal funktioniert. Natürlich ist Tätowieren nochmal was ganz anderes, weil du hier nicht nachbessern kannst. Beim Tätowieren muss alles beim ersten Mal stehen – somit ist es kunstmäßig für mich die Königsklasse.
Aber irgendwie musst du das Zeichnen ja mal gelernt haben?
Meine Eltern müssen vergessen haben mir den Nuckel mit in die Wiege zu schmeißen und haben mir dafür ’nen Bleistift gegeben. Ich zeichne schon immer.
Worauf hast du denn rumgemalt?
Früher waren es die Rucksäcke, Hefte und Tische in der Schule. Irgendwann kam Airbrush dazu. Dann gab es noch die Phase in der man sich nachts mit Freunden auf stillgelegten Bahnhöfen getroffen hat und dort künstlerisch aktiv war.
KONTAKT
Daniel Gensch
Stechwerk Berlin
www.stechwerk.com
E-Mail: gensch.stechwerk@gmx.de
Tel.: 030-5036-2269
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Juni-Ausgabe 2012 …