Die tätowierten Kopfjägern des Naga-Volkes


Noch vor 50 Jahren gingen die Krieger vom Volk der Naga auf die Kopfjagd. Diese Zeiten sind vergangen, die Erinnerung wird heute durch die Tattoos der Männer wachgehalten. Lars Krutak wagte die beschwerliche Reise zu den letzten Kopfjägern des Naga-Volkes im Nordwesten Indiens und dem angrenzenden Myanmar.
 

 TM-Autor Lars Krutak mit dem Konyak-Krieger Lanlang aus Longwa
TM-Autor Lars Krutak mit dem Konyak-Krieger Lanlang aus Longwa.

Es ist noch keine fünfzig Jahre her, als die Krieger vom Volk der Naga im Nordwesten Indiens und dem angrenzenden Myanmar im gebirgigen Bergland ihrer Heimat noch auf Kopfjagd gingen. Köpfe beinhalteten nach dem Glauben der Naga die Geister der Toten und konnten sowohl die Fruchtbarkeit der Felder wie auch die der Männer und Frauen einer Dorfgemeinschaft positiv beeinflussen. Schädel von besiegten Feinden, aber auch von verehrten Ahnen werden auch heute noch in den Häusern der Männer oder auch in Banyanbäumen, die als heilig gelten, aufbewahrt. In den Provinzen Nagaland und Arunachal Pradesh findet man heute noch solche Schädellager.
Obwohl die letzte Kopfjagd schon lange Zeit zurückliegt, erinnerten sich viele ehemalige Krieger, die ich auf meinen Reisen traf, an diese gefährlichen Zeiten, als ob es gestern gewesen wäre. Diese Männer zu treffen ist nicht einfach, doch innerhalb ihrer Dorfgemeinschaft fallen sie sofort auf: Man erkennt sie sogleich an ihren beeindruckenden Tätowierungen.

Ein Schädelbaum im Territorium der Naga. Die Köpfe stammen von Feinden, aber auch von den Ahnen eines ClansDer Khiamniungen-Nagakrieger Khon zeigt sein Tiger-Tattoo. Dass V-förmige Zeichen weist ihn als erfolgreichen Kopfjäger aus, er hat fünf Köpfe erbeutet

Der Khiamniungen-Nagakrieger Khon zeigt sein Tiger-Tattoo. Dass V-förmige Zeichen weist ihn als erfolgreichen Kopfjäger aus, er hat fünf Köpfe erbeutet. Das Tattoo unter dem Hals symbolisiert, dass er seine Gegner wie ein Tiger verfolgt und getötet hat. Daneben ein Schädelbaum im Territorium der Naga. Die Köpfe stammen von Feinden, aber auch von den Ahnen eines Clans.


Die Tiger- und Leopardenmänner der Naga
In Indien gibt es mehr als 20 Naga-Stämme und über die Hälfte davon praktiziert das Tätowieren. Die Tätowierungen der Naga sind eine Art Schrift, und wenn man die Symbole und Zeichen deuten kann, erzählen sie einem die Lebensgeschichte der Person, die vor einem steht. Bedauerlicherweise ist diese Praktik heute aber im Schwinden begriffen. Nur noch einige ältere Männer, zwischen 80 und 100 Jahre alt, tragen Tattoos. Missionarisierung, das Ende der Stammeskriege und der Kopfjagd, westliche Kleidung und nicht-permanente Formen von Körperschmuck trugen zur Verdrängung dieser wichtigen kulturellen Praktik bei, die eng mit dem Übergang ins Erwachsenenalter, sozialem Status, Mythologie, Spiritualität, Religion und Therianthropie verbunden war.

Häuptling Vingkang ist spirituell mit einem Tiger verbunden. Sein Rückentattoo verbindet ihn mit der Raubkatze.Die Rückentätowierung von Häuptling Tolei. Sein spiritueller Tierpartner ist ein Leopard.Der Kriegsheld Lakiumong mit V-förmigem Brusttattoo und einer menschlichen Figur, einer Art Orden für eine Kopfjagd.
Links: Häuptling Vingkang ist spirituell mit einem Tiger verbunden, was sich in seinem Raubkatze zeigt. Mitte: Rückentätowierung von Häuptling Tolei. Sein spiritueller Tierpartner ist ein Leopard. Rechts: Der Kriegsheld Lakiumong mit V-förmigem Brusttattoo und einer menschlichen Figur, einer Art Orden für eine Kopfjagd.

 

Therianthropie? Dieser Begriff bezeichnet die Vorstellung, dass Menschen sich unter bestimmten Umständen in Tiere verwandeln können. Oft sind das besonders kraftvolle Tiere, die als spirituelle Führer angesehen werden. Dieser Glaube ist unter den Naga weit verbreitet, und ich habe Männer getroffen, die eng mit Tigern oder Leoparden verbunden sind; oft waren es Häuptlinge oder erfolgreiche Krieger. Wenn sie schlafen, so der Glaube, treten ihre Seelen aus dem menschlichen Körper aus und fahren in den des Tieres. So können die Männer durch die Augen des Leoparden oder Tigers sehen, mit dem sie verbunden sind, sie hören und riechen, was das Tier wahrnimmt, während es auf der Jagd ist. Das Tier kann ihnen auch dabei helfen, Feinde aufzuspüren. Männer, die solche spirituellen Verbündeten unter den Leoparden und Tigern hatten, nahmen auch als Menschen die Kraft dieser Großkatzen an und konnten im Kampf kaum besiegt werden.
Aber die enge Verbindung zu einem Tier barg auch Risiken: Wenn das seelenverwandte Tier getötet oder verwundet wurde, traf den Menschen dasselbe Schicksal. Wenn das Tier einen zu starken Geist besaß, den es nicht kontrollieren konnte, bestand die Gefahr, dass der mit ihm verbundene Mensch verrückt wurde.
Männer, die solche kraftvollen geistigen Begleiter hatten, trugen oft Symbole des Tieres als Tätowierung, als Zeichen der unauflöslichen Verbindung zwischen ihnen. Solche Tattoos sind heute extrem selten und nur schwer zu finden. Man muss dafür in die entlegenste Region Indiens reisen, bis an die Grenze zu Myanmar; hier wohnen die Chen Naga.

Frühjahrsfest im Dorf Longwa. Tätowierte Konyak-Naga-Krieger führen die  Prozession an.
Wenn die Chen einen Tiger erlegen, sprechen sie davon, dass sie einen Bruder getötet haben!
Links: An den Armen trägt der Konyak-Krieger Lanlang Elfenbein-Armreife, sein Kopfschmuck besteht aus Wildschweinhauern, seine Ohrplugs sind Ziegenhörner. Sein V-förmiges Brusttattoo symbolisiert die Streifen des Tigers und zeigt, dass er an Kämpfen teilgenommen hat. Rechts: Auf dem Frühjahrsfest im Dorf Longwa führen die tätowierten Konyak-Naga-Krieger die Prozession an. 


Die alten Krieger der Chen
Die Chen-Region ist nur sehr schwer zu erreichen, denn die Wege dorthin sind extrem schlecht. In der Regenzeit sind die Straßen ohnehin unpassierbar, zudem werden sie oft von Erdrutschen und Geröll verschüttet und sind dann oft monatelang blockiert. Acht Chen-Dörfer 
liegen auf der indischen Seite der Grenze, die meisten sind jenseits der Grenze in Myanmar zu finden. Die Krieger erkennt man an ihren Tätowierungen: grobe, geometrische Zeichen auf Brust und Hals kennzeichnen den Kämpfer, der mindestens zwei Feinde getötet hat. Die vier älteren Männer die ich traf, trugen diese Zeichen, ebenso die brillenartigen Tätowierungen um die Augen, die anzeigten, dass sie an Kämpfen teilgenommen hatten. Sie wurden in ihrem Dorf als große Helden angesehen, doch von diesen vier hatte keiner ein Tier als Verbündeten.
Ich hatte zuvor von einem berühmten Chen-Häuptling namens Angh Tolei gelesen, der einen Tiger als spirituellen Verbündeten hatte und der entsprechende Tattoo-Symbole auf dem Rücken gehabt haben soll. Auf dem Weg zu dem Dorf, in dem Angh Tolei gelebt haben soll, fragten wir nach ihm, doch zu meinem großen Bedauern erfuhr ich, dass er nur wenige Monate vor unserem Besuch verstorben war. Unser Führer bemerkte, wie sehr mich diese Nachricht enttäuschte, und erzählte mir von einem weiteren Chen-Krieger, der solche Tätowierungen trägt. Ein Häuptling aus seinem Heimatdorf hätte solche Zeichen. Elektrisiert von dieser Nachricht machten wir uns sofort auf den Weg, um Angh Vingkang zu treffen, einen der beiden möglicherweise letzten Menschen, der die Zeichen der Tiger-Männer trägt.

Häuptling Vingkang wirkte auf mich kaum älter als 80, doch er selbst gab sein Alter mit über 100 Jahren an. Und tatsächlich; auf seinem Rücken trug er die Tattoo-Muster, die das Fell des Tigers, seines Tier-Totems darstellten. Der Legende nach sollen Tiger und Menschen von derselben Urmutter abstammen, und wenn die Chen einen Tiger erlegen, sprechen sie davon, dass sie einen Bruder getötet haben.
Nach der herzlichen Bewirtung in Angh Vingkangs Haus beschloss ich, dennoch auch das Dorf des Häuptlings Tolei aufzusuchen. Ich dachte darüber nach, wie viel Wissen über alte Tattoo-Praktiken und Rituale schon verloren gegangen war, weil man die letzten Zeitzeugen nicht rechtzeitig befragt hatte und fand es angemessen, zumindest der Familie des Verstorbenen mein Bedauern über dessen Tod auszusprechen.

Aufwändig dekoriertes Haus der Phom Naga. Deutlich sind die Tätowierungen auf den hölzernen Kriegerstatuen zu sehen.Grabstein eines Phom-Naga-Kriegers, der mit 145 Jahren starb. Sein Brust-Tattoomotiv ist darauf abgebildet.

Aufwändig dekoriertes Haus der Phom Naga. Deutlich sind die Tätowierungen auf den hölzernen Kriegerstatuen zu sehen.
Rechts ist der Grabstein eines Phom-Naga-Kriegers zu sehen, der mit 145 Jahren starb. Sein Brust-Tattoomotiv ist darauf abgebildet.


Ein Treffen mit dem Leoparden-Häuptling
Im Dorf Wetnyu angekommen, wies uns ein handgemaltes Schild den Weg zum Haus des Häuptlings. Im großen Haus des Häuptlings, dessen Balken mit Reliefs aller möglicher Arten von Dschungeltieren dekoriert sind, saßen zahlreiche Männer und Frauen um das Herdfeuer beim Frühstück. Durch meinen Übersetzer begrüßte ich die Runde, stellte mich vor und erklärte den Zweck meiner Reise, wobei ich auch meiner Trauer über den kurz vor meiner Ankunft verstorbenen Häuptling Tolei Ausdruck gab. Daraufhin schaute die Frau des Häuptlings von ihrem Becher auf, sah mich an und rief: »Tolei! Du hast Besuch!« Ein kleiner Mann betrat den Raum – zu unserem völligen Erstaunen, war uns doch versichert worden, Häuptling Tolei sei vor kurzem verstorben! Doch der Totgeglaubte erfreute sich bester Gesundheit und war darüber hinaus auch gern bereit, uns über seine Tattoos und seinen Tierbruder Auskunft zu geben. Das sei übrigens kein Tiger, erklärte er uns, sondern er sei mit einem Leoparden verbunden. Auch weitere Tiere wie Wildschweine oder Wildkatzen könnten mit Menschen verbunden sein, doch nur diejenigen, die Tiger oder Leopard als spirituellen Führer hätten, trügen auch entsprechende Tattoo-Symbole.

Tätowierte »Orden« für die Kopfjagd

Auch bei den südlichen Nachbarn der Chen-Naga, den Khiamniungen-Naga gibt es Traditionen, die eng mit dem Tiger verbunden sind. Bei den Khiamniungen war es den Kriegern, die im Kampf den Kopf eines Feindes erbeutet hatten, erlaubt, ihre Brust mit einer V-förmigen Verzierung zu tätowieren. Die Khiamniungen nennen dieses Tattoo die Tigerbrust und glauben, dass sie die Natur eines Tigers annehmen, wenn sie getötet haben. Nach weiteren erfolgreichen Kopfjagden konnten zusätzlich Tattoos, die Menschen darstellen, auf der Brust hinzugefügt werden und, wenn der Platz nicht mehr ausreichte, auch auf Armen, Schultern, Waden und Rücken.
Während einer Reise an die Grenze zu Burma hatte ich Lonshei getroffen, einen alten Mann, der mir viel über die Motive und Regeln der Naga-Tattoos berichten konnte. Er selbst hat in den 60er Jahren zwei Feinde getötet und trug als Beleg dafür zwei Tattoos auf den Beinen. Doch ich wollte auch wissen, was es mit den geometrischen Zeichen auf seinen Armen auf sich hatte, denn über solche Zeichen hatte ich noch nie etwas gehört. Lonshei erklärte mir, dass sein Dorf auf der Grenze zu den Khiamniungen im Osten und den Yimchungru im Westen liegt; wenn ein Mann nun einen Feind aus dem westlichen Nachbardorf tötete, erhielt er ein Tattoo auf dem rechten Arm, wenn er einen Feind im östlichen Dorf tötete, wurde er am linken Arm tätowiert. Das Motiv am Oberarm stellt die Armbrust dar, eine tödliche Waffe, mit der oft vergiftete Pfeile verschossen wurden und die bei vielen Naga-Stämmen in Gebrauch war.

Shuven, ein Yimchungru-Krieger, tötete drei Männer im Kampf. Das Tattoo am Arm stellt eine Armbrust dar.
Die Tattoos des Chen-Kriegers Shri Wangpoh, der vier Menschen tötete.Chellia, ein Khiamniungen-Krieger, tötete acht Menschen. Seine Arm-Tattoos zeigen »den Weg des Tigers«.

Links: Der Khiamniungen-Krieger Chellia tötete acht Menschen. Seine Arm-Tattoos zeigen »den Weg des Tigers«. Mitte: Die Tattoos des Chen-Kriegers Shri Wangpoh, der vier Menschen tötete. Rechts: Shuven, ein Yimchungru-Krieger, tötete drei Männer im Kampf. Das Tattoo am Arm stellt eine Armbrust dar.


Sozialer Status durch Erfolg im Kampf
Von Lonshei erfuhr ich auch, dass die Krieger der Khiamniungen stets von Frauen tätowiert wurden – bei den meisten Naga-Stämmen ist dies so üblich. Oft waren es junge Frauen, die nicht vom selben Clan stammten. Die Vorzeichnung wurde von einer älteren Frau auf die Haut gemalt, doch sie selbst stach nicht das Tattoo. Man musste die ältere Frau für ihre Zeichnung bezahlen, denn sonst, so glaubte man, würde sie erblinden, also gab man, so viel man konnte. Nach dem Tätowieren musste der frisch Tätowierte eine bestimmte Diät einhalten, besonders Fleischverzehr war tabu.
Ein solches Fleisch-Tabu gab es auch bei den Yimchungru. Ich hatte das Glück, den letzten großen Krieger dieses Stammes zu treffen, einen Helden namens Lakiumong. Im Laufe seines Lebens hat er zwanzig Männer getötet, doch sein erstes Tattoo erhielt er erst im Alter von 35, als er bereits zehn Feinde getötet hatte. Auch sein Ohrschmuck und sein Messinghalsband deuten auf seine Erfolge als Kopfjäger hin: die runden Formen symbolisieren, wie der Krieger den Feind nach Art eines Tigers umkreist, um ihn schließlich zu töten.
Mein letzter Abstecher auf meiner Reise im Nagaland brachte mich ins Dorf Tikhir. Hier trug nur einer der Männer das Brust-Tattoo der Krieger; er konnte mir interessante Details über weitere Zeichen und deren Bedeutung erzählen. Er berichtete mir von einem Mann, der zwar keinen Kopf erbeutet hatte, einem Feind aber Hände und Beine abgeschlagen hatte. Dieser Mann hatte im Kampf eine Armbrust benutzt und trug entsprechend ein solches Symbol auf seinem rechten Oberarm. Für das V-förmige Brust-Tattoo musste man jedoch auch in seinem Stamm den Kopf eines Gegners erbeuten.
Eine Alternative dazu war, einen Tiger im Zweikampf zu töten; ein erlegter Tiger war so viel wert wie zwei getötete Menschen und wurde ebenfalls mit der Armbrust gejagt.

Bei den jungen Konyak Naga stehen westliche Motive höher im Kurs als die traditionellen Zeichen der Alten.

Bei den jungen Konyak Naga stehen westliche Motive höher im Kurs als die traditionellen Zeichen der Alten.


Batman statt Tiger-Tattoos
Ab den 1940er Jahren, als die Christianisierung bis ins Land der Naga vordrang, verschwand die Praxis des Tätowierens nach und nach. Die Zeit der Stammesfehden war vorüber, und auch Initiation und Mannwerdung wurde innerhalb der Stämme nicht länger mit Tätowierungen zelebriert. Immer mehr Dorfbewohner zogen in die Städte, nahmen Arbeiten an oder gingen in Schulen, was sie immer weiter von ihrer Kultur und Tradition entfremdete.
Heute entwickeln junge Naga wieder ein Interesse am Tätowieren, aber sie orientieren sich dabei nicht mehr an den traditionellen Zeichen ihrer Ahnen. Anstelle der alten Zeichen, die vom Mut der Krieger berichteten, sind westliche Motive getreten: Stacheldraht-Armbänder, Batman-Symbole und anderer Tattoo-Kitsch machen sich auf den Körperstellen breit, auf denen Naga-Männer früher die Zeichen ihrer kulturellen Identität trugen. Der Tiger, der mystische Bruder der Naga, stirbt aus – in den Wäldern Indiens ebenso wie als Tattoo-Motiv der Naga-Krieger.    


Text: Lars Krutak
Bilder: Lars Krutak




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27.08.2013
Text: Lars Krutak Bilder: Lars Krutak
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Stand:22 May 2018 10:17:23