Die Brighton-Convention hat sich zu der wichtigsten Tattoo-Show an Südenglands Küste entwickelt. In dem toleranten Badeörtchen sammelte sich zum fünften Mal »Her Majesty’s finest« und traf auf etliche Vertreter der weltweiten Tätowierer-Elite.
Fantastisch klares Asia-Piece von Lee aus Llanelli in England. Der traditionelle Badeort Brighton ist in England eine Ausnahmeerscheinung. Es gibt im Lande der Rekord-Monarchin Elisabeth II. nicht viele Plätze, die derart tolerant und friedlich sind, wie dieses schöne Fleckchen Erde. Nur eine knappe Stunde von London entfernt schmiegt sich Brighton inmitten einer bezaubernden Hügellandschaft an die Südküste Englands und verwöhnt Besucher und Bewohner mit mildem Klima und salziger Seeluft. Die unzähligen kleinen Cottages und royalen Prunkbauten beherbergen schicke Läden, schräge Galerien und haufenweise richtig gute Tattoo-Shops. Neben einer Zweigstelle des legendären Into- You-Studios von Tribal-Ikone Alex Binnie und der Institution Temple Tattoo ist es besonders das Magnum-Opus-Studio von London-Ink- Star und Pizza-Liebhaber Phil Kyle, das die tätowierten Feinschmecker nach Brighton lockt.
Verliebtes Fuchsweibchen von Prizeman vom Eternal Art Tattoo in Chelmsford und ein übernächtigter Priester aus der Nadel von Alex aus dem belgischen Mons. Schaulaufen im schönen Badeort In Massen fällt die bunte Horde allerdings immer Ende Januar ein, wenn kaum ein normaler Tourist das schöne Pier oder den Royal Pavillion bevölkert. Dann nämlich veranstaltet Woody seinen Brighton-Event. Er ist Besitzer des ansässigen Blackheart Studios und fungiert auch als technischer Direktor der gigantischen London-Convention.
Die Brighton-Convention fand statt auf der etwas außerhalb gelegenen örtlichen Pferderennbahn. In den vergangenen Jahren galt der Event noch als Geheimtipp unter Experten, speziell unter Liebhabern der Alten Schule des Tätowierens. Mittlerweile erweist sich Brighton aber als Publikumsmagnet, zu dem Spitzenkünstler aus aller Welt vordrängen.
Während der beiden Veranstaltungstage tummelten sich Tausende von Besuchern um die Tätowierer-Boothes, und im zentral gelegenen Bar- und Entertainment-Bereich herrschte eine Stimmung auf Volksfestniveau. Gemütliche Sessel und Sofas waren überall gruppiert und quollen über vor den Stylerinnen und Stylern des Königreichs, von denen jeder ausreichend mit Bier versorgt war.
Eine Besonderheit britischer Conventions ist es, dass der Bereich, in dem tätowiert wird, baulich abgetrennt sein muss, damit niemand mit Bier und Burger in die Nähe von hygienisch sensiblen Arbeitsflächen gelangt. In Brighton waren die Bars aber so angelegt, dass man auf der Pirsch nach den über 100 Spitzenkünstlern immer wieder am verlockenden kühlen Nass vorbei kommen musste; eine geniale Idee des Veranstalters, um die Stimmung stets auf dem Höhepunkt zu halten.
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der April-Ausgabe 2012 …
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