Wie jedes Jahr am ersten Juliwochenende verwandelte sich das beschauliche Flughafengelände in Roitzschjora, nördlich von Leipzig, zum größten musikalischen Event seiner Art. 30.000 Metaller, Punkrocker und Hardcore-Kids ließen sich dabei von solch namhaften Headlinern wie Motörhead, Social Distortion, Soulfly, Suicidal Tendencies, Walls Of Jericho oder Hatebreed wegballern.

Unters Party-Volk hatten sich auch zahlreiche Tätowierer gemischt, hier Randy aus Zwickau (inks).
Als dieses Jahr der musikalisch härteste Acker diesseits des Rio Grande rief, ließen wir uns vom TätowierMagazin natürlich nicht lumpen. In Windeseile packten wir Zelt samt Heringe ein, ließen oldschool-like den Hammer daheim – eine seit Jahrhunderten gepflegte Festival-Tradition, um gleich bei der Ankunft neue Leute kennenzulernen – und rauschten wie von Sinnen vom Verlagsgelände.

Die üppigen Tattoo-Sammlungen der V8Wixxxer bzw. V8Wankers waren im TM schon öfters zu bewundern.
Wir hatten wirklich alles dabei, von Gummistiefeln, über Regenjacken bis zum Imprägnierspray für die Zelte. Vielleicht hätten wir aber vorher mal den Wetterbericht anschauen sollen, dann hätten wir den Stauraum eher mit Sonnenmilch aufgefüllt. Denn vom 3. – 5. Juli war dieses Jahr auf dem Flugplatz in Roitzschjora feinstes Badewetter angesagt. An keinem der Tage unterschritt das Quecksilber auch nur ansatzweise die 30°C Marke, einzig der Himmel schob hin und wieder mal ’ne Wolke um die Ecke, die auf dem riesigen Freigelände als Baum-Ersatz herhalten musste. Glücklicherweise grenzt der Landeplatz direkt an einen Baggersee. Offiziell darf man darin logischerweise nicht baden. Aber welche drei Securities bitteschön wollen oder können mehrere Hundertschaften von Badewilligen davon abhalten? Wir nutzten die Gelegenheit, verbanden quasi Angenehmes mit Nützlichem und schossen einige Fotos von schicken Tattoos. Unter anderem trafen wir dort illustre Zeitgenossen, die man im TM ansonsten nur mit der Tattoo-Maschine in der Hand kennt: Bamba und ihre Jungs von Rheingau Tattoo ließen es sich richtig gut gehen und genossen die Vorteile des Areals in vollen Zügen.

Neben der Musik gab’s auch ein spektakuläres Extremsport-Rahmenprogramm.
Schon am ersten Abend feierten tausende Fans direkt vor dem großen Eingangsbereich unterhalb eines kleineren Turms, von wo aus DJs den Leuten bis lange in den Morgen einheizten. Rings herum war ständig ein reges Treiben, da unaufhörlich Leute durch die Szenerie liefen, die gerade erst auf dem Zeltgelände eintrafen. Vereinzelt rollten sogar Autos an uns vorbei, denn im Gegensatz zu anderen Festivals dieser Größenordnung, kann beim WFF direkt mit dem Wagen am Zelt geparkt werden. Ein sagenhafter Luxus, verglichen mit Veranstaltungen gleicher Art, die einen zwischen drei Punkten – Auto, Zelt, Festivalgelände – gerne mal auf eine Odyssee schicken.
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der September Ausgabe 09 …