Die Brüder Ingo und Guido Knollmann der Alternativ-Rockband Donots über Tätowierschübe und wahnsinnige Fans.
Die letzte Donots-Tour endete mit dem größten Konzerte ihrer Bandgeschichte – vor über 3000 Leuten in der Halle Münsterland. Jetzt sind die sympathischen Punkrocker aus Ibbenbüren mit ihrem neunten Album »Wake The Dogs« zurück. Wir haben die Brüder Ingo und Guido Knollmann in ihr Stamm-Tattoo-Studio »Scratch The Surface« nach Osnabrück begleitet.
Ingo präsentiert sein Tattoo, das nach Vorlage einer Tarot-Karte entstand. Guido hat schon früh sein Geld lieber für Tattoos als für Essen ausgegeben.
Euer Bandname lässt vermuten, dass ihr ein Haufen Faulpelze seid. Wie viel Faulheit könnt ihr euch tatsächlich noch erlauben?
Ingo: Ganz ehrlich, mittlerweile gar keine mehr. Die letzten zwei Alben sind auf unserem eigenen Label Solitary Man Records erschienen und wir haben alles selbst gemacht. Doch irgendwann merkten wir, dass wir es nicht mehr alleine stemmen können. Das war zu der Zeit, als bei den Proben immer unsere Laptops aufgeklappt waren und wir zwischen den Songs Label-Arbeit erledigten. Daher arbeiten wir nun mit Universal zusammen, die uns einiges abnehmen.
Ingos Tattoos sind bunt gemischt, aber Jugendstil-Designs tauchen öfters mal auf. Auf dem Innenarm (unten): Das
Bekenntnis zur eigenen Band.
Welche Hunde wollt ihr mit »Wake The Dogs« wecken?
Guido: Na hoffentlich welche, die zu unseren Konzerten kommen! Denn das ist der Grund, weshalb wir Platten machen – um auf Tour gehen zu können.
Ingo: Es ist das erste Mal in unserer Bandgeschichte, dass der Albumtitel schon während der Aufnahmen feststand und wir uns nicht bis zum Schluss die Köpfe eingeschlagen haben. Fand ich sehr merkwürdig.
Elender Kerl – Lippenbekenntnis von Guido, der einige seiner Tattoos der Musik widmet.
Geht man sich nach einer so langen Zeit manchmal auf die Nerven?
Ingo: Wir verstehen uns immer noch alle so gut wie eh und je je und haben nach wie vor viel Spaß zusammen. Das ist unbezahlbar.
Guido: Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals richtig laut geworden sind und uns angeschrien haben. Wir haben keinen Band-Hitler.
Ingo, du bist heute hier, um dich tätowieren zu lassen. Erzähl doch mal, wie es bei dir mit dem Tätowieren angefangen hat.
Ingo: Ich habe saulange gewartet und überlegt, was das Richtige für mich ist. Irgendwann ist mir klar geworden, dass ich eine ziemlich große Affinität zum Thema Jugendstil habe. Das finde ich einfach schick. So kam ich schließlich auf die Idee, mir Einzelteile aus Bildern von Alfons Mucha stechen zu lassen. Das meiste davon hat Pimo gemacht, der ja heute auch wieder ran darf.
KONTAKT
www.donots.de
Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Mai-Ausgabe 2012 …