Die im Ruhrpott beheimatete Combo gilt mittlerweile als eine der Speerspitzen des Modern Metal und wuchtet mit »I Am Nemesis« zwölf neue Tracks aus den Boxen, von denen sie hoffen sich mehr als nur Gehör zu verschaffen.
Marc (Gitarre), Marco (Bass) und Patrick (Schlagzeug) teilen nicht nur ihre Leidenschaft für die gleiche Band. Auch ihre Begeisterung in Sachen Tätowierungen verbindet sie, wie man unschwer erkennen kann.
Im Dezember spielten die Jungs ihre letzte Show für 2011 auf dem Christmas Metal Festival in Geiselwind, aus dessen Line Up sie deutlich herausstachen. Denn dort waren sie die einzige Band, die sich nicht einem traditionellen Metal-Stil verschrieben hatte. Dennoch, oder auch gerade deshalb, wurden sie dort als willkommene Abwechslung angenommen. Eine Woche später schnappten wir uns Marc, Marco und Patrick, da sie eine beeindruckende Sammlung an Tätowierungen durch die Gegend tragen und es uns interessierte wie die Herren zu so vielen Tattoos kommen.
Tattoos ohne Bedeutung, aber mit Sinn!
Nicht wirklich überraschend, aber dennoch schön zu hören war, dass allen Dreien Tätowierungen als Körperkunst sehr am Herzen liegen. Was dabei die Symbolik betrifft hängt das nicht nur von der einzelnen Person, sondern auch vom jeweiligen Motiv ab. Am eindrucksvollsten sind sicherlich die Front- und Rückenbrocken, die sich Drummer Patrick unter die Haut hat prügeln lassen. Von beiden behauptet er, sie hätten keine größere Bedeutung – was Tattoos seiner Meinung nach auch gar nicht haben müssen. Naja, so ganz stimmt das dann aber doch nicht, wenn man etwas ins Detail geht; denn der thailändische Schriftzug quer über seinem Bauchnabel heißt übersetzt »Freiheit«, was er mit einem Urlaub vor Ort und der dortigen Lebensweise verbindet. Ebenso verhält es sich mit dem Caliban-Dreimaster, der auf seiner linken Flanke durch die Wellen pflügt. Natürlich steht das Schiff für die vielen Reisen mit der Band und die Masten jeweils für Glaube, Liebe und Hoffnung.

Zweifelsohne die bedeutungsvollsten Pieces besitzt Marc. Sein rechter Arm zeigt die Bestrafung Jesus‘ für die Taten seiner Anhänger.
Tätowierte Auseinandersetzung mit dem Christentum
Ähnliche Bedeutungen haben die beiden Halstattoos bei Bassist Marco. Bei ihm steht die Schwalbe steht für das Touren und das Fernweh mit der Band, der Anker wiederum für das Heimweh, wenn er gerade unterwegs ist und an daheim denkt. Dort wartet seine Freundin auf ihn, mit der er mittlerweile sogar schon zwei Motive teilt. Zum einen ist das der Diamant, der in seiner linken Armbeuge in die Spinne mit eingearbeitet ist und zum anderen der Gipsy-Kopf direkt darüber, der sich bei ihm noch in Arbeit befindet. Seine beiden religiös angehauchten Motive haben nichts mit einem kirchlich-institutionalisierten Glauben zu tun, für Marco haben sein Jesus-Motiv und das Maria-Bild eher eine Art Schutzengel-Funktion. Schließlich sei auch nicht jeder mit einer Kreuz-Halskette gleich ein törichter Kreuzzugfanatiker, gibt er korrekterweise zu Protokoll. Für Marcs Meinung zu organisierter Religion musste sogar sein kompletter rechter Arm herhalten. Unter seiner Haut verewigt, wird dort Jesus für die Taten seiner Anhänger bestraft.
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Caliban
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Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Februar-Ausgabe 2012 …