Vorstellung: Victory Judge
Wir haben die neue Victory „Judge“ bereits in den französischen Alpen getestet und sind positiv überrascht über das quicke Handling des Power Cruisers.
Machen wir uns nichts vor! Die ‚Judge‘ ist kein Sportmotorrad und soll es auch nicht sein“, so die klare Aussage von Victory Deutschland-Frontmann Torsten Zimmer. Victory sieht seine Kundschaft eher bei Fahrern, die zwar weg von den heutigen PS-Monstern, jedoch auf Power nicht verzichten wollen. Wer Power mit Kraft übersetzt, liegt mit der „Judge“ goldrichtig. Der bereits aus diversen Schwestermodellen bekannte 50°-V2 holt aus seinen 1.731 ccm Hubraum gute 90 PS und – viel wichtiger – satte 150 Nm Drehmoment; Schub aus allen Drehzahllagen ist somit garantiert.
Das Fahrwerk aus Stahlrohren geriet äußerst stabil, zusammen mit den Federelementen (vorne konventionelle Telegabel, hinten gegossene Leichtmetall-Kastenprofilschwinge an Mono-Gasdruckfederbein) gab sich die Judge auch auf hurtig genommenen schlechten Straßenpassagen gänzlich unproblematisch. Ein ganz großer Pluspunkt ist die Handlichkeit des trocken immerhin 300 Kilogramm schweren US-Geräts.
Für heutige Zeiten ungewöhnlich schmal bereift, tragen die 16-Zoll-Reifen (vorn 130/90-16, hinten 140/90-16) ganz offensichtlich und entscheidend zur überragenden Handlichkeit des Bikes bei. Kurvenwedeln ist mit der Judge ein Genuss, in Kombination mit diesem druckvollen Motor wird so mancher Supersportler auf Alpenstraßen von hinten ganz plötzlich sein „Nuclear Sunset Matt“-Wunder erleben.
Von den zwei Single-Bremsen sind gewiss keine Benchmarks zu erwarten, die schwimmend gelagerten Scheiben und die verbauten Nissin-Zangen erwiesen sich aber …

Die Fußrasten sind unentschlossen irgendwo zwischen mittig und vorverlegt platziert (links). Der Tacho ist gut ablesbar und stellt mit dem LCD-Display die wichtigsten Informationen bereit.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in REISE MOTORRAD 4/2012.Text: Heinrich ChristmannBilder: Hersteller