Die phantastischen Fünf


Vergleichstest: Reise-Enduros
Starke Konkurrenten für die BMW R 1200 GS drängen in das Segment der mächtigen Reise-Enduros. Im großen Vergleichstest zeigt sich, wie dicht Triumph Tiger, Honda Crosstourer, Moto Guzzi Stelvio und Yamaha Super Ténéré an der GS dran sind.

Nein, wir diskutieren jetzt nicht, ob man die fünf im Vergleich gefahrenen Motorräder ob ihres Gewichtes und ihres jeweiligen Eigenschaftsspektrums (noch) als Reise- Enduros bezeichnen kann. Wegen ihrer aufrechten Sitzposition, des Kardan­antriebs und ihres „abenteuerlustigen“ Designs sowie mangels einer besseren Bezeichnung nennen wir sie einfach so, wobei das Thema Offroad für viele Motorradfahrer keine wesentliche Rolle spielt. Aber zu können, wenn man wollte, das schätzen halt doch viele. Der Offroad-Aspekt ist deshalb in diesem Vergleich auch nur ein Randthema. Im Mittelpunkt steht das Fahrverhalten auf Landstraßen.

Dem Marktführer in diesem Segment, der BMW R 1200 GS, ist 2012 neue Konkurrenz erwachsen: Triumph stellte seine in vielen Details sehr stark am Marktführer orientierte Tiger Explorer vor, Honda präsentierte den Crosstourer (dessen erste Worthälfte nicht von Crossen kommt, sondern von der aus der VRF 1200 herrührenden Crossover-Technologie). Bekannt, aber nur selten gewürdigt und noch seltener zu sehen ist die Moto Guzzi Stelvio 1200 8V, hier in NTX-Version gefahren. Ohne die neuen Widersacher kam die Yamaha XT1200Z Super Ténéré nach schwachem Start inzwischen recht gut auf (Verkaufs-)Touren.

Gemeinsam ist diesen fünf Motorrädern der auch auf langen Reisen wartungsfreie Kardanantrieb. Er war das Kriterium für die Zusammensetzung des Testfelds. Alle fünf Fahrzeuge ­waren in der Schweiz zugelassen und wiesen das dort erhältliche Zubehör (z. B. Koffersystem) auf, was aber der grundsätzlichen Vergleichbarkeit keinen Abbruch tut. Im Falle der BMW handelte es sich um eine „Triple Black“-Edition in Schweizer Sonderkonfigu­ration, die sich aber rein auf die Optik beschränkt. Testgebiet waren Oberschwaben und die Schwäbische Alb. Das Testteam bestand aus erfahrenen Motorrad-Journalisten und gestande­nen Bikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

BMW R 1200 GS
BMWs R 1200 GS ist in REISE MOTORRAD oft getestet und gewürdigt worden, im Grunde ist alles über sie bekannt. Doch kann sie ihre Führungsposition im Segment der hubraumstarken Reise-Enduros angesichts neuer Wettbewerber auch in ihrer vermutlich letzten Version vor der Ab­lösung durch eine wassergekühlte GS noch halten? Diese Frage – in der oftmals Glaube und Wunsch die Oberhand über die Fakten haben – galt es zu klären.

Unsere Erkenntnis: Die R 1200 GS ist in der Summe ihrer Eigenschaften nach wie vor unerreicht. Wer gelegentlich auf der Landstraße sportlich fahren will, auf große oder gar sehr große Touren gehen will (auch zu zweit), findet auch im Jahr 2012 nichts Besseres. Fahrwerk und Motor sind prima, in der ­Ergonomie und Bedienung liegt sie ebenfalls vorne. Von Themen wie Wirtschaftlichkeit (bei allerdings hohem Investitionsvolumen) und Verbrauch ganz zu schweigen. Das Zubehörangebot ist breit und ausgereift, das Gepäcksystem eine Klasse für sich. Ihre Grundausstattung ist nicht gerade üppig und erfordert Zusatzinvestitionen.

Ganz ohne Schwächen ist aber auch die R 1200 GS nicht: Zwar steht sie stabil (ziemlich schräg) auf dem Seitenständer, doch ist sie aus dieser Position mitunter nur schwer aufzurichten. Und ihr Auspuffgeräusch überzeugt nicht alle Fahrer: Insbesondere auf langen Strecken und auf Fahrten entlang …


Die GS ist nach wie vor mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile (links). Der Tankrucksack ist vollständig wasserdicht, ein Überzieher deshalb nicht nötig. Er wird vorne beim ­Lenkkopf eingehakt und hinten mit einem Reißverschluss befestigt.


Den vollständigen Bericht lesen Sie in REISE MOTORRAD 4/2012.

Text: Frieder Freinberger
Bilder: Richard A. Meinert, Hersteller, RM-Archiv


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REISE MOTORRAD 05.06.2012
Text: Frieder Freinberger Bilder: Richard A. Meinert, Hersteller, RM-Archiv
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Stand:23 August 2014 07:31:39