Walzwerk


Tosa von Marcus Walz
Neue sportliche Linie von Marcus Walz
Dedicated to Speed

Mit seiner neuen Firma WalzWerk bleibt er nicht nur dieser Passion treu, sondern schraubt die sportliche Spirale noch ein gutes Stück höher. Das erste Ergebnis der Arbeit steht nun vor uns, nennt sich selbstbewußt „Tosa“ und trägt damit den Namen der berüchtigsten Kurve auf der GrandPrix-Strecke im italienischen Imola. Italienisch ist auch die Herkunft des Ursprungmotorrades, im ersten WalzWerk schägt das Herz aus Ducatis wassergekühltem Hypermotard-V2.

Zuerst optimierte er das ohnehin schon recht hochwertige Fahrwerk zusätzlich. Die vordere Gabel zerlegte er komplett und baute sie einem Öhlins/ Zupin-Kit komplett neu auf, inklusive progressiver Fahrwerksfedern und leichteren Dämpferkartuschen aus dem MotoGP-Rennsport. Vor dem Zusammensetzen der Gabel wurden die Tauchrohre und Verschluss- kappen noch schwarz eloxiert und die Gabelbrücken schwarz pulverbeschichtet. Für eine sichere Performance verrichtet ein Ducati Performance Lenkungsdämpfer seinen Dienst. 30 mm länger misst die neue Gabel überdies, das gibt mehr Bodenfreiheit, „und damit natürlich mehr Schräglage“, grinst der Hockenheimer. Klar, der hat gut reden, er ist ja groß genug, um die gegenüber der Serie zehn Zentimeter höhere Tosa im Zaum zu halten.

„Der Auspuff war der dickste Brocken“

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Das 14 Kilo-Underseat-Rohr ersetzte er durch die seitlich verlaufenden Quat-D Anlage aus Titan mit geänderten und glasperlgestrahlten Krümmerrohren – macht satte acht Kilo weniger im Diät-Tagebuch. Den Entenschnabel der Hypermotard ersetzte er durch eine neue Scheinwerferverkleidung und einen angepassten Carbon-Fender, den Heckrahmen baute er aus leichtem Aluminium neu, genau wie das knappe Alu-Heck mit integriertem Rücklicht. Die von Haus aus leichten Magnesium-Felgen bestückte er mit neuen Pirelli Rennsportreifen. Das hintere Kettenrad ist ebenfalls aus Magnesium, genau wie die rot-eloxierten Zentralverschlussmuttern für Kettenradträger und Felge. Eine weitere Eigenentwicklung ist die Fußrastenanlage. Am Lenker tauschte der Hockenheimer die billig wirkenden Plastik-Behälter für Brems-und Kupplungsflüssigkeit gegen schwarz eloxierte von Rizoma. So tastete sich der Customizer Schritt für Schritt ans Idealgewicht.

Selbst am Motor gab’s noch was rauszuholen

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Marcus und seine neue „Tosa"
Zwar beließ er den V2 vom Hubraum her original, tauschte jedoch die Nockenwellen gegen Exemplare aus dem Ducati-Performance Programm mit dazu passendem Steuergerät und montierte einen nur 500 Gramm leichten Alu-Zündrotor. Die Kupplung wurde durch einen aus dem vollen gefrästen Nehmerzylinder  optimiert und mit einer leichten Magnesium-Druckplatte ausgerüstet. Durch eine um ein Drittel vergrößerte Kolbenfläche des Nehmerzylinders wird die Handkraft um ca. 30 Prozent reduziert, außerdem sieht das rot-eloxierte Bauteil auch noch gut aus.

Ebenfalls ein Tribut an die Custom-Optik sind die ultraleichten matt-goldenen Motor-und Nockenwellenabdeckungen aus Magnesium. Passend dazu montierte Marcus aus dem vollen gefräste Abdeckungen für die Nockenwellenräder die rot/schwarz eloxiert sind. Auffällig ist, daß hierbei lediglich die Nockenwellenräder abgedeckt sind und die beiden Antriebsriemen sichtbar und spektakulär offen laufen. Die Eckdaten sind geklärt, das Ergebnis überzeugt und erfüllt den Anspruch, den Walz an sein neues Label stellt: „Pure Fahrmaschinen, verpackt in eine individuelle Custom-Optik. Alles an diesem Bike kommt dem Handling zugute“, erklärt er. Und schnell schließt sich wieder der Kreis zum Hockenheimring als Ursprung seines Race-Feelings. Formel1-Testfahrten auf der Rennstrecke nutzte Kimi Räikkönen kürzlich zu einem Abstecher ins WalzWerk und bestellte als erster eine der exklusiven Ducatis.

Dieser Artikel ist Inhalt der CUSTOMBIKE 6/08


www.walzwerk67.com




Text: Katharina Klimpke
Bilder: Volker Rost


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CUSTOMBIKE 15.08.2008
Text: Katharina Klimpke Bilder: Volker Rost
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motorrad

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Stand:21 April 2014 01:30:05