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| Der Ritt auf der „Kyrgyz"-Panhead |
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Satya Kraus ist einer der Newcomer der US-Custom-Szene
Wer zur „Artistry in Iron“-Show nach Las Vegas geladen wird, zählt zu den innovativsten Customizern der Welt. Eine Ehre, die jedes Jahr nur 25 Customizern zu teil wird. Beim Blick auf dieses ungewöhnliche Bike, ist die Einladung für Newcomer Satya Kraus kaum verwunderlich.
Bereits auf den ersten Blick zeigt die "Kyrgyz" genannte Harley-Panhead Außergewöhnliches. So fehlen zum Beispiel die Gabelbrücken. Das Design des Frontends hat Satya von Fahrrädern abgeschaut. Die Springergabel wird am unteren Lenkkopfende geführt. Der kurze Apehanger im BMX-Style sitzt dafür am oberen Ende desselben. Alle Leitungen sind in den Rohren verlegt und eine weitere Eigenentwicklung sorgt für die cleane Optik. Sowohl Kupplung, als auch die vordere Bremse funktionieren über Drehgriffe. Zum Kuppeln wird der linke nach vorn gedreht, zum Bremsen der rechte. Das Gasgeben funktioniert aber weiterhin nach alt hergebrachter Weise. Beide Varianten der Twist Clutch und Twist Brake genannten Eigenentwicklungen sind übrigens sowohl hydraulisch, als auch mechanisch erhältlich.
Sowohl Kupplung, als auch die vordere Bremse funktionieren über Drehgriffe
Die Flüssigkeitsbehälter am Lenker der Kyrgyz verraten, hier hat Satya die hydraulische Versionen verbaut. Die kurz und knackig ausgeführten Auspuffrohre, die den Beltdrive umschlingen, waren für den Spezialisten dagegen nur eine Fingerübung. Der Tank über dem Panhead-Motor dient als Reservoir für das Öl, der eigentliche Benzintank befindet sich dafür am regulären Platz des Öltanks. Über ihm sitzt der Fahrer auf einer gefederten Stahlplatte, die nur einen dünnen Lederüberzug erhielt. Zum Glück ist das aber nicht der einzige Komfort. Denn obwohl der Rahmen starr aussieht, ist er doch gefedert. Die „Roller Rocker” genannte Suspension verfügt über 2,5 Zoll Federweg und ist, wie der ganze Rahmen, ebenfalls eine Entwicklung des Schraubers. Als Inspiration dienten Satya unverkennbar Bikes im angesagten japanischen Stil. Aus dem Willen, dem fernöstlichen Design seinen Tribut zu zollen, wurde aber doch noch etwas mehr. „Das Erbe meiner Vorfahren kam in mir durch. So wurden die Formen stärker und ich schuf die Kyrgyz. Wild und stark wie die Pferde der Mongolen“, zeigt sich Kraus patriotisch.
Dieser Artikel ist Inhalt der CUSTOMBIKE 6/08
www.krausmotorco.comText: Steve Kelly, Jens MüllerBilder: Steve Kelly