Harley-Davidson Dyna 120 R




T-Bone hat eine lange Dankesliste geschrieben, sie würde den Rahmen dieser Seiten sprengen. »Den Bau der Dyna haben viele Freunde begleitet. Während der Aufbauzeit starb mein Vater und meine Tochter wurde geboren. Es ist verständlich, dass mich dieses Bike berührt.« T-Bone, mit bürgerlichem Namen Scott Jones, ist uns kein Unbekannter, eine echte Freundschaft ist zwischen unserem Magazin und dem Bikebuilder aus Santa Ana in Kalifornien während der letzten Jahre entstanden. Vielleicht weil er so authentisch und ehrlich ist, so gar nicht oberflächlich, unglaublich leidenschaftlich und einfach ein richtig guter Mensch. Einer, der sich immer wieder entschuldigt, weil er so viel Zeit in den Aufbau seiner Bikes steckt und seinen drei Kindern dabei oft nicht gerecht wird. Seine Frau steht deshalb auch immer ganz oben auf der Dankesliste. Sie lebt seine Leidenschaft voll mit. Auch als Harley-Davidson ihn ins Museum der Company nach Milwaukee einlädt und er von dem Trip nach Hause kommt und ihr sagt, dass er mal wieder ein größeres Projekt plant, das viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Denn als T-Bone durchs Museum streift, reift in ihm der Gedanke an eine moderne Harley, die die Geschichte der Company in einem Bike vereint. Seine Basis hat er schon, 2013 bekam er als Preis für seinen »Best of Show«-Titel der prestigeträchtigen Born Free-Show einen Motor, Harley Screamin’ Eagle 120 R, knapp 1700 Kubik – das Fetteste, was die Company zu bieten hat. Einen passenden Dyna-Rahmen hat er noch von einem anderen Projekt übrig. Dazu schart T-Bone für das »120 R«-Projekt viele Freunde um sich, die beim Aufbau helfen.



Der Plan steht, es kann losgehen. Den Motor nimmt sich Spezialist Matt Cortez zur Brust, kümmert sich um das Assembling von eigens gefertigten Teilen wie dem Luftfilter und der Auspuffanlage – sie nimmt Anleihen bei den Anlagen der 60er-Jahre-Sportster –, den Primär von BDL oder die Ventildeckel, die Roland Sands anfertigt. Den Rahmen modifiziert T-Bone unterdessen, fertigt die Schwinge selbst an. Besonders begeistert hat T-Bone im Museum ein 46er WR-Racer, Tank und Fender seines Projekts gestaltet er nach diesem Vorbild. Die 70er-Jahre-Cafe-Racer finden sich in den Sieben-Speichen-Rädern wieder, die bei Morris Mag entstehen. Weiße Sitzbänke trugen die Touren-Harleys der 60er-Jahre. Um das Aussehen zu imitieren wird bei Jones` Vintage ein Sattel so beschnitten und in den Rahmen eingepasst, dass er das Aussehen der alten Doppelsitzbank erhält. Sämtliche Abdeckungen und Aluminiumteile, wie die ebenfalls renninspirierte Lampenverkleidung, fertigt T-Bone komplett selbst.



Viele weitere Elemente wie Lenker und Schalthebel unterliegen Vintage-Einflüssen.  Ebenso die Lackierung, die von den coolsten Pinslern Kaliforniens umgesetzt wird. In nächtelanger Detailarbeit fügt T-Bone aus allen angefertigten Teilen seine neue, alte Dyna zusammen. Noch bis August 2015 wird das Bike in der Besuchergalerie des Harley-Museums in Milwaukee ausgestellt sein.  Neben all den Bikes, von denen ihr Bau inspiriert wurde.


 

Text: Katharina Weber
Bilder: Benjamin Grna




V-Neck-Shirt Beki
V-Neck-Shirt Beki
34,90€
29,90€
Zip-Hoodie Doggy Style
Zip-Hoodie Doggy Style
59,90€
34,90€
Winterjacke Hooded Fishtail III
Winterjacke Hooded Fishtail III
199,90€
139,90€
T-Shirt Banning
T-Shirt Banning
29,90€
24,90€
07.05.2015
Text: Katharina Weber Bilder: Benjamin Grna
auf Facebook teilen

motorrad bike-portraets

Verwandte Artikel

Münch im Museum

Der hessische Kfz-Meister und Tüftler Friedel Münch verbaute NSU-Automotoren in Motorradrahmen.

Race Bike Collection

Freunde klassischer Rennsemmeln kommen im Technik Museum Speyer auf ihre Kosten.

Yamaha SR 500

Machine - 2013 hatte Christian unseren jährlichen Umbauwettbewerb mit einem wunderschönen Honda-Cafe Racer gewonnen. Dass das alles andere als ein Zufall war, beweist er mit dieser Yamaha SR 500

Harley-Davidson
Street 500 - The
Tresher

Normalerweise verlässt sich Harley-Davidson bei der Modellentwicklung auf die eigene Designabteilung. So waren Serienharleys schon immer auch ein Spiegel aktueller Customtrends. Nun ging Harley den umgekehrten Weg. Auf die Flattrack-Interpretation der Harley-Davidson Street 500 wurden die Jungs von »The Speed Merchant« angesetzt
Newsletter bestellen
weiter
Welche Themen interessiern dich?
Bike Auto Tattoo Musik
Stand:28 May 2016 07:49:00