Der Lobo MC besuchte seine Brüder in Thailand. Die Tour wurde eine Tortour zwischen Clubhäusern und Bike Weeks
Die Presis der Lobo-Chapter: Kretsche (Enzkreis), Marco (Homburg), Heiko (Nong Khai), Joe (Pforzheim), Lee (Chiang Mai)
Es war vor zehn Jahren, als der Lobo MC zum ersten Mal Thailand besuchte. Auf der Chiang Mai Bike Week lernten die Member des Lobo MC Homburg den heutigen Presidenten ihres thailändischen Chapters kennen. Schnell war klar: Die Lobos wollten den Sprung nach Asien wagen. Ein Jahr Hangaround und ein weiteres als PC-Chapter später wurden die cluberfahrenen Jungs um Presi Heiko offizielles Lobo MC Thailand Chapter.
Seitdem haben die thailändischen Lobos alle zwei Jahre Partys geschmissen, die viele Clubs aus ganz Thailand anfuhren. Zum Achtjährigen wollten die Member aber was Neues wagen. Das Chapter Homburg und das thailändische Chapter Nong Khai riefen zur Thailandrundfahrt auf. Sie wollten bestehende Chapter, zukünftige Chapter, befreundete Clubs und die Pattaya Bike Week besuchen.
Linksverkehr, dicke Schädel und Sonnenbrände
Nach zwölf Stunden Flug landeten die deutschen Lobos in der zweitgrößten Stadt Thailands – Chiang Mai. Standesgemäß wurden die Brothers mit den Bikes empfangen. Die Member des thailändischen Chapters brachten das Gepäck ins Hotel, die deutschen Member inspizierten das vierstöckige Lobo-Clubhaus mit seiner Bar im Erdgeschoss. Die erste Nacht endete heftig für die Männer der Chapter Pforzheim, Enzkreis und Homburg, aber auch die thailändischen Brothers stellten ihre Trinkfestigkeit unter Beweis.
Mit dickem Schädel mussten die deutschen Lobos sich am nächsten Tag an den Linksverkehr gewöhnen, und das in sommerlicher Kleidung und ohne Helm. Etliche Sonnenbrände später sollte auch der Letzte begreifen, warum in Thailand jeder vermummt Motorrad fährt.
Am nächsten Morgen nahmen die Brothers Abschied von Chiang Mai. Unfälle sind auf den Straßen in Thailand keine Seltenheit. Schon am ersten Tag der Tour passierte es. Die Harley von Lee, dem Presidenten des Chiang Mai Chapters, rutschte in einer Kurve weg. Frisch aus der Werkstatt, war sie schon wieder fahrunfähig. Die Brothers verluden Harley und Fahrer auf das Servicefahrzeug und folgten weiter dem Grenzfluss Mekong. Ins Krankenhaus ging der zusammengeflickte Lee erst zwei Tage später, beim Motherchapter Nong Khai.
Betrunkene Polizisten
Auch in Nong Khai warteten die Brüder schon im Clubhaus auf die deutschen Lobos. Darüber hinaus hatten sich Brüder aus England, Australien, Schweiz und Thailand versammelt. Spät in der Nacht stießen örtliche Polizisten zur Feier. Die wollten keinen Stress machen, sondern sich das Spektakel mit eigenen Augen ansehen. Nachdem sie ein paar Reisschnäpse getrunken und mit ihren Waffen posiert hatten, zogen sie auf ihrer Honda angeheitert von dannen – nicht ohne vorher noch ein anderes Motorrad umzuwerfen.
Die Lobos ließen ihre Motorräder in dieser Nacht stehen und nahmen den Bus über die Grenze zum zukünftigen Chapter in Laos. Auch die Hauptstadt Vientiane hat schon ein Lobo-Restaurant und eine Lobo-Bar. Alles steht in den Startlöchern, wenn das Land sich weiter liberalisiert. Die Nacht wurde noch länger und endete mit der Vorladung eines Brothers zur Polizei für den nächsten Tag. Gleich lernten die Jungs auch noch den deutschen Botschafter kennen. Erst am übernächsten Tag ging es zurück nach Thailand an den Hotelpool.
Auf zur Bike Week
Nach den zwei Tagen Erholung stand die Fahrt nach Pattaya an. Zwischen den beiden Tagestrips zu jeweils 450 Kilometern besuchte der Lobo MC das 15-Jährige des befreundeten Asia Nomads MC. Am ersten Tag in Pattaya stieg auch noch die Ein-Jahres-Feier des Wolfman MC. Am nächsten Tag besuchten die Brüder Vice President Hans vom Chapter Nong Khai. Der hatte beim Ausarbeiten der Tour einen schweren Unfall durch einen Autofahrer erlitten. …
… weiter geht’s in der BIKERS NEWS 05/12