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Die Essenz am Glemseck


Essenza – The Essence of Motorcycles, fetziger Titel für eine neue Sprintkategorie, die erstmals bei den Achtelmeile-Rennen ausgetragen wurde. Treten in den anderen Sprintkategorien fast ausschließlich Schrauber oder kleine Teams gegeneinander an, haben die Macher von »Essenza« Höheres im Sinn. Sie rufen eine Reihe namhafter Motorradhersteller und -importeure zum ultimativen Battle um den Sieg auf der Achtelmeile auf. 
Das Reglement ist so einfach wie knallhart: Zwei Räder, zwei Zylinder und maximal 1200 Kubikzentimeter Hubraum. Dragster-Hilfen wie Wheelie-Bar oder Schwingenverlängerung sind verboten. Design und Gestaltung bleiben den Teams freigestellt.
Essenza versteht sich quasi als die Profiliga der Achtelmeile-Sprints. Hersteller und Importeure haben die Einladung dankend angenommen, denn mehr Aufmerksamkeit kann man in diesem Bereich wohl kaum ziehen. Deshalb wurden auch keine Kosten gescheut, um konkurrenzfähig zu sein. 
In den Ring stiegen am Glemseck acht Hersteller: BMW, Ducati, Harley-Davidson, Kawasaki, Moto Guzzi, Suzuki, Triumph und Yamaha. Wobei fast alle Hersteller wiederum auf die Dienste von Customizern zurückgriffen. Ebenfalls am Start waren die Custom-Schmieden Diamond Atelier, Moto-Essence, Rustom, Urban Motor und VTR Custom. Insgesamt gingen sechzehn Teilnehmer mit den Bikes der verschiedenen Hersteller an den Start. 
Gefahren wurde im K.-o.-System, Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, oder gemischt, je nachdem, welche Paarungen die Auslosung zu Tage brachte. Im ersten Lauf durfte sogar noch eine Trainingsrunde eingelegt werden, um sich an Strecke und Bike zu gewöhnen. Danach ging es knallhart zur Sache. Wer den Start verpennte oder sein Material nicht im Griff hatte, flog raus. Und so dezimierte sich das Teilnehmerfeld im Handumdrehen von sechzehn auf acht, dann auf vier, und zum Schluss auf zwei Bikes.

 
 


Die Beschleunigungsorgien kannten, zur Freude der Zuschauer, weder Grenzen noch Mitleid. Verbissen, ehrgeizig und rücksichtslos rieben sich Mensch und Maschinen gegeneinander auf. Der Defektteufel nahm sich so manchen Teilnehmer zur Brust, noch bevor der mit seiner Kiste richtig zeigen konnte, was in ihm steckt. Am härtesten traf es wohl Suzuki, die aufgrund technischer Probleme gar nicht erst antreten konnten. Harley-Davidson kämpfte mit Kupplungsproblemen an einem seiner Motorräder, während Ducati und Yamaha die geballte Power nicht vernünftig auf die Bahn bringen konnten und nach mehrmaligen, wild schlingernden und steigenden Motorrädern, die zudem jeweils auf die Seite des Gegners gerieten, ermahnt wurden. Triumph ließ gleich im ersten Lauf mit einer seiner Werks-Thruxtons mit Kompressoraufladung Federn. Damit musste die zweite Britin den Union-Jack hochhalten, was sich als harte Nuss entpuppte. Denn Kawasaki war mit der Underdog ebenfalls auf Erfolgskurs. Während sich die Customizer zwar wacker schlugen, aber auch gegenseitig eliminierten, kämpfte sich der viermalige Superbike-Weltmeister Carl Fogarty auf seiner Triumph ebenso ins Finale wie Kawasakis Testfahrerin Francesca Gasperi mit dem giftgrünen Cafe Racer. 
Dort machte Carl Fogarty kurzen Prozess. Obwohl die Italienerin gut von der Linie wegkam, pustete die Thruxton nach der Hälfte der Strecke der Kawasaki das Licht aus. Den Leistungsnachteil konnte der japanische Underdog einfach nicht wettmachen. 
Das zweite und letzte Essenza-Rennen findet übrigens am Samstag, den 8. Oktober auf der Intermot in Köln im Rahmen der »Intermot customizied« statt. Dann ist es Zeit für die Revanche und wird der endgültige Sieger ermittelt. Gleichzeitig läuft für die Essenza-Renner auch der Design-Wettbewerb: Unter www.essenza-louis.de könnt ihr euch in aller Ruhe die Teilnehmer-Bikes anschauen und eure Stimme für euren Favoriten abgeben, denn nicht nur das schnellste Bike wird bewertet, sondern auch das schönste. Und hier bestimmen die Zuschauer den Gewinner.


www.essenza-the-essence-of-motorcycles.com
 

Text: Christian Heim
Bilder: Volker Rost




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04.11.2016
Text: Christian Heim Bilder: Volker Rost
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